Die 10 gefährlichsten Länder für Frauen

Hier sind Frauenrechte ein Fremdwort

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Trotz eines globalen Trends zu mehr Gleichberechtigung, gibt es Länder auf der Welt, wo die Zeit stehenzubleiben scheint.  Wir stellen alle Länder vor, in denen Frauen in ihren Rechten, Jobchancen und politischer Teilhabe so benachteiligt sind, wie nirgends sonst.

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Wo Frauen besonders schlecht gestellt sind

Dieses erste Land in der Liste dürfte viele Leser:innen überraschen. Trotz der liberalen Gesellschaft ist besonders das Rechtssystem ein Hindernis für Frauen. Ein gutes Beispiel sind die Entscheidungen des obersten Gerichtshofs im Jahr 2022. So wurde u. a. das Abtreibungsrecht revidiert. Damit sind in 12 Bundesstaaten Abtreibungen ohne Ausnahme verboten, selbst bei Inzest oder Vergewaltigungen.

10. USA

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Rund 10 Prozent aller Tode von Müttern bei der Geburt stammen aus Nigeria. Ursache ist eine hohe Geburtenrate (7 Mio. jährlich), gepaart mit einem unzuverlässigen Gesundheitssystem und geringer Geburtenregistrierung. Das Leben von Frauen wird erschwert durch ausgeprägte patriarchale Strukturen. So brechen Mädchen deutlich öfter die Schule ab. Dazu erlebten 60 Prozent der Mädchen unter 18 Jahren Gewalt.

9. Nigeria

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8. Jemen

Jemen war für 13 Jahre auf Platz 1 des Global Gender Gap-Index des Weltwirtschaftsforums. Nicht ohne Grund: Neben wirtschaftlicher Benachteiligung wird Frauen vor Gericht kaum Recht zugesprochen. Sie werden Männern in den traditionellen gesellschaftlichen Normen untergeordnet und sind fast wehrlos bei Misshandlung und Gewalt.

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Drei Bürgerkriege von 1996 bis 2009 hinterließen nicht nur die zweitärmste Gesellschaft der Welt, sondern eine ganze Generation an Frauen, die sexuellen Missbrauch erlebten ohne Schutz vom Staat.

7. Demokratische Republik Kongo

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2007 waren 39 Prozent der Frauen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Einer der Gründe, warum Frauen zu 22 % öfter Analphabet:innen sind. Nur 7,2 % der Amtsträger:innen sind Frauen.

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1.000 Frauen sterben jedes Jahr durch sogenannte "Ehrenmorde" in Pakistan. Aufgrund der traditionellen Strukturen wird hierbei ein Familienmitglied Ziel eines Mordes, da er oder sie den Ruf der Familie geschädigt hat. In den meisten Fällen sind die Täter männlich. Diesen Tatbestand gibt es in kaum einem Land so oft wie in Pakistan.

6. Pakistan

Für Frauen war es bis 2018 verboten, in Saudi-Arabien einen Führerschein zu erhalten. Auch nach Ende des Verbots, findet Diskriminierung immer noch wirtschaftlich, sozial und politisch statt. Beispielweise müssen Frauen weiterhin um Erlaubnis eines Vormundes erbitten, um zur Schule oder Universität zu gehen. 22,6 % der Frauen sind arbeitslos und nur 6,8 % in Führungspositionen.

5. Saudi-Arabien

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Seit Jahrzehnten treten in Somalia innere Unruhen, Bürgerkriege und Konflikte auf. Ein Drittel der Bevölkerung benötigt humanitäre Unterstützung. Frauen sind von Gewalt und Not besonders betroffen. 99,2 Prozent der Mädchen und Frauen wurden beschnitten, was teils langfristige psysische Probleme verursacht. Nur 0,5 Prozent der somalischen Richter:innen sind Frauen.

4. Somalia

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Der syrische Bürgerkrieg führt - wie viele Kriege - zu einer besonderen Gefährdung von Frauen. Rund 500.000 schwangere Frauen sind durch den Bürgerkrieg auf humanitäre Hilfe angewiesen. 70.000 Schwangere sind auf der Flucht. 18,4 % aller Erwerbstätigen sind Frauen. Es gibt nur 8 Länder weltweit, wo weniger Frauen berufstätig sind.

3. Syrien

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2. Afghanistan

Mit dem Rückzug ausländischer Streitkräfte und der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 hat sich die Situation für Frauen in Afghanistan drastisch verschlechtert. Afghanistan ist das einzige Land der Welt, in dem Mädchen nicht die Oberschule besuchen dürfen. Des Weiteren dürfen Frauen nur Zuhause arbeiten (daher meist nicht berufstätig), mit wenigen Ausnahmen. Dazu muss das Gesicht in der Öffentlichkeit ständig verdeckt werden.

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1. Indien

- Mädchen haben eine 61 % höhere Sterberate bei der Geburt als Jungen -  Ein Drittel der Mädchen gehen nicht zur Schule.  - Auf dem Land sind 46 % der Mädchen Analphabetinnen. Zwar war Pratibha Patil im Jahr 2007 die erste Frau, die Präsidentin wurde. Doch hat sich seit 2005 die weibliche Beschäftigungsquote von 26 % auf 20 % verschlechtert.  

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