Saudi-Arabien erreicht ein schier unglaubliches Hoch in der Lebensmittelverschwendung. Insgesamt 91 Milliarden € werden in Form von Essen einfach weggeworfen. Das ist besch*ssen. Die große Frage: Machen wir es besser?

Neue Rekordzahlen an Lebensmittelverschwendung in Saudi-Arabien

Wie Gulf News berichtet, erreicht der Wert an weggeschmissenen Lebensmitteln in Saudi-Arabien den Wert von 400 Milliarden SR (Saudi-Riyal), umgerechnet knapp 91 Milliarden €.

Die größte Lebensmittelverschwendung gibt es in der Wallfahrtsregion Mekka, aber auch um die Hauptstadt Riad. Reis ist dabei das am häufigsten weggeworfene Lebensmittel und macht 31 % der gesamten saudi-arabischen Lebensmittelverschwendung aus. 26 % sind Brote jeglicher Art, 16 % Fleisch, 14,5 % Fisch und 5,5 % Datteln.

Wie sieht es bei uns mit der Lebensmittelverschwendung aus?

Die Zahlen aus Saudi-Arabien klingen haarsträubend und machen wütend, aber sind wir besser in Deutschland? Laut Verbraucherzentrale werfen deutsche Privathaushalte im Jahr Essen für 20 Milliarden €. Hier fehlen aber noch die Werte aus der Industrie. 

Da derzeit knapp die Hälfte an Lebensmittelabfällen in privaten Haushalten entstehen, kann man also von knapp 40 Milliarden € ausgehen, die in Deutschland einfach in die Tonne geschmissen werden. Immerhin nur die Hälfte der Abfälle von Saudi-Arabien und das mit nur 33,7 Millionen Einwohnern. (Deutschland hat 83,02 Millionen).

Wir schmeißen übrigens andere Lebensmittel weg als Saudi-Arabien: 34 % frisches Obst und Gemüse, 16 % bereits gekochte Lebensmittel, 14 % Brot, 11 % Getränke, immerhin nur 9 % Fleisch, aber auch 7 % Tiefkühlprodukte und 9 % an sonstigen Lebensmitteln. 

Übrigens hat sich die Bundesregierung zum Ziel genommen die deutsche Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Corona dürfte das Ziel erschweren, denn unsere Lebensmittelverschwendung ist seit dem ersten Lockdown gestiegen.

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Lebensmittelverschwendung um die Welt

Der Food Sustainability Index beobachtet alle Länder weltweit und ihre Entwicklung in Sachen Lebensmittelverschwendung. Hier haben sie die Bestreben Frankreichs schon ausgezahlt, denn sie Ranken mit 85,8 von 100 Punkten ganz oben. Es ist also kein fester Wert, sondern eine Zusammenrechnung an Abfällen und Maßnahmen.

Auch Argentinien, Luxemburg und China machen sich gut. Deutschland liegt im Mittelfeld. Saudi-Arabien liegt im unteren Mittelfeld. Noch schlimmer sind allerdings Russland, Tunesien, Belgien, Slowenien, Israel, Bulgarien, Kamerun, Türkei, Malta und als Schlusslicht die Vereinigten Arabischen Emirate mit nur 36,6 Punkten.

Fazit: Lebensmittelverschwendung ist UNSER Problem!

Das zeigen die Studien recht deutlich, denn wir Privatpersonen sind die schlimmsten Verschwender und anders als die Industrie kann uns der Staat dafür nicht belangen. Wir müssen und also selbst an die Nase fassen, unseren Umgang mit Lebensmitteln hinterfragen und überwachen. Nur so können wir etwas gegen die enormen Zahlen der Lebensmittelverschwendung etwas machen.

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