Als ich mich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt habe, kam mir zuerst meine Lieblingssalatsoße Honig-Senf in den Kopf. Doch beim Crossdressing handelt es sich nicht um ein neues Trend-Food, sondern um eine Art Fetisch. Was Crossdressing beinhaltet und warum dabei nicht immer nur die sexuelle Befriedigung im Vordergrund steht, erfährst du hier.

Crossdressing: Der Wechsel von Geschlechterrollen 

Beim Crossdressing geht es ähnlich wie bei einer Dragqueen-Show um eine Art Performance. Dabei tragen die Männer typische Alltagskleidungen der Frauen wie beispielsweise ein Kleid oder ein Rock, und bei den weiblichen Crossdressern sind es meist Anzug und Krawatte.

Auch in unserem Podcast sprechen Mona & Lisa über Fetische.

Beim Crossdressing steht der bewusste Wechsel der Geschlechterrollen im Vordergrund. Die meisten Crossdresser leben abseits der Show als Mann oder Frau und schlüpfen nur für die Performance in das jeweils andere Geschlecht, ähnlich wie bei Dragqueens. So leben viele Crossdresser auch in heterosexuellen Partnerschaften. Bei dieser Form kann man also nicht wirklich von einem Fetisch sprechen, sondern eher von einem Hobby, ähnlich wie bei der Schauspielerei. 

Übrigens: Du wolltest immer mal wissen, welche Fetische Frauen haben können?

Sind Crossdresser mit Transgender und Dragqueens gleichzusetzen? 

Nur weil man sich als Frau gerne einen Anzug anzieht oder als Mann hier und da ein schickes Kleid, bedeutet das nicht, dass die Crossdresser sich als transsexuell identifizieren. Zwar gibt es sicherlich Crossdresser, die trans sind, jedoch ist das kein Muss und auch kein Kriterium für das Crossdressing.

Dragqueens und Crossdresser unterscheiden sich auf vielen Ebenen. Credit: Getty Images/ Jesus Calonge

Selbiges gilt übrigens auch für Dragqueens oder Dragkings. Bei einer Dragqueen-Show geht es dabei künstlerisch und humoristisch das Aussehen und Verhalten einer Frau darzustellen. Beim Crossdressing dreht sich jedoch alles um das Spielen und Experimentieren mit der Kleidung, die der oder die Crossdresser gerade tragen.

Crossdressing als sexueller Fetisch 

Viele betreiben Crossdressing, um in eine neue Rolle zu schlüpfen und nutzen das Verkleiden als Statement für ihren eigenen individuellen Style. Aber auch als klaren Ausdruck und als politischen Protest. So wollen sie der Gesellschaft zeigen, dass geschlechterstereotypische Klischees auch in der Modewelt nichts zu suchen haben und jede:r das tragen kann, was er/sie möchte und worin man sich wohlfühlt.

Doch das Crossdressing wird bei vielen auch als Fetisch und zur sexuellen Befriedigung genutzt. Dabei erregt das Tragen von weiblicher oder männlicher Kleidung den Crossdresser so sehr, dass er dadurch auch zum Höhepunkt kommen kann. Die Kleidung kann auch ähnlich wie Sexspielzeug ins Liebesspiel integriert werden und die Lust so noch einmal steigern.  

Übrigens: Von welchem Sexspielzeug aus dem Haushalt du lieber die Finger lassen solltest.

Mann im Hundekostüm
Sex-Fetische sind nichts Schmutziges, sondern einfach interessante Vorlieben. Foto: Unsplash /

Noch keine Studien über Crossdressing bekannt 

Warum eine Person auf Crossdressing steht, ist bisher noch nicht wissenschaftlich erforscht worden. Zwar gibt es Mutmaßungen wie die Erziehung oder familiäre Verhältnisse, jedoch ist das alles noch weitestgehend unerforscht. Und ein eindeutiges Ergebnis, warum jemand zum Crossdresser wird, gibt es nicht. Die ersten Erfahrungen machen viele bereits im Kindesalter zwischen sechs und zehn Jahren.

Und auch zu den weiblichen Crossdressern ist viel weniger bekannt als zu den Männlichen. Hier weiß man auch nicht mit Sicherheit, welche Motive dahinterstecken und ob sie Crossdressing auch als sexuelle Befriedigung nutzen. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass Frauen öffentlich auch männliche Kleidung wie Anzüge oder Hosenträger tragen können, ohne von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, bei Männern sieht das dann meist schon wieder anders aus.

Crossdressing: Ein unentdecktes Terrain 

Crossdressing ist noch ziemlich unbekannt und wird längst nicht so spektakulär gefeiert wie eine Dragqueen-Show. Und doch gibt es Menschen, die sich als Crossdresser fühlen und diese Art von Rollenspiel auch ausleben. Sei es in der Öffentlichkeit oder im privaten Schlafzimmer. Crossdressing ist kein Hobby oder Fetisch, für welches man sich schämen sollte, denn auch hier gilt: Wenn es dich glücklich macht und niemanden schadet, dann go for it!

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