Für die USA gilt weiterhin ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor Einreise in Deutschland oder einem anderen Land des Schengenraums aufgehalten haben, wie das Auswärtige Amt auf seiner Webseite erklärt. Ausgenommen von dem Verbot sind lediglich dabei US-Staatsbürger, „Greencard“-Inhaber, enge Verwandte von US-Staatsbürgern, Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen.

Während die EU die Einreise von US-Bürgern bereits gelockert hat, bleibt die US-Regierung bei ihrem harten Kurs bei der Einreise. Zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 setzte der damalige US-Präsident Donald Trump (75) ein weitgehendes Einreiseverbot für Europäer durch, das bis heute gilt. Damit will man vor allem den Impffortschritt im Land nicht gefährden.

Für die Fluggesellschaften stellt die einseitige Öffnung ein Problem dar. „Die Flugzeuge sind leider nur in eine Richtung ausgebucht, und das ist schlicht unprofitabel“, betonte Jennifer Janzen von der Lobbyorganisation „Airlines for Europe“ im Interview mit der „Deutschen Welle“. Auf lange Sicht sei das nicht nachhaltig und werde die Zahl der Flugverbindungen vermindern.

Wirtschaft leidet unter Einreiseverbot

Nicht nur Urlauber müssen das Einreiseverbot hinnehmen. Für die deutsche Wirtschaft seien die geschlossenen Grenzen ein erhebliches Problem, erklärte Ulrich Ackermann, Leiter Außenwirtschaft beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA) der „Berliner Zeitung“ am vergangenen Mittwoch (7. Juli). „Wir haben täglich bis zu zehn Anfragen von Unternehmen, wonach eine Reise zu den Kunden in die USA dringend geboten wäre. Die Besuche sind auch aus Sicht der US-Kunden notwendig.“ Ackerman hat sich bereits mit einem Schreiben an die US-Botschaft gewendet und hofft, „dass wir in absehbarer Zeit zu einer Lösung kommen, weil ja US-Amerikaner längst auch unbegrenzt und ohne Hindernisse sogar als Touristen in den Schengen-Raum einreisen dürfen.“

„Wir sind bedauerlicherweise in eine Schieflage zwischen der EU und den USA geraten“, erklärte der Transatlantikkoordinator der Bundesregierung Peter Beyer (CDU) bereits Ende Juni im Interview mit „t-online“. Wenigstens Geschäftsreisen sollten ab sofort unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen wieder uneingeschränkt möglich sein, sagte Beyer.

(jom/spot)