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Bei dieser Außentemperatur solltest du die Heizung unbedingt einschalten

Angesichts der sinkenden Temperaturen stellen sich viele deutsche Haushalte die Frage, wann man eigentlich die Heizung aufdrehen sollen. Wir verraten es dir.

© Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Richtig Heizen: DAS solltest du wissen!

Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind nicht nur entscheidend für unser Wohlbefinden zu Hause. Richtiges Heizen hilft auch, Schimmel zu vermeiden und Energie zu sparen.

Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: Die Temperaturen sinken deutlich. Dies macht sich schon deutlich in unseren eigenen vier Wänden bemerkbar. Doch angesichts der immer noch hohen Energiekosten zögern viele, die Heizung einzuschalten, und greifen stattdessen lieber zu wärmerer Kleidung. Doch ab welcher Außentemperatur sollte man die Heizung eigentlich aufdrehen? Wir liefern die Antwort.

Dann beginnt die Heizperiode 2023

Eines vorab: Es existiert keine feste und gesetzlich verankerte Heizperiode. Der Berliner Mieterverband informiert jedoch auf seiner Website, dass in Deutschland die Zeit von Anfang Oktober bis Ende April als Heizperiode betrachtet wird. Einige Mietverträge können auch andere Zeiträume festlegen, wie zum Beispiel vom 15. September bis zum 15. Mai.

Dennoch bleibt es jedem Einzelnen überlassen, wann die Heizung tatsächlich ausgeschaltet wird. Insbesondere angesichts der hohen Energiepreise neigen viele Menschen in Deutschland dazu, den Beginn der Heizperiode so lange wie möglich hinauszuzögern, um Geld zu sparen. Natürlich, sofern die Außentemperaturen dies zulassen. Allerdings wird es im Winter wohl kaum ohne Heizen auskommen. Denn bei einer bestimmten Außentemperatur wird es nicht nur gesundheitsschädlich kalt, sondern es können auch Schäden an den Gebäudestrukturen auftreten.

Bei dieser Außentemperatur sollte man die Heizung aufdrehen

Die Frage, ab welcher Außentemperatur die Heizung eingeschaltet werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es existiert jedoch eine Vielzahl von Anhaltspunkten, die als Richtlinien dienen können. Ein entscheidender Faktor in diesem Zusammenhang ist das Alter des Gebäudes. In älteren, weniger gut isolierten Gebäuden empfiehlt es sich, die Heizung bereits bei moderaten Temperaturen in Betrieb zu nehmen, um die Wärme in den Räumlichkeiten zu erhalten. 

Personen, die in gut isolierten Wohnungen leben, haben den Vorteil, das Einschalten der Heizung etwas länger hinauszögern zu können. Gemäß den Informationen auf der Website heizung.de werden die folgenden Außentemperaturen als Richtwerte für das Heizen angesehen:

Baujahr / Gebäudetyp> Baujahr / GebäudetypAußentemperatur> Außentemperatur
Vor 197715 bis 17 Grad Celsius
1977 – 199514 bis 16 Grad Celsius
nach 1995 (Bau nach WSchV oder EnEV)12 bis 15 Grad Celsius
Niedrigenergiehaus11 bis 14 Grad Celsius
Passivhaus9 bis 11 Grad Celsius

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Raumtemperatur ist ein weiterer Indikator

Die Vorliebe für die perfekte Raumtemperatur ist von Person zu Person unterschiedlich. So dreht jemand, der schnell friert schneller die Heizung auf, als jemand, dem ständig warm ist. Letztere sollten die Heizung dennoch anstellen, wenn die Raumtemperatur unter 20 Grad Celsius fällt.

Hinweis: In Mehrfamilienhäusern wird die Wärme oft von den benachbarten Wohnungen übertragen. Wenn deine Nachbarn beispielsweise frühzeitig mit dem Heizen beginnen, könnte es sein, dass du trotz niedriger Außentemperaturen noch etwas länger warten kannst, um Heizkosten zu sparen.

Das passiert, wenn man nicht heizt

Wenn du in diesem Winter die Heizung lieber auslassen möchtest, solltest du dir dies gut überlegen. Denn die fehlende Wärme in der Wohnung kann unter Umständen zu Schimmelbildung führen. Was viele nicht wissen: Wenn sich ein Raum stark abkühlt, kondensiert das in der Luft enthaltene Wasser. Dabei gilt: Je kälter die Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Diese Feuchtigkeit setzt sich dann an den kühlsten Stellen im Raum ab und begünstigt die Bildung von Schimmel. Und wir wissen alle: Schimmelpilze in der Wohnung können die Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Es ist nicht nur aus Gründen deiner eigenen Gesundheit ratsam, die Heizung während der kalten Jahreszeit nicht vollständig auszuschalten. Es gibt auch noch andere Umstände, die fürs heizen sprechen. So kann zum Beispiel das Fehlen von Heizungswärme kann unter Umständen den Rohren Schaden zufügen.

Wenn das Haus oder die Wohnung über längere Zeit nicht beheizt wird und die Außentemperaturen sehr niedrig sind, kann es passieren, dass das Wasser in den Leitungen einfriert. Die Konsequent: Im schlimmsten Fall platzt das Rohr und ein Wasserschaden ist die Folge. Sollte dies eintreten, solltest du auf keinen Fall versuchen, das Problem selbst zu lösen, sondern unbedingt einen Fachmann kontaktieren.