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Wenn eine Geschichte meinen Vibrator steuert: REMOTYCA in der wmn sexperience

Die neue REMOTYCA-Experience soll zwei Welten verbinden: Sexy Hörgeschichten und deinen Lieblingsvibrator. Unsere Autorin hat es ausprobiert. Wie es war, erfährst du hier.

frau in tanzender bewegung
Was passiert, wenn dein Earporn an deinen Virbrator gedockt ist? Wir haben es getestet mit den Satisfyer REMOTYCA-Geschichten. Foto: Eme Sofia [M]

App-gesteuerte Lovetoys kennen wir inzwischen alle, aber was ist, wenn eine Geschichte deinen Vibrator steuert? Auf diese Frage bekommst du heute eine Antwort, denn der Lovetoy-Hersteller Satisfyer hat sich mit der Erotica-Plattform Berlinable zusammen getan und eine einzigartige Experience geschaffen: REMOTYCA.

Das sind kurze und verdammt heiße Hörgeschichten, die sich mit den App-gesteuerten Toys von Satisfyer koppeln und so im Takt der Geschichte vibrieren. Wie sich das anfühlt und ob ich es so zum Big O geschafft habe, erfährst du hier.

Disclaimer: In der Rubrik wmn-testet bekommen unsere Autor:innen Produkte zum Testen zugeschickt. Alle Erfahrungsberichte sind aus erster Hand und entsprechen den Meinungen unserer Autor:innen. Die wmn-testet Artikel und die Meinungen werden nicht gesponsert oder bezahlt.

Wie sind die REMOTYCA-Geschichten entstanden?

Für diese außergewöhnliche Experience hat sich Satisfyer mit der Plattform Berlinable zusammen getan. Berlinable ist ein Anbieter für Indie-Erotica und hat viele E-Books, aber auch sexy Audiostories im Angebot. Zusammen haben sie einen weltweiten Kurzgeschichten-Wettbewerb im Frühjahr 2021 gestartet und die Gewinner:innen kann man in den REMOTYCA-Stories hautnah erleben.

Dabei sagt das Wort REMOTYCA schon perfekt, warum es wirklich geht: ferngesteuerte Erotik. Die Geschichten sind also auf Paare ausgelegt, die sich nicht sehen können und beinhalten alle ein Toy, welches ferngesteuert wird.

Die Audio-Eroticas sind alle zwischen sechs und dreizehn Minuten lang und erzählen kurze sexuelle Abenteuer zwischen Paaren und anderen Spielgefärt:innen. Die meisten Hörgeschichten sind auf Englisch (sieben auch auf Deutsch) und werden von unterschiedlichen Sprecher:innen verkörpert.

So funktioniert die REMOTYCA-Experience

Man kann die heißen Hörgeschichten allein oder auch mit dem oder der Partner:in Ausprobieren. Dafür braucht man einen Spotify-Account (kostenloser Account reicht), die Satisfyer-App (kostenlos) und ein app-gesteuertes Satisfyer-Toy. Ich habe für die Experience den Satisfy Rabbit-Vibrator Hot Lover zugeschickt bekommen.

Dann muss der Vibrator einmal mit der App verbunden werden und die Remote-App braucht Zugriff auf dein Spotify-Account und schon kann es losgehen. Bei mir hat alles reibungslos geklappt, also bin ich ready to go und unglaublich gespannt.

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Hier findest du eine Übersicht aller REMOTYCAS auf Spotify.

REMOTYCA in der wmn sexperience:

Ich habe also meinen Hot Lover mit der App verbunden und stöbere durch die REMOTYCA-Bibliothek in der Satisfyer-App. Was mir als Erstes auffällt: Nicht alle Geschichten, die ich schon auf Spotify gesehen habe, werden mir hier angezeigt. Vermutlich eignen sich nicht alle für das Rabbit-Toy welches ich benutze. Hören kann ich sie natürlich trotzdem, aber der Vibrator reagiert dann nicht darauf. Insgesamt elf REMOTYCAS stehen mir zur Verfügung.

Meine erste Erotica-Geschichte mit dem Satisfyer

Ich starte also meine erste heiße Geschichte The Bedroom Bootcamp und mache es mir im Bett bequem. Es gibt ein wenig Vorgeschichte: Denny hat seiner Freundin nicht erzählt, dass er für ein halbes Jahr versetzt wird. Er weiß das schon seit drei Monaten, aber hat es ihr nicht gesagt, weil er weiß, wie traurig sie sein wird. 20 Sekunden in der Story und direkt habe ich keine Lust mehr auf Denny. Wem würde es auch so gehen?

