Frau und Mann auf Wiese nackt Zeichnung Bleistift
Sex soll leidenschaftlich & erotisch sein? Nach den Sex-Tipps von Ruth ganz bestimmt nicht. (Photo: istock.com/ilbusca)

Sex Tipp des 18.- & 19. Jahrhunderts: Totstellen oder unsichtbar machen

Was haben Totstellen & Nachthemden aus Baumwolle mit Sex zu tun? Wir verraten dir die kuriosesten Sex-Tipps aus dem 18.- & 19. Jahrhundert.

Der Sex im 18./19. Jahrhundert bestand vor allem aus einem: Zurückhaltung. Niemand sollte den Akt der sexuellen Zuneigung auch nur Ansatzweise mitbekommen. Auch innerhalb der eigenen Ehe sollte auf heißen Sex definitiv verzichtet werden. Kurz gesagt: Sex galt als absolutes Tabu-Thema.

Das ging so weit, dass sich Ruth Smyther mit dem Thema Sex-Tipps genauer beschäftigte und einen Ratgeber für Eheleute herausbrachte. Anders als erwartet ging es hierbei nicht darum, den Sex zu verbessern, sondern bestenfalls ganz zu verhindern

Klingt kurios? Ist es auch! Denn nicht nur der Sex an sich sollte reduziert werden, sondern auch auf die Kleidung sollte stets geachtet werden. 

Wie ihre Tipps aussahen & welche abwegigen Ideen sie sonst noch hatte, das erfährst du hier.

1. Sex-Tipp: Küssen wird überbewertet

Denn abgesehen vom eigentlichen Thema Sex war auch Küssen nicht in Ruths Sinne. Sollte der Mann es dennoch versuchen, lautete ihr Ratschlag: Den Kopf leicht wegzudrehen, damit der Kuss auf der Wange landet – heiße & innige Küsse waren absolut keine Option.

Falls der Mann dennnoch auf die unkluge Idee kommen sollte, ihr Kleid anzuheben, dann ist aus dem Bett springen die einfachste Lösung! Besonders wirksam ist die Reaktion in Kombination mit der Erklärung, dass die Natur sie nötige, die Toilette aufzusuchen. So hat die Frau mit diesem Sex-Tipp jederzeit einen triftigen Grund parat.

11 kuriose Sexfakten aus der heutigen Zeit, findest du hier.

Frau Bett
Freizügigkeit sollte nach Ruth's Tipps auch im Schlafzimmer vermieden werden.(Photo: ilbusca/istock.com)

2. Sex-Tipp: Baumwoll-Nachthemden

War somit die Natur Schuld am misslungenen Sexleben des 18/19. Jahrhunderts? Möglicherweise waren es auch die Baumwoll-Nachthemden – die verhinderten, dass der sexuelle Akt vollbracht wurde oder zumindest verhinderte, dass sich währenddessen nicht vollständig entblößt werden müsse. Denn diese waren nach Ruths Sex-Tipps besonders sinnvoll.

3. Sex-Tipp: Unsichtbar machen

Außerdem solle das Licht ausgeschaltet und kein Ton von sich gegeben werden, um den Mann nicht in die eigene Richtung zu lenken, denn schließlich wolle man ihn nicht zum Sex ermutigen. 

Findet er sie dennoch in der Dunkelheit, solle die Frau sich Totstellen, da jede noch so kleine Regung von ihr von ihrem Mann als Lust gedeutet werden könnte. 

Falls der Sex nicht verhindert werden konnte, kommt dieser Ratschlag: Einfach Licht aus machen. Denn der Sex sollte dann nur in völliger Dunkelheit praktiziert werden. Denn für Ruth war Sex nicht wirklich relevant für die Ehe.

Und das, obwohl Sex sogar schlau macht.

Die skurrilsten Sex-Tipps findest du bei uns im Video.

4. Sex-Tipp: Danach? Keine Zeit für mehr!

Viele Männer erlangen einen Großteil der sexuellen Befriedigung in der Ruhe nach dem Akt. Bedeute: Die Frau muss sichergehen, dass es keine Zeit mehr für Ruhe gibt, um dem Sex vorzubeugen.

Andernfalls könnte er sich veranlasst fühlen, es bald wieder zu versuchen. Ein kluge Frau jedoch wird es ihrem Mann niemals erlauben, ihren unbekleideten Körper zu zeigen.

Alles nur ein Gerücht?

Es bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass die Sex-Tipps nicht wirklich ernst gemeint waren. Denn es geht das Gerücht herum, dass es Ruth Smythers niemals gegeben hat und die Tipps 1998 im Sexualkundeinstitut der Universität Washington verfasst wurden. 

Da es jedoch ohne Licht und Geräusche vermutlich auch nicht allzu viele Zeugen gab, wird sich wohl nie aufklären lassen, was genau an den Gerüchten um das Sexleben des 18/19 Jahrhundert dran ist.


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