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Darum solltest du nicht vor 7 Uhr morgens mit der Arbeit beginnen

Fängst du deinen Arbeitstag um 6 Uhr morgens an? Hier erfährst du, warum das im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein kann.

Wann fängst du deinen Arbeitstag an? Foto: Thomas Barwick via Getty

Unsere Arbeitszeiten haben natürlich eine Auswirkung auf unseren Schlafrhythmus und unsere Gesundheit. Das trifft natürlich vor allem auf Menschen zu, die entweder Nacht- oder Frühschichten arbeiten. Wir haben uns mal angeschaut, warum der Arbeitstag im Idealfall nicht vor 7 Uhr morgens beginnen sollte.

Darum sollte dein Arbeitstag frühestens um 7 Uhr beginnen

Der Schlaf ist für jeden Prozess in unserem Körper von wesentlicher Bedeutung. Er beeinflusst unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit am nächsten Tag, unsere Fähigkeit, Krankheiten zu bekämpfen und Immunität zu entwickeln, sowie unseren Stoffwechsel und das Risiko chronischer Krankheiten. Schlaf ist also interdisziplinär, denn er berührt jeden Aspekt der Gesundheit.

Dass sich die Nachtschicht negativ auf unseren Schlafrhythmus auswirkt, ist keine Überraschung. So hat das Arbeitsportal Arbeitszeit Klug Gestalten zudem behauptet, dass ein früher Arbeitsstart auch erst ab 7 Uhr morgens anfangen soll. Dies wird mit den folgenden Argumenten belegt, dass Menschen, die regelmäßig um 6 Uhr mit der Arbeit beginnen nicht selten schon zwischen 4 und 5 Uhr aufstehen, um in die Arbeit zu fahren. Das ist insofern gefährlich, da Menschen in der Frühschicht meistens nicht früher schlafen gehen und somit unter Schlafmangel leiden. Dies kann das Fehler- und Unfallrisiko auf dem Weg zur Arbeit erhöhen.

Um welcher Uhrzeit sind unsere kognitive Fähigkeiten am höchsten?

Je früher, desto besser, oder? Das ist ein Argument, dem gerade die meisten Arbeitgeber:innen viel Glauben schenken. Laut den Forschungen von Dr. Paul Kelley, einem klinischen Forschungsmitarbeiter am Sleep and Circadian Neuroscience Institute der Universität Oxford, Jonathan Kelley und M.D.R. Evans ist die beste Zeit für den Arbeitsbeginn allerdings später als man denkt. Die Wissenschaftler:innen haben belegt, dass unsere kognitiven Fähigkeiten um 10 Uhr morgens am besten sind.

Um 10 Uhr morgens ist die Körpertemperatur nämlich wärmer und man ist wacher, als wenn man mit dem Arbeitstag um 8 oder 9 Uhr angefangen hat. Dein Gehirn und Körper arbeiten optimal, sodass es viel unwahrscheinlicher ist, dass man aufgrund von Müdigkeit einen Fehler macht. Es ist also die ideale Zeit, um die Aufgaben anzugehen, die die meiste Konzentration und Gehirnleistung erfordern.

Dr. Paul Kelley hat in einem Vortrag für das British Science Festival 2015 erklärt, dass spätere Morgenstunden besser mit unserem natürlichen zirkadianen Rhythmus übereinstimmen. Wenn man im Einklang mit der inneren Uhr des Körpers schläft und aufwacht, bekämpft man Schlafmangel, steigert die kognitive Leistung und erhöht die Produktivität.