Noch immer lassen sich Familie und Karriere für viele nur schlecht vereinen. Das liegt unter anderen an dem komplizierten Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeit nach der Elternzeit. Wir möchten dir helfen, deinen Weg zurück zu deinem Traumberuf oder deinem liebsten Arbeitgeber zu finden mit unseren Bewerbungstipps für Muttis.

Bewerben nach der Elternzeit: Wann geht es wieder los?

Dir stehen bis zu 24 Monate bezahlte Elternzeit zu. In dieser Zeit bekommst du Elterngeld oder Elterngeld Plus. Das ist allerdings bei weitem nicht so viel wie du verdienen würdest, wenn du die Elternzeit verkürzt. Trotzdem ist es wichtig, sich viel Zeit für das Neugeboerene zu nehmen. Rechne am besten erst einmal mit deinem Partner durch, wie lange ihr es dir leisten könnt in der Elternzeit nicht zu arbeiten.

Wenn ihr beide eure Elternzeit abwechselnd nehmt, ist das schon eine ganze Weile. Eine andere Möglichkeit ist natürlich auch eine Arbeitspause einzulegen.

Frau sitzt vor einem Laptop mit Baby daneben
Nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben einsteigen? Mit diesen Tipps zur perfekten Bewerbung!

Bewerben nach der Elternzeit: Mütter haben es schwerer

Wenn du dich für die zweite Methode entschieden hast und erst mal eine Berufspause eingelegt hast, ist der größte Schritt an ein Bewerbungsgespräch zu kommen. Denn Frauen mit Kindern werden seltener eingeladen. Das fand eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Soziales. 

Sie hatten exakt die gleichen Lebensläufe an verschiedene Firmen in der gleichen Branche verschickt mit männlichen und weiblichen Kandidaten, mit und ohne Kind. Während Männer nicht unter den Kindern „leiden“, mussten Frauen ein Drittel mehr Bewerbungen schreiben, um genauso oft eingeladen zu werden wie Frauen ohne Kinder.

1. Kinder erwähnen oder auch nicht

Deshalb ist der Schritt zurück ins Berufsleben nach der Elternzeit für viele junge Frauen nach der Elternzeit schwierig. Du bist nicht dazu verpflichtet deine Kinder im Lebenslauf zu erwähnen, aber du solltest eine Antwort auf die Frage haben, was du in der Auszeit gemacht hast.

Wenn du sie parallel genutzt hast, für eine Fortbildung, ist das zum Beispiel eine gute Erklärung. Wenn du deine Elternzeit für Fortbildungen genutzt hast, solltest du das erwähnen. Das zeugt von gutem Zeitmanagement und sichert dir Pluspunkte.

2. Ein Deckblatt ist ein Muss!

Auch wenn das Deckblatt nicht zu den Pflichtbestandteilen einer schriftlichen Bewerbung zählt, solltest du unbedingt eines erstellen. Du kannst dein sympathisches Bewerbungsfoto zur Geltung bringen und schaffst gleichzeitig einen Wiedererkennungswert bei den Personalentscheidern.

Händeschütteln
Höfliche Umgangsformen sind sehr wichtig im neuen Job.

3. Mit Expertise glänzen

Fokussiere dich im Anschreiben deiner Bewerbung auf deine Hard und Soft Skills, die tatsächlich für die Stelle wichtig sind. Im Gegensatz zu deinem Lebenslauf sollte deine Elternzeit in deinem Bewerbungsanschreiben keine Rolle spielen. Du solltest außerdem nicht darüber schreiben, ob du glücklich oder unglücklich in deinem vorigen Job warst. Im Anschreiben geht es darum, deine Qualifikation und Eignung für deine Wunschstelle überzeugend darzulegen.

4. Übereinstimmungen finden

Versuche die Gemeinsamkeiten zwischen dir und der Stellenbeschreibung herauszuarbeiten und zu verdeutlichen und nenne Errungenschaften, die darauf hindeuten, dass du für die Stelle geeignet bist.

5. Elternzeit ausschöpfen

Wenn du die Elternzeit gern nennen möchtest, dann kannst du sie auch ausnützen udn zum Beispiel Tätigkeiten aufzählen, die dich gestärkt haben. Hast du eine Gruppe geführt, bist die Vorstand im Elternrat oder organisierst du viele Feste mit? Das kann in manchen Jobs wichtig sein. 

Wenn du unsere Tipps und Tricks anwendest, schaffst du es sicher, dich zu bewerben und nach der Elternzeit zu arbeiten. Dein Traumjob wartet schon auf dich! Um wieder ins Arbeitsleben einzusteigen, kann du aber auch erst einmal im Home Office arbeiten. Wir wünschen dir viel Erfolg! Wenn so weit ist, dann haben wir auch die 8 besten Tipps, wie du den ersten Tag im neuen Job überlebst für dich!

Orginaltext: Till Voges