Condom
Diese vier Tipps verraten, wie ein Kondom richtig und sicher übergestülpt wird.

Kondom richtig überstülpen – so verhütet der Gummi zuverlässig

Kondome schützen vor ungewollter Schwangerschaft & Geschlechtskrankheiten. Aber nur dann, wenn das Kondom richtig übergestülpt wird. Lies hier, wies geht.

Das Kondom zählt zu den Barriere-Verhütungsmitteln und schützt richtig angewendet nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten. Mit einem Pearl Index von zwei bis zwölf liegt es in Sachen Sicherheit jedoch deutlich hinter anderen Verhütungsmethoden. 

Warum ist das so? Auf den ersten Blick erscheint die Anwendung eines Kondoms simpel, doch nicht wenige versagen auf den letzten Metern. Die Folge: ein geplatztes oder gerissenes Kondom. Wir zeigen dir, wie du beim nächsten Mal das Kondom richtig überstülpst und sicherer eintütest.

Kondom auf Gurke
Aber bitte mit Gummi: Vom Einkauf bis zur Praxis sicher eingetütet.istock, Adene Sanchez

Kondome richtig anwenden

Der Schutz vor einer Schwangerschaft und vor Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien oder HIV ist erst dann gegeben, wenn das Kondom richtig angewendet wird.

1. Setze auf gute Qualität

Achte beim Kondomkauf auf das Prüfsiegel. Wenn du es gleich selbst in die Hand nimmst, musst du nicht erst vor dem Sex drauf gucken. Das Geld fair teilen könnt ihr später immer noch. Achte auf das vorsichtige Öffnen ohne spitze Gegenstände und Zähne und wirf einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum.

Tipp: Ein ausgeblichenes Portemonnaie Kondom ist höchstens ein lustiger Taschenfund, nicht aber sicher. Licht, Hitze und Reibung zerstören das Latex. 

2. Setze auf die richtige Größe

Ein Kondom sollte wie eine zweite Haut sitzen. Daher ist es wichtig, die Anatomie und Größe des Penis mit einzubeziehen. Hier erfährst du, welche Penisformen es gibt und wie die Penisgröße im Durchschnitt ausfällt.

Wie du die passende Kondomgröße ermittelst, liest du hier. Erst, wenn es weder rutscht, noch einengt, ist es einsatzbereit.

Frau Kondom
Vorsicht mit den Nägeln: Gerade, wer sie gerne lang trägt, kann dem Latex und folglich auch der Sicherheit schaden.istock, eskymaks

3. Richtig anlegen

Eingetütet wird erst, wenn der Penis steif ist und auch steif bleibt. Knickt er zwischendrin ab, sollte ein neues Kondom verwendet werden. Puste nun vorsichtig in das Kondom, um die richtige Richtung zu ermitteln. Kondom auf der Eichel aufsetzen, Rollseite außen, Reservoir mit den Fingerspitzen vorsichtig zusammendrücken, sodass keine Luft mehr drin ist und den gesamten Schaft aufrollen. 

Tipp: Du siehst, dass dein (Sex-)Partner eher unbeholfen dabei wirkt? Nimm es besser selbst in die Hand, wenn du ein Reißen, Platzen oder Verrutschen vermeiden möchtest.

4. Aufs richtige Gleitgel setzen

Nicht alle sind mit einer Wahnsinns-Lubrikation gesegnet, viele setzen daher auf Gleitgele. Aber auch, wenn der Analsex angenehmer gestaltet werden soll, ist Gleitmittel die erste Wahl. Wichtig in Kombination mit einem Kondom ist, das Gleitgel zuvor nicht auf dem Penis, sondern auf dem Kondom anzuwenden. Wähle außerdem ein Gel auf Wasserbasis. Nur diese Gele vertragen sich mit dem Latex des Kondoms.

Zukünftig sicherer eintüten

Vertraue nicht darauf, dass dein (Sex-)Partner schon wissen wird, was er da tut. Nimm es selbst in die Hand. Verzichte aber besser auf abenteuerliche Versuche mit dem Kondom für die Frau oder dem Sprühkondom, die sind nämlich ein Fail auf ganzer Linie. Sieh dir stattdessen diese hormonfreien Alternativen an. 


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