Ich höre natürlich weiter und seine Freundin Yanka reagiert ganz und gar nicht so, wie er es erwartet hat, sondern schmiedet einen Plan: das Bedroom Bootcamp. Hier sollen sie lernen, ohne einander fantastischen Sex zu haben, natürlich mithilfe von Satisfyern. Ungefähr in der Hälfte der Geschichte startet der sexy Teil und steigert sich in seinen Details bis zum Orgasmus der beiden.

Und dann ist es auch schon vorbei. Viel zu früh! Viereinhalb Minuten Sex (der Rest war Vorgeschichte) reichen mir leider nicht, wenn ich das Toy nicht komplett selbst steuere. Und dabei hat mich die Geschichte tatsächlich richtig heiß gemacht und auch die Vibrationen des Satisfyers fand ich richtig gut. Es muss also weitergehen.

Plötzlich sind alle gekommen, nur ich nicht…

Ich schalte die nächste REMOTYCA-Geschichte ein und kann mich direkt voll darauf einlassen. Auch hier geht es um ein Paar, aber dieses Mal ist eine dritte Person involviert. Allerdings ist auch hier der „Sex-Teil“ viel zu schnell vorbei. So geht es mir auch bei den nächsten drei Geschichten, die ich direkt danach höre. Immer, wenn ich denke, jetzt geht es los, sind die Geschichten zu Ende und alle plötzlich gekommen.

Nach der zweiten Geschichte, beschließe ich, den Vibrator selbst in die Hand zu nehmen und so gezielter zu arbeiten. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die einfach kommen und leider liege ich auch nach 45 Minuten fix und fertig, aber ohne Orgasmus im Bett. Der Satisfyer glüht (dank Wärmefunktion) und ich beschließe, ohne die REMOTYCAS zu kommen, was dann auch funktioniert.

Fazit: Was halte ich von REMOTYCA?

Tatsächlich finde ich die gesamte Idee einfach klasse und werde mir sicher noch einige Geschichten anhören (und das empfehle ich dir auch). Vielleicht bin ich nicht gekommen, dafür war die Qualität des Orgasmus danach und meine generelle Erregtheit absolut on point.

Wären die Geschichten doppelt so lang, hätte ich garantiert viele Happy Ends mit den Protagonist:innen zusammen erlebt. Und das ist für mich auch der größte Haken. Ein weiterer Punkt, der mich beim Hören etwas irritiert hat, war die schauspielerische Leistung der Sprecher:innen und die Soundqualität:

Ich habe in einem früheren Leben Hörbücher geschnitten und bei mir stellen sich bei ASMR, insbesondere Schnalz- und Schuckgeräuschen beim Sprechen alle Haare auf. Aber hier gibt es sicher auch viele Fans. Die Sprecher:innen selbst haben mich auch nicht so richtig überzeugt, sie haben die Geschichte zu wenig gefühlt. Das macht REMOTYCA mehr zu Erotica und weniger zu einem Porno, da ist aber noch Spielraum nach oben.

Was ich an der Experience liebe:

  • Viele verschiedene Personen, Kinks & Szenarien
  • Stories normalisieren den Gebrauch von Toys in Beziehungen
  • Die Geschichten sind sehr gute Inspiration für (Sex)Pärchen
  • Diverse Geschichten, Autor:innen & Sprecher:innen
  • Vibrationen passen extrem gut zur Geschichte (je nach Toy)

Was mich an der Experience gestört hat:

  • Für mich zu kurz & zu viel Vorgeschichte
  • Sprecher:innen zu unemotional
  • Sehr viel Geschnalze beim Sprechen (gewollte oder ungewollt ASMR)

Für wen eignen sich die vibrierenden Eroticas?

Würde ich die REMOTYCAS trotzdem weiterempfehlen? Ja unbedingt, wenn du mit Hörgeschichten etwas anfangen kannst, dann geh zu Spotify und schalte mal ein. Es ist kostenlos und wenn sie dir gefallen, kannst du dir einen passenden Satisfyer suchen. Ich werde auf jeden Fall alle Stories durchhören und mit meinem Partner zusammen ausprobieren.

Wenn du eher der visuelle Typ bist, dann ist diese (s)Experience vermutlich eher nichts für dich. Vielleicht probierst du dich dann einfach an diesen tollen Erotikseiten für Frauen. Oder lässt dich von unseren anderen sexperiences inspirieren. Hier testen wir verschiedenste Stellungen des Kamasutras durch und geben dir ehrliches Feedback. Mehr sexy Input gibt es außerdem im wmn Podcast Wein & Weiber:

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