Dir steht ein Bewerbungsgespräch bevor und deine größte Angst ist die Frage, wie du dich selbst beschreiben würdest? Damit bist du sicher nicht alleine, denn viele Menschen haben Angst, selbstverliebt zu klingen, wenn sie über ihre Stärken sprechen. Wie man sich selbst beschreiben kann, ohne eingebildet zu klingen, aber dennoch den Nagel auf den Kopf zu treffen, erfährst du jetzt.

Sich selbst beschreiben: Die Horror-Aufgabe in jedem Bewerbungsgespräch

Dass viele Menschen sich nicht gerne selbst beschreiben, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass wir uns nicht gerne selbst loben oder gut über uns sprechen. Das sind Verhaltensweisen, die absolut nichts mit Selbstliebe zu tun haben, aber tief in unserer Gesellschaft verankert sind. Um dich selbst gut beschreiben zu können, musst du also erstmal herausfinden, was deine Stärken sind und stolz darauf sein, was du wirklich gut kannst. So wird die vermeintliche Horror-Aufgabe zu einer deiner leichtesten Übungen.

1. Vorbereitung ist die halbe Miete

Wenn du dich auf einen neuen Job bewirbst, kannst du fast damit rechnen, dass du im Bewerbungsinterview aufgefordert wirst, dich selbst zu beschreiben oder über deine Schwächen und Stärken Auskunft zu geben. Deshalb solltest du dir im Vorhinein Gedanken dazu machen. Leg dir eine Liste an, wo du positive und negative Eigenschaften sammelst. Versuche dabei möglichst konkret zu werden und keine Floskeln einzubauen. Dass du verlässlich, freundlich und aufgeschlossen bist, ist zwar toll, wird deine:n potenzielle:n Arbeitgeber:in aber langweilen. Beziehe dich stattdessen auf Statistiken zu deiner Performance, Beurteilungen, die du schon bekommen hast oder Stärken, die dich von anderen abheben.

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Mach dir vor dem Bewerbungsgespräch schon Gedanken über deine Schwächen und Stärken. Foto: shutterstock/ Undrey / shutterstock/ Undrey

2. Schwächen nicht als solche aussehen lassen

Schwächen machen dich nicht zu einem/einer schlechteren Arbeitnehmer:in. Sie können Lernaufgaben sein und dich wachsen lassen. Sag deshalb nicht, dass du keine Schwächen hast (das ist nicht wahr und kommt unsympathisch rüber). Sprich transparent darüber und liefere direkt einen Lösungsvorschlag mit. So kannst du zum Beispiel sagen „Ich konnte bisher nicht gut mit Kritik umgehen. Da ich das weiß, fordere ich aber immer öfter Feedback ein und versuche daraus zu lernen.“ So sieht dein:e Arbeitgeber:in, dass du bemüht bist und dich mit deinen Schwächen auseinandersetzt.

3. Frei & spannend über dich selbst berichten

Manchmal fragen Arbeitgeber:innen nicht konkret nach deinen Stärken und Schwächen, sondern wollen, dass du dich selbst vorstellst. Auch in diesem Fall ist es gut, wenn du vorbereitet bist. Lustige Anekdoten, ein plausibler Aufbau deiner Vorstellung und viele wertvolle Informationen, die für deinen Job relevant sind, sind Goldwert. Im Prinzip geht es darum, dich von anderen Bewerber:innen abzuheben und in Erinnerung zu bleiben. Das klappt eben nicht mit einer 0815-Vorstellung.

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Am besten kommst du an, wenn du frei und spannend über dich selbst berichtest. Foto: IMAGO IMAGES: xGustavoxPozox

Sich selbst beschreiben als Stärke nutzen

Im Prinzip gibt es keinen Grund, warum du vor einer Vorstellungsrunde Angst haben müsstest. Im Gegenteil: Sich selbst zu beschreiben, ist eine der einfachsten Übungen, wenn du es nur häufig genug geübt hast und dir über deinen Wert bewusst bist. Es ist viel schwieriger alles Fakten und Informationen über ein Unternehmen zu wissen, als glaubhaft zu vermitteln, wer du bist!

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