Unser Smartphone ist buchtsäblich überall dabei. Selbst im Badezimmer können wir nicht mehr darauf verzichten. Beim Zähneputzen hören wir den Lieblings-Podcast, unter der Dusche läuft die Morning-Playlist und auf der Toilette checken wir Insta & Co. Genau das ist aber laut einem Experten ziemlich gefährlich. Tatsächlich setzen wir uns einer großen gesundheitlichen Gefahr aus, wenn wir das Handy mit aufs Klo nehmen!

Darum soll das Handy nicht aufs Klo

Smartphones sind ohnehin schon große Bakterien­schleudern. DerTouchs­creen ist der perfekte Nähr­boden für jede Menge Krank­heits­erreger. Schon 2011 fanden Wissenschaftler der London School of Hygiene & Tropical Medicine auf jedem 6. Handy fiese Darmbakterien wie E. coli, die es sonst nur auf dem Klo gibt. Doch wie geraten diese Darmbakterien da hin?

Constanze Wendt, Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie vom Medizinischen Versorgungszentrum in Heidelberg, hat gegenüber Techbook eine Erklärung dafür gefunden: „In unserem Bad sind die Keime und Bakterien, die sich in unserem Darm und auf unserer Haut befinden“. Wenn das Handy nun im Badezimmer liegt, können sich diese Bakterien auf dem Display absetzen.  „Wenn man etwa E. coli an den Händen hat und anschließend zum Handy greift, befinden sich diese Bakterien auf dem Smartphone“, sagt die Hygiene-Expertin. 

Darmbakterien können gefährlich werden

Das Blöde: Das bloße Händewaschen nach dem Toilettengang hilft nicht, wenn kurz darauf wieder das Display des Smartphone angefasst wird. Besonders widerlich wird es, wenn sich Smartphone-Nutzer nach dem Toilettengang gar nicht erst die Hände waschen. Die Darmbakterien können es sich so noch leichter auf dem Display gemütlich machen.

Und beim Verlassen des Klos nehmen wir genau diese Keime mit. Wenn wir dann wieder das Handy anfassen, übertragen sich die Bakterien zum Beispiel auf die Finger, das Gesicht, die Ohren und den Mund – und können so in unseren Körper gelangen. Die meisten kann der Organismus abwehren. Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, sollten aber vorsichtig sein. Besonders auf Krankenhaustoiletten ist Vorsicht geboten: „Dort können sich resistente Keime befinden“, warnt Constanze Wendt. Und diese können schwerwiegende gesundheitliche Folgen für den Körper haben.

Fazit: Hygiene ist (mal wieder) das A und O

Heißt also: Wieder mal ist die Hygiene das A und O. So reicht es nicht, seine Hände ordentlich mit Seife zu waschen. Auch das Smartphone muss regelmäßig geputzt werden. Das geht natürlich mit Desinfektionsmitteln. Einige Handy-Hersteller raten aber davon ab. Studien haben gezeigt, dass ein trockenes Mikrofasertuch jeden vierten Bildschirm auch keimfrei putzen kann.

Doch noch viel wichtiger ist es, dass Handy gar nicht erst mit auf die Toilette zu nehmen. Denn nur so kann der Keim-Kreislauf gebrochen werden. 

Du weißt nicht, wie du vom Handy loskommen sollst? Hier erklären wir dir, welche Mechanismen hinter der Smartphone-Sucht stecken. Und hier erfährst du, wie du in drei einfachen Schritten, deine Handy-Sucht bekämpfst.