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3 Dinge, die du wissen musst, bevor du deine Arbeit kündigst 

Den Job einfach so kündigen? Vorher solltest du dir über einige Dinge Gedanken machen, denn ein Jobwechsel bedarf Überlegung.

Frau am Handy
Ein Jobwechsel kann eine gute Alternative sein. Foto: Pexels / Marcus Aurelius

Lange Arbeitszeiten, unerträgliche Kollegen, der lange Arbeitsweg – es gibt eine Million Gründe, warum du darüber nachdenken könntest, deine Arbeit zu kündigen. Wenn du aktuelle einen Karrierewechsel überdenkst, bist du damit tatsächlich nicht allein. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht der MCKinsey Company zufolge denken etwa 40 Prozent der weltweiten Arbeitnehmerschaft darüber nach, ihre derzeitige Position in den nächsten drei bis fünf Monaten aufzugeben, das sind zwei von fünf Arbeitnehmern.  

Doch es gibt einige Dinge, die du vor deinem Jobwechsel überdenken und auf keinen Fall außer Acht lassen solltest. 

Diese 3 Dinge, solltest du vor deiner Kündigung beachten 

Eine Kündigung macht man nicht mal einfach so. Wahrscheinlich hast du dir schon viele Gedanken zu Alternativen gemacht und dich nach anderen Jobs umgeschaut. Trotzdem solltest du diese Dinge unbedingt beachten, wenn du vorhast deinen Job zu wechseln. Die Recruitment-Expertin Gillian Williams hat gegenüber dem Magazin Well+Good drei Dinge genannt, die es zu beachten gilt. 

Frau auf der Arbeit
Vor der Kündigung, solltest du dir einige Gedanken machen. Foto: Pexels / Helena Lopes

1. Der aktuelle Jobmarkt  

„Der Arbeitsmarkt befindet sich derzeit in einer wirklich interessanten Phase“, sagt Williams, „und die derzeitige Wirtschaftslage ist sehr unsicher.“ Seit der Pandemie habe sich vieles verändert. Bei der Suche nach deiner nächsten Stelle rät Williams, nach Möglichkeiten zu suchen, die über die bereits auf Jobplattformen veröffentlichten hinausgehen. Online-Stellenvermittlungen sind zwar wertvoll, aber viele Stellen, die für dich gut geeignet sein könnten, werden dort nicht veröffentlicht. 

Verlassen dich demnach nicht auf eine bestimmte Vorgehensweise bei der Jobsuche. Nutze auch dein Netzwerk oder die Familie, manchmal tun sich dort Möglichkeiten auf. 

2. Der Rekrutierungsprozess  

Auch wenn du dein Kündigungsschreiben am liebsten sofort abschicken willst, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du möglicherweise noch lange in einem Bewerbungprozess steckst, bevor du eine Stelle bekommst.

„Wir sehen viele verlängerte Fristen für Einstellungsverfahren„, sagt Williams über das derzeitige Klima. 

Ein längerer Einstellungsprozess bedeutet demnach auch eine längere Wartezeit auf die nächste Gehaltszahlung. Deshalb solltest du in Erwägung ziehen, noch etwas länger deinen jetzigen Job zu behalten, um finanziell abgesichert zu sein.

Frau im Büro
Bewerbungsprozesse können manchmal sehr lange dauern. Foto: Pexels / Anna Nekrashevich

3. Die Konkurrenz 

Solltest du auf Jobplattformen einen Job suchen ist dir vielleicht aufgefallen, dass die Zahl der Bewerber:innen für eine Stelle in die Hunderte geht.

Um sich von den Mitbewerber:innen abzuheben, solltest du laut Williams mit den Grundlagen beginnen: einem guten Lebenslauf, einem Anschreiben, das dein Interesse an dem Unternehmen zum Ausdruck bringt, und Referenzen, die deine Arbeitsmoral und Ihre Werte bestätigen können. 

Williams rät, sich auf Jobplattformen professionell zu verhalten: Du solltest es nicht übertreiben, wenn du mit Personaler:innen in Kontakt kommst. Bei so vielen Bewerber:innen, die sich um dieselbe Stelle bemühen, kann zu viel Enthusiasmus den zukünftigen Arbeitgeber abschrecken. 

„Ein Kunde von uns hat jemanden abgelehnt, weil er ihm diese lange dreiseitige Notiz geschickt hat, warum er an der Stelle interessiert ist“, sagt Williams. 

Fazit: Nichts überstürzen

Wenn du in deinem Job unglücklich bist, kann es nicht schaden, sich nach etwas Neuem umzusehen. Jedoch solltest du niemals eine überstürzte Entscheidung treffen, sondern dich eher parallel nach neuen Möglichkeiten umsehen und die Lage einschätzen.