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7 Steuerfehler, die das Finanzamt liebt – machst du sie auch?

Steuererklärungen sind nervig, aber notwendig. Damit es am Ende nicht unerwartet teuer für dich wird, solltest du folgende Punkte beachten.

Frau füllt Steuererklärung aus.
© Getty Images/seksan Mongkhonkhamsao

Diese Fehler solltest du bei der Steuererklärung nicht machen

Die Steuererklärung richtig zu machen, ist gar nicht so einfach. Wir zeigen dir, mit welchen Tipps und Tricks du richtig Geld sparen kannst.

Steuern sind eine grundlegende Säule unserer finanziellen Verpflichtungen und haben erheblichen Einfluss auf das Wohlstandsniveau eines Landes. Das Ausfüllen der Steuererklärung kann jedoch zeitaufwändig und komplex sein, wobei Fehler hohe Kosten verursachen können. In diesem Artikel betrachten wir die fünf häufigsten Fehler, die bei der Steuererklärung finanzielle Folgen haben können.

Steuererklärung
Strukturiert das Steuerjahr beginnen erleichtert einem viel am Ende eines Steuerjahres.

1. Keine Organisation während des Steuerjahres

Der erste Fehler besteht darin, keine ordnungsgemäßen Aufzeichnungen zu führen. Ordnungsgemäße Aufzeichnungen sind für eine korrekte Steuererklärung von entscheidender Bedeutung. Ohne ordnungsgemäße Aufzeichnungen entgehen dir leicht Abzüge und Gutschriften, auf die du Anspruch hast. Außerdem ist es schwierig, bei einer Steuerprüfung die Ausgaben und Einnahmen nachzuweisen. Falls du keine ordnungsgemäßen Aufzeichnungen hast, ist es ratsam, diese ab dem laufenden Jahr zu führen.

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Homeoffice von der Steuer absetzen. Foto: Getty Images / Willie B. Thomas

2. Arbeitszimmer nicht richtig in der Steuererklärung absetzen

Um viel Geld geht es zum Beispiel beim richtigen Absetzen des Arbeitszimmers. Wer kein extra Zimmer fürs Homeoffice hat, kann im Steuerjahr 2022 über die Homeoffice-Pauschale nur bis zu 600 Euro absetzen (120 Homeoffice-Tage x 5 Euro). Wer ein eigenes Arbeitszimmer hat und dieses gelegentlich nutzt (und in dieser Zeit keinen anderen Arbeitsplatz zur Verfügung hat), kann tatsächliche Kosten bis zu 1250 Euro absetzen.

Und wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit darstellt, kann man sogar unbegrenzt Kosten absetzen. Im Extremfall können das mehrere Tausend Euro sein. Denn selbst eine teure Hausdachsanierung ließe sich anteilig absetzen.

3. Nicht alle zulässigen Ausgaben absetzen

Der dritte Fehler ist, dass Sie nicht alle zulässigen Ausgaben absetzen. Abzüge tragen dazu bei, dein zu versteuerndes Einkommen zu verringern, was wiederum deine Steuerschuld verringert. Viele Menschen vernachlässigen zulässige Abzüge, z. B. Spenden für wohltätige Zwecke, Geschäftsausgaben, Krankheitskosten und Ausbildungskosten. Es ist wichtig, alle abzugsfähigen Ausgaben im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass du sie in deiner Steuererklärung geltend machst.

Steuererklärung
Du überlegst keine Steuererklärung zu machen? Grooooooßer Fehler! Foto: Damir Khabirov/ Getty Images Pro via Canva.com

4. Keine Steuererklärung abgeben

Der vierte und wahrscheinlich schlimmste Fehler ist die verspätete oder gar keine Abgabe der Steuererklärung. Wenn du deine Steuererklärung verspätet oder gar nicht einreichst, kann das zu Strafen und Zinsen führen. Außerdem kann es zu einer Steuerprüfung kommen, was ein stressiges und zeitraubendes Verfahren ist. Es ist wichtig, dass du deine Steuern pünktlich einreichst, auch wenn du nicht den gesamten geschuldeten Betrag zahlen kannst. Du kannst immer einen Zahlungsplan mit dem Finanzamt oder deiner Steuerbehörde aushandeln.

5. Krankenkassenbeiträge der Kinder nicht absetzen

Auch für den Fall, dass der erwachsene Nachwuchs schon als Azubi Geld verdient, kann es lohnen, die Sozialversicherungsbeiträge des Kindes in der Steuererklärung der Eltern abzusetzen. Zwar können Azubis Beiträge für Renten-, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auch bei sich absetzen, in der Steuererklärung des Kindes wirken sich die Kosten wegen der geringen Einkünfte oft aber überhaupt nicht aus. Die Eltern hingegen können durch das Absetzen der Kosten ihre Steuerlast senken.

Frau essen Salat Restaurant
Du isst während der Arbeitszeit meistens auswärts? Dann solltest du das wissen. Foto: Getty Images/ Yagi Studio

6. Verpflegungspauschale nicht kassieren

Arbeitnehmer:innen, die für die Arbeit mindestens acht Stunden am Tag abseits ihres eigentlichen Betriebes unterwegs sind, zum Beispiel beim Kunden, können in der Steuererklärung Verpflegungspauschalen ansetzen. Für mehr als acht Stunden Abwesenheit inklusive An- und Abfahrt sowie Mittagspause gibt es 14 Euro. Das senkt deine Steuerlast eventuell um mehrere Hundert Euro.

7. Keine professionelle Hilfe suchen

Der letzte Fehler ist, keine professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Steuergesetze sind komplex und ändern sich ständig. Bei der Steuererklärung kann man leicht Fehler machen, und diese Fehler können teuer werden. Die Inanspruchnahme professioneller Hilfe, z. B. eines Steuerberaters oder Steueranwalts, kann dazu beitragen, dass du deine Steuern korrekt einreichst und kostspielige Fehler vermeidest.

Steuererklärung: Verpasse nicht die Möglichkeiten, die es gibt

Steuern sind zwar nervig, aber ein wichtiger Teil unseres finanziellen Lebens. Die Steuererklärung kann ein komplexer Prozess sein, und Fehler können teuer werden. Um kostspielige Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, die oben genannten Punkte zu beachten. Wenn du diese Richtlinien befolgst, kannst du sicherstellen, dass du deine Steuern korrekt einreichst und unnötige Strafen und Zinsen vermeidest.

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