Es gibt unzählige Sexstellungen, die einen phänomenalen Orgasmus versprechen – wie die Sex-Brezel oder der Waffenstillstand. Dabei verdienen gängige Sexstellungen wie die Missionarsstellung deutlich mehr Aufmerksamkeit. Bereits eine kleine Veränderung kann die Intensität steigern und für ausreichend Abwechslung sorgen. 

Innerhalb unserer Reihe der wmn sexperience habe ich die kleinen Variationen getestet und bin von dem Ergebnis begeistert – besonders die Wiener Auster hat es mir angetan.Dennoch finde ich auch: Auf Dauer darf es auch ruhig mehr Abwechslung sein.

Wiener Auster: Die intensivere Missionarsstellung

An was denkst du als Erstes, wenn du an die Missionarsstellung denkst? Vermutlich nicht an den aufregendsten Sex, den du jemals hattest – es sei denn, er fand an einem besonderen Ort oder im perfekten Moment statt.

Studie zufolge ist die Missionarsstellung dennoch nach wie vor auf Platz 1 der beliebtesten Stellungen. Und das, obwohl du dabei vermutlich häufig eher eine passive Rolle einnimmst und deinem Partner die aktive überlässt. Solange du jedoch nicht den klassischen Seestern machst, sorgt sie fast immer für einen atemberaubenden Orgasmus.

Besonders abwechslungsreich ist sie jedoch nicht. Daher kommen hier ein paar vielversprechende Kniffe, die euch dabei helfen werden, das gemeinsame Liebesspiel noch mehr zu intensivieren. Ich schreibe hier aus meinen eigenen heterosexuellen Erfahrungen als Frau. Selbstverstädlich können aber auch queere Paare die Wiener Auster genießen.

Was unterscheidet die Wiener Auster von der Missionarsstellung?

Die Wiener Auster funktioniert ähnlich wie die Missionarsstellung, sorgt aber für ein noch intensiveres Erlebnis. Für die Sexstellung legst du dich auf den Rücken und dein Partner legt sich über dich – wie du es von der Missionarsstellung bereits kennst. Statt deine Beine jedoch abzulegen, winkelst du sie an und legst sie auf die Schultern deines Partners.

Mein Tipp: Für mich fühlt es sich noch intensiver an, wenn ich meine Beine hinter seinem Kopf zusätzlich verschränke.

Sex, Paar
Der Unterschied zwischen der Missionarsstellung und der Wiener Auster besteht darin, dass du deine Beine anwickelst – genau so viel, wie es sich für dich gut anfühlt.(Photo: oleg66/Gettyimages/oleg filipchuk)

Durch das Anwickeln der Beine kann er sich mit seinem ganzen Gewicht auf dich lehnen und tief in dich eindringen. Du wirst dabei schnell merken: Er hat die Kontrolle – und er genießt es, das Tempo und die Tiefe des Eindringens zu bestimmen.

Mir gefällt es besonders, den Blickkontakt dabei zu halten und durch innige Küsse dem Sex noch mehr Intensität zu verleihen. Er hat zwar die Kontrolle und ich weniger Einfluss auf das Tempo – dennoch ist ein Orgasmus bei dieser Stellung schon fast garantiert: Da das tiefe Eindringen für eine ganz besondere Stimulation sorgt. Ähnlich wie beim Slow Sex.

Wie bei jeder Sexstellung gilt: Je intensiver der Sex, desto leichter fällt es dir, dich fallen zu lassen.

Die Wiener Auster hat ein paar kleine Haken

Für mich ist die Wiener Auster nicht nur intensiver und abwechslungsreicher als die Missionarsstellung, sondern sie zeichnet sich auch durch ihre Orgasmusgarantie aus. Klingt alles perfekt? Nicht ganz. Denn die Wiener Auster hat auch ein paar kleine Haken: Sie erfordert ein wenig Gelenkigkeit.

Die Beine anzuwinkeln und eventuell auch hinter dem Kopf deines Partners zu verschränken kann tatsächlich etwas anstrengend sein. Und auch die Tiefe, mit der dein Partner in dich eindringt kann unangenehm werden. Denn ähnlich wie bei der Doggy-Sexstellung ist Tiefe nicht zwingend immer gut.

Da dies jedoch Geschmacksache ist, er die Tiefe regulieren kann und du die Sexstellung auch keine Stunden einnehmen musst – es sei denn, du möchtest – sollten diese kleinen Haken kein allzu großes Problem sein.

Der liegende Lotussitz Sex Stellung
Der liegende Lotussitz: Die Frau geht dabei in den Schneidersitz und er dringt von oben in sie ein.(Photo: wmn)

Alternativ gibt es eine kleine Light-Variante. Statt die Beine auf die Schultern deines Partners zu legen, kannst du sie ein wenig anwinkeln. So kann er tiefer in dich eindringen als bei der Missionarsstellung, aber du musst bei Weitem nicht so gelenkig sein.

So wird die Wiener Auster noch besser!

Die Wiener Auster ist bereits ein fester Bestandteil in deiner Sex-Routine? Dann kommen hier noch 3 weitere Tipps, um die Missionarsstellungsvariation etwas aufzupeppen.

Ich finde, bei dieser Stellung sind es die Feinheiten, die dennoch einen großen Effekt haben können. 

  • Mein Tipp: Lass ihn hören, dass es dir gefällt und schaue ihm dabei in die Augen. Damit meine ich nicht, dass du die ganze Nachbarschaft zusammen schreien sollst, aber ein paar verführerische Anweisungen werden dafür sorgen, dass der Sex noch besser wird.
  • Zusätzlich könnt ihr dein Becken durch ein Kissen oder die Hand deines Partners leicht anheben. Durch den gebeugten Rücken wird er noch besser in dich eindringen können.
  • Wenn du außerdem die Beine nicht anwinkeln möchtest, dann versuche deine Beine nicht zu öffnen, sondern das Gegenteil. So kannst du selbst die Geschwindigkeit ein stückweit kontrollieren.

Es wird Zeit für etwas ganz Neues? Dann schaue dir diese Kamasutrastellungen an.

Kamasutrastellungen im Überblick.

Die Wiener Auster gehört zu meinen absoluten Lieblingsstellungen

Die Wiener Auster sorgt immer wieder dafür, dass ich verdammt gute Orgasmen habe. Und ich genieße es meinem Partner dabei in die Augen zu blicken und mich fallen zu lassen. Er übernimmt dabei zwar die ganze Arbeit, jedoch genießt er es ebenso, das Tempo zu bestimmen und mich mit tiefen Stößen zum Orgasmus zu bringen.

  • Sportlichkeitslevel: Ein bisschen gelenkig solltest du schon sein. Falls nicht, dann solltet ihr die Light Variante unbedingt ausprobieren.
  • Intimität: Es fühlt sich an, als könnte er dir nicht näher sein. Die Blicke und das tiefe Eindringen werden euch ganz automatisch besonders nah zusammenbringen.
  • Orgasmus-Chance: Bei dieser Stellung musst du dir keine Sorgen machen, dass der Orgasmus ausbleiben könnte. Er wird kommen und er wird intensiver sein, als du ihn dir ausmalst.

Mein Fazit? Lediglich das Anwinkeln der Beine unterscheidet die Wiener Auster von der klassischen Missionarstellung. Und dennoch steigt die Intensität erheblich.