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Gefährlicher Trend: Das treibt Gen Z in die Schuldenfalle

Online-Shopping macht vielen Spaß, auch wenn man nicht viel Geld auf dem Konto hat. Dabei ist dieses System für junge Generationen besonders kritisch.

Gen Z Schuldenfalle
Deswegen geraten so viele junge Menschen in die Schuldenfalle. Foto: interstid, LordHenriVoton / Getty Images via Canva

Auf TikTok gehen immer wieder eine Menge merkwürdige Trends herum. Seit dem letzten Jahr beschäftigen sich viele, besonders junge Menschen mit einem Thema – Schulden. Das merkwürdige: Gen Z prahlt regelrecht auf der Plattform mit den Schulden. Wir erklären dir, was hinter diesem gefährlichem Trend steckt und warum dir die Schulden später sehr auf die Füße fallen können

Gefährlicher Trend: Darum hat Gen Z so viele Klarna-Schulden

Seit dem letzten Jahr findet man auf TikTok immer wieder ein Thema: Schulden bei dem Zahlungsanbieter Klarna. Viele Online-Shops wie Asos oder About You bieten die Bezahlung mit dem Anbieter an. Bei H&M kann man sogar in der Filiale via App mit dem Anbieter zahlen.

Du kannst bei dem Anbieter verschiedene Funktionen nutzen. Du kannst mit ihr direkt nach dem Einkauf Zahlungen begleichen, in 14 Tagen zahlen oder auf Ratenzahlung kaufen. Die letzten beiden Funktionen sind dabei besonders gefährlich, da nicht sofort das ganze Geld verschwindet. Genau das lockt die Kund:innen in die Schuldenfalle.

Viele Menschen müssen nun mit den Konsequenzen der Klarna-Schulden leben.

Beide Funktionen sind sehr tückisch. Wenn du nach 14 Tagen nicht zahlen kannst oder willst, kannst den Kauf noch später zahlen, jedoch kommt dann eine Gebühr in Form von Zinsen hinzu. Den Ratenkauf bekommst du ebenfalls nicht ohne Zinsen. Der geltende Sollzinssatz liegt hier bei 11, 95 Prozent, bei einer Gebühr von 0,45 Cent im Monat macht das einen effektiven Jahreszins von 14,79 Prozent. Das sind für einen Kredit eine ziemlich hohe Gebühren.

Klarna hat ebenfalls eine eigene Kreditkarte, die viele junge Menschen nutzen, da sie kostenlos ist. Zwar ist dies praktisch, da wenige Anbieter und Banken eine komplett kostenlose Karte haben, jedoch bietet die Karte dieselben Funktionen wie bei der generellen Nutzung. Also auch hier wird man verführt, die Beträge nicht sofort zu zahlen. Zudem kann man mit der Karte kein Geld abheben.

So gefährlich kann der Trend für junge Menschen sein

Klarna-Schulden sind also definitiv keine Sache, mit der du im Internet angeben solltest. Gerade, wenn die Beträge sich bis in die Tausender-Stellen summieren. Schulden sind an sich nichts, was man verschönern sollte, vor allem weil es für Schuldner:innen ernsthafte Konsequenzen haben kann.

Wenn du z.B. eine Wohnung suchst, muss eine sogenannte Schufa-Auskunft vorlegen. Dieses Unternehmen schätzt auf Basis deines Kaufverhaltens und deiner finanziellen Situation ein, ob du zahlungsfähig bist oder nicht. Das ist für den Vermieter bzw. die Vermieterin wichtig, um sich zu vergewissern, dass du deine Miete zahlen kannst. Auch andere Unternehmen holen sich von der Schufa eine solche Auskunft, zum Beispiel Telefonanbieter.

Wohnungssuche Schulden Gen Z
Die Wohnungssuche ist mit Schulden besonders schwer. Foto: Westend61 / Getty Images

Wenn du also bei Klarna eine Menge Schulden hast, kann es sein, dass du später einmal Probleme haben wirst eine Wohnung zu bekommen oder einen anderen Vertrag, in dem Geld involviert ist. Bezahle also lieber deine Rechnungen sofort und immer zum richtigen Zeitpunkt.

Darum ist Gen Z anfällig für Schulden

Es ist kein Wunder, dass gerade jüngere Generationen schlecht mit Geld umgehen können und mit Dienstleistern wie Klarna Schulden machen. Ein Grund ist das Wissen, was vielen Schuldner:innen fehlt. Ganze 92 % der Eltern und Jugendlichen wünschen sich mehr Finanzbildung in den Schulen, so eine Studie aus dem Jahr 2021 die von der Schufa in Auftrag gegeben wurde.

So kannst du shoppen und trotzdem Geld sparen

Um Geld anzusparen, solltest du einen guten Überblick über deine Finanzen haben. Das kann sich auch lohnen, um letztendlich sich doch ein paar Sachen leisten zu können. Verschaffe dir einen Überblick und schaue nach, an welchen Stellen du einsparen möchtest. Zudem solltest du dir lieber am Anfang des Monats Geld zurücklegen, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto. Da kommst du schwieriger ran und es ist getrennt von deinen anderen Ausgaben. Wenn dann noch am Ende des Monats etwas übrig bleibt, kannst du dir auch mal bei einer Shopping-Tour etwas gönnen.

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