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Diese 4 Irrtümer übers Girokonto solltest du nicht glauben

Hierzulande besitzen die meisten ein sogenanntes Girokonto, das für Zahlungsein- und -ausgänge genutzt wird. Doch auch wenn viele eines besitzen, halten sich einige Irrtümer hartnäckig. Wir klären auf.

Frau hält Girokarte und Handy in der Hand.
© Getty Images/Marko Geber

Kostenloses Online-Konto eröffnen? Das sind deine Möglichkeiten

Wenn du ein neues Konto brauchst, kannst du dieses ganz leicht online eröffnen.Soll es kostenlos sein, solltest du allerdings so vorgehen...

Nahezu jeder erwachsene Bürger verfügt heutzutage über ein Konto, auf das regelmäßig Geld ein- und ausgeht. Das verwundert nicht, denn ein Girokonto ist für jeden, der am wirtschaftlichen Leben teilhaben möchte, absolut unverzichtbar. Schließlich erfolgen Gehaltszahlungen, Rentenüberweisungen und Unterhaltszahlungen in der Regel nicht mehr bar. Die deutschen Banken und Sparkassen verwalten insgesamt rund 105 Millionen solcher Konten. Trotz dieser hohen Verbreitung halten sich einige Mythen übers Girokonto hartnäckig. Wir klären mit den fünf populärsten Irrtümer rund ums Girokonto auf.

1. Irrtümer übers Girokonto: Es gibt keine kostenlosen Konten mehr

In Deutschland gibt es tatsächlich noch einige Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Die Gebührenfreiheit hängt jedoch vom gewählten Girokontenmodell ab. Bei einigen Konten können pro Überweisung Kosten von 0,02 bis 0,50 Euro anfallen. Daher ist ein solches Konto nur ratsam, wenn Sie monatlich nur wenige Überweisungen tätigen.

Wir haben noch eine gute Nachricht: Bei diesen kostenlosen Girokontoen fallen keine versteckten Gebühren an.

2. Sechs Wochen lang kann eine Überweisung storniert werden

Anders als beim Lastschriftverfahren ist es nicht möglich, den Fehler bei einer Überweisung zu korrigieren. Wenn sich ein Fehler einschleicht, beispielsweise eine falsche Kontonummer des Empfängers oder der Empfängerin, bleibt dir nur die Hoffnung auf Unterstützung deiner Bank. Im besten Fall kann diese nämlich die Bank des falschen Empfängers bzw. der falschen Empfängerin Kontakt aufnehmen und das Geld zurücküberweisen, jedoch besteht keine Garantie für diese Vorgehensweise.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Dank neuester Sicherheitstechnik sind solche Fehler heutzutage selten geworden. Wenn du beispielsweise beim Online-Banking eine falsche IBAN eingeben, kann die Nummer in der Regel keinem Konto zugeordnet werden. Es wird eine Fehlermeldung angezeigt, und Sie haben die Möglichkeit, die Nummer zu korrigieren. Nur in einigen Fällen könnte die falsche Kontonummer einer anderen Kundin oder einem anderen Kunden gehören. In solchen Fällen solltest du wie zuvor beschrieben Kontakt mit deiner Bank aufnehmen.

3. Dispo oder Überziehung ist eh dasselbe

Das ist nicht korrekt. Der Unterschied zwischen einem Dispokredit und einer Überziehung liegt hauptsächlich in den Zinskosten, die der Kontoinhaber bzw. die Kontoinhaberin für die Nutzung des Kreditrahmens zahlen muss, berichtet check24.de. Ein Dispokredit ist ein genehmigter Kreditrahmen bei der Bank. Wenn das Bankkonto über den Dispo hinaus überzogen wird oder der genehmigte Kreditrahmen überschritten wird, spricht man von einer ungenehmigten oder geduldeten Überziehung. Dabei fallen Überziehungszinsen an, die in der Regel noch höher sind als die Dispozinsen.

Irrtümer übers Girokonto: Nur am Automaten der eigenen Bank erhält man kostenlos Bargeld

Die Annahme, dass man Bargeld ausschließlich kostenfrei am Automaten der eigenen Bank erhalten kann, ist nicht korrekt. Tatsächlich bieten auch andere Geldautomaten gebührenfreie Bargeldabhebungen an. Es empfiehlt sich, bei der eigenen Bank oder dem Kreditinstitut nachzufragen, um Informationen über mögliche Gebühren und kostenfreie Optionen für Bargeldabhebungen zu erhalten.

Quellen: check24.de und ovb-heimatzeitungen.de