Der Orgasmus gilt als das ultimative Ziel beim Sex. Eine Studie hat jetzt untersucht, ob ein Orgasmus durch und durch atemberaubend ist oder ob es ebenso negative Orgasmen geben kann. Dabei kamen sie zu einem klaren Ergebnis.

Worum es bei einem negativen Orgasmus es und welche Probleme entstehen können, erfährst du hier.

Wenn beide Partner zum Orgasmus kommen, dann muss er gut sein!

Forscherinnen der University of Michigan und der kanadischen Queens University haben untersucht, inwieweit Orgasmen beim Sex schlecht sein können. Denn eigentlich gilt der Orgasmus als absoluter Höhepunkt beim Sex. Außerdem können während des Sex Stress und Anspannung gelöst werden.

Um den Überlegungen weiter nachzugehen, wurden Innerhalb einer Studie 726 Frauen und Männer nach ihren eigenen Orgasmus-Erfahrungen befragt. Dabei schilderten 289 der Probanden von ihren negativen Sex-Erfahrungen.

Studie zeigt, wie oft Frauen an Sex denken
Wenn Frauen einen Orgasmus haben bedeutet das nicht automatisch, das der Sex gut war.(Photo: Unsplash/Jan Zhukov)

Anhand der Aussagen der Teilnehmer konnten die Forscher letztlich zwei Schlüsse ziehen. Zum einen sollten Menschen nicht annehmen, dass der Orgasmus automatisch bedeutet, dass der Partner den Sex auch genossen hat.

Und zum anderen sollten die, die den Orgasmus während unfreiwilliger und unerwünschter Begegnungen hatten, wissen, dass es nicht bedeutet, dass sie das Erlebte doch genossen oder gewollt haben.

Denn nach den Forschern ist es in Ordnung, trotz des Orgasmus negative oder gemischte Gefühle über sexuelle Begegnungen zu haben.

Bedeutet: Ein Orgasmus muss nicht automatisch etwas Positives sein.

Der Orgasmus erzeugt Druck beim Sex

Ein sexueller Höhepunkt ist daher nicht direkt mit Befriedigung und Glück gleichzusetzen.

Besonders problematisch ist es, wenn beim Sex Druck ausgeübt wird und der andere zum Orgasmus kommen muss. Die Folge können Schmerzen, Frust oder auch Scham sein.

Frau, Mann, Sex
Negative Orgasmen können Folgen haben.(Photo: bezikus/Shutterstock)

Erlebnisse wie diese führten nicht nur zu einem negativen Orgasmus, sondern hatten einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit, die Sexualität und die Beziehungen der Probanden. 

Der Rat der Forscher lautet daher: Für guten Sex sollte nicht nur aufmerksam zugehört werden, sondern auch auf die Bedürfnisse des Partner eingegangen werden. Der Schlüssel zu einem guten Orgasmen ist somit: Eine gute Kommunikation.

Fazit: Es gibt negative Orgasmen

Orgasmen gibt es bei erzwungenem, guten, langweiligem und schlechtem Sex. Der Höhepunkt sagt daher nichts über die Qualität des Sex oder die Beziehung aus. Negative Orgasmen kommen daher immer wieder vor und können Einfluss auf die psychische Gesundheit der Paare haben. Kurz gesagt: Bei jedem Orgasmus, der nicht aus voller Leidenschaft entstanden ist, handelt es sich um einen negativen Orgasmus.

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