Hunde tun am Tag mindestens eine Million süße Dinge, die Besitzer:innen, aber auch viele andere Menschen zum Schmelzen bringen. Vor allem Videos, wo Hunde die frisch geborenene Babys von ihren Besitzer:innen beschützen, sind besonders beliebt auf den sozialen Medien. Während manche Hunde in ihren neuen, kleinen Mitbewohner:innen die besten Freund:innen sehen, schlägt bei anderen Vierbeinern der verstärkte Beschützerinstinkt an – und das kann ganz schön gefährlich werden. Wir zeigen dir, bei welchem Verhalten du vorsichtig agieren solltest.

Dieses Video zeigt: Beschützerinstinkt von Hunden ist nicht immer niedlich

Ein mittlerweile viral gegangenes Video mit über eine Million Likes zeigt, dass nicht alles, was Hunde tun, niedlich ist – auch wenn wir das auf den ersten Blick denken. Schließlich kann man nicht sofort die Warnsignale deuten, die ein Hund vielleicht von sich gibt. In diesem TikTok sieht man einen Hund, der seinen Kopf auf dem eines kleinen Babys zu liegen hat. Während die meisten sicherlich denken, dass der Vierbeiner das Baby beschützen will, möchte der Hund das Baby als seine „Beute“ aber nur bewachen – und kann dementsprechend ziemlich böse werden, wenn man ihm seine Beute wegnimmt.

@dogsense

Redefining what we ‘want’ dog behaviour to indicate to what it’s ‘really’ indicating #dogsandbabies #babiesanddogs #kidsanddogs #dogsandkids

♬ Suffer (Background Music) – Fearless Motivation Instrumentals

TikTok-User @dogsense macht direkt klar: „Dieses Verhalten hat NICHTS mit Beschützen zu tun!“ Und warum? Weil die Körpersprache und die kleinen Gesten des Vierbeiners klare Warnsignale sind. Wenn das Baby nicht schnell von dem Vierbeiner, der hier einen ausgeprägten Beute- und Beschützerinstinkt an den Tag legt, wegnimmt, könnte der Vierbeiner auf Besitzer:in UND Baby losgehen.

Woran sieht man, dass der Beschützerinstinkt des Hundes böse enden könnte?

Das Video wurde vorher vermutlich von einer anderen Social Media-Nutzerin gepostet, welche dachte, dass das Verhalten ihres Hundes sehr niedlich ist. @dogsense klärt aber auf, woran man sieht, dass der Hund in erster Linie nicht das kleine Leben beschützen will, sondern seine Beute und das Baby auch als diese sieht. Wenn du die folgenden Anzeichen in solch einer Situation bei einem Hund beobachtest, solltest du Vierbeiner und Mensch schnell trennen:

  • „Walaugen“; große, aufgerissene Augen, die auch als „Hundeblick“ bekannt sind.
  • Der Hund leckt sich über seine Nase, wenn du näher kommst.
  • Der Vierbeiner zeigt eine starke Körperanspannung.
  • Er gibt ein Stresshecheln von sich.
  • Er erobert die Beute immer wieder mit den Pfoten oder blockt die Näherungsversuche von anderen Menschen.
  • Die Ohren des Vierbeiners liegen hinten an.
  • Der Hund legt sich auf die Beute und will sich nicht von dieser wegbewegen lassen.
Hund mit Baby
Der Beschützerinstinkt von Hunden kann manchmal zu weit gehen. Doch Babys und Hunde können auch sehr gut miteinander klarkommen. Foto: IMAGO Images / Westend61

Wie du siehst, kann der Beschützerinstinkt eines Hundes also schnell von „niedlich“ zu „gefährlich“ umschlagen – und das fast ohne genaue Anzeichen! Beobachte also den Vierbeiner, der sich vielleicht über dein Baby beugt, ganz genau und entscheide dann, ob die beiden in der Nähe des anderen sein sollten oder nicht.

Noch mehr zum Thema Hund findest du hier: