Das denen Frauen beim Sex
Studie deckt auf: Warum Frauen beim Sex stöhnen. Foto: Shutterstock/Africa Studio/Collage wmn /

Beim Sex gedanklich mal abzuschweifen, kennen wir wohl alle. Laut einer Studie der University of Waterloo in Kanada, geht das 92 % der Probanden so – und dass völlig unabhängig vom Geschlecht. Woran die Herren und Damen während des Liebesspiels dachten, unterschied sich hingegen sehr. 

Während die Männer mittendrin eher über ihre Performance sinnierten („Stell ich mich gut an?“), waren die Frauen beim Sex eher mit ihrem Look beschäftigt („Sieht er meine Cellulite?“).

Das denken Frauen beim Sex wirklich

Wir wollten es aber etwas genauer wissen und haben eine eigene, wenn auch nicht repräsentative Umfrage durchgeführt. Von den uns befragten Frauen wollten wir wissen, welche gedanklichen Abschweifungen sie beim Sex haben. 

SPOILER: Die Gedanken, die Frauen beim Sex haben, sind nicht unbedingt sexy. Nein, sie sind ehrlich, skurril, verstörend –  und ziemlich witzig. Also: Viel Spaß beim Lesen!

“Komm, mach hinne. Wenn ich die Wäsche innerhalb der nächsten 20 Minuten aufhänge, kann ich morgen meinen Lieblingsschlüpper anziehen.”

“Bin ich feucht genug? Shit, bin ich feucht genug?”

“Bin ich zu feucht? Shit, bin ich zu feucht?”

“Wenn ich mein Becken noch zwei Zentimeter weiter hoch schiebe, ist seine Zunge genau am richtigen Fleck.”

“Irgendwie ist die Stellung unangenehm. Aber er ist voll in Fahrt. Ein bisschen halte ich noch aus!”

“Hat er mir gerade auf den Bauchspeck geschaut?”

“Ist doch bescheuert, dass man sich vor dem Sex gegenseitig aus den Klamotten hilft und sich nach dem Sex selbst anziehen muss.”

“Ich hab ein Haar im Mund. Wäre unsexy das jetzt rauszuholen.”

“Ich hab immernoch das Haar im Moment. Ich muss das jetzt da rausfummeln, sonst kann ich mich nicht konzentrieren.”

“Hoffentlich rieche ich da unten wirklich nach diesem sauteuren Bodyspray.”

“Aha, der hat also gestern doch Bier getrunken. Das erkenne ich doch am Spermageschmack.”

“Vielleicht sollte ich aufhören zu stöhnen, sonst kommt er gleich.”

“Oh, nein, ich muss pinkeln, aber ich will nicht. Ob ich es noch etwas aushalte? Naja, vielleicht ein bisschen. Nee, doch nicht. Timeout!”

“Warum nimmt er auch beim 367. Mal immer noch mein Bein nach oben. ICH MAG ES EINFACH NICHT!”

“Was zum Teufel macht er da?”

“Also richtig frisch fühl ich mich nicht. Hätte ich doch noch mal geduscht. So lass ich ihn aber nicht lecken!”

“Sex von hinten ist großartig! Aber jetzt sieht er die Dellen an meinem Hintern und meine Brüste sehen nicht so gut aus!”

“Warum hat er so ein Tempo drauf? Ich bin noch nicht so weit. Ein bisschen mehr Vorarbeit muss schon sein.”

“Oh, das ist gut, das ist sogar sehr gut. N-I-C-H-T A-U-F-H-Ö-R-E-N!”

Abschweifen der Gedanken hat Folgen

Wir stellen fest: Frauen und Männer sind nicht immer voll bei der Sache. Nur können die weiblichen Geschöpfe sich dabei gedanktlich auf komplett andere Dinge konzentrieren als die männlichen. 

Allerdings gibt es auch geschlechtliche Gemeinsamkeiten. So fanden die Wissenschaftler der University of Waterloo zudem heraus, dass sowohl Männer und Frauen sich während des Liebesspiels Gedanken über die „Konsequenzen ihrer Aktivität“ Gedanken machen. Dazu zählen die Angst vor einer Schwangerschaft oder dem Entdecktwerden

Aber auch über die moralischen und emotionalen Konsequenzen denken beide Geschlechter nach: „Männer und Frauen denken beim Sex gleichermaßen daran, was er für negative Folgen für sie haben könnte“, heißt es von den Forschern.

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Doch warum denken wir so oft an Sex, wenn wir keinen haben und wenn wir dann endlich loslegen, schweifen wir ab? Tatsächlich ist ganz normal, nicht immer zu 100 % bei der Sache zu sein. Die Gründe fürs unerotische Kopfkino sind vielfältig. 

Oft ist es beruflicher oder privater Stress, der einen zum Grübeln bringt. Manchmal stecken aber auch Selbstzweifel dahinter. Und die können, nach Meinung der Wissenschaftler ein echter Liebeskiller sein. 

Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat gezeigt: Wer sich beim Sex negative Gedanken und Sorgen über die Leistung und über das Aussehen macht, ist sexuell weniger befriedigt

Worry less, love more

Zu diesem Schluss kommen auch die Forscher der University of Waterloo. Ihrer Meinung nach, können nur diejenigen sexuelle Erfüllung finden, die beim Sex wirklich bei der Sache sind. Multitasking ist im Bett also völlig fehl am Platz. 

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Mal keine Lust zu haben, kennt jeder. Aber gar keinen Sex mehr zu wollen, hat große Auswirkungen auf deinen Körper und deine Psyche.