Du treibst gerne Sport, aber an der Motivation mangelt es dir? Vielleicht überwindest du dich mit dem Wissen, dass dein nächster Orgasmus im Fitnessstudio auf dich wartet. Nein, nicht wie in einem billigen Erotikfilm á la Warum liegt hier eigentlich eine Hantel? Vielmehr erwartet dich ein sogenannter Coregasm, der dich beim Training zum Orgasmus bringt und dir obendrein einen definierten Bauch beschert. Mehr über den Coregasm und wie auch du beim Sport einen heimlichen Höhepunkt erleben kannst, erfährst du hier.

In dieser Podcastfolge sprechen Mona und Lisa übers Handanlegen & warum es so wichtig ist.

Core+Orgasm = Coregasm 

Bei diesem Neologismus wurden die Worte Core (Kern, Körpermitte) und Orgasm (schönstes Gefühl der Welt, neben dem Verliebtsein natürlich) miteinander verbunden. Vor allem Frauen erleben diese Form des Orgasmus, der beim Sport – vor allem bei intensivem Bauchmuskeltraining – ausgelöst wird. Ein Beweis dafür, dass es für einen Orgasmus keiner sexuell aufgeladenen Situation bedarf. 

2010 eröffnete das erste New Yorker Fitnessstudio, welches Kurse anbot, in denen Frauen einen Orgasmus beim Training erlernen konnten. Solltest du dir jetzt einen Raum voller stöhnender Frauen vorstellen, streiche das Bild aus deinem Kopf. Ein Coregasm ist weniger intensiv, als ein klitoraler oder vaginaler Höhepunkt. 

Das laute Stöhnen bleibt aus, das kribbelige Gefühl und eine den Körper durchströmende Wärmewelle stellen sich stattdessen ein. Viele Frauen beschreiben, sich danach besonders wohl in ihrem Körper zu fühlen. 

Frau Gym Bauch
Ein trainierter Beckenboden und eine ausgeprägte Bauchmuskulatur fördern deine Orgasmusfähigkeit besonders!(Photo: shutterstock, Alena Ozerova)

Wie häufig ist der Höhepunkt beim Workout?

Neuesten Studien zufolge ist so ein Coregasm oder zumindest das Gefühl von Erregung beim Sport gar nicht so selten. In einer Studie wurden Frauen im Alter zwischen 18 bis 63 befragt und tatsächlich berichtete ein Drittel der an der Studie Teilnehmenden, dass sie beim Sport bereits einen Orgasmus erlebten. Offen lässt die Umfrage sowie der jetzige Forschungsstand allerdings, wie der Höhepunkt beim Sport im Körper ausgelöst wird.

Wie kann man selbst einen Coregasm erleben?

Natürlich brennt es dir nun unter den Nägeln: Wie zur Hölle soll ich im Gym einen Orgasmus erleben? Vielleicht gehörst du aber auch schon zu den Glücklichen, die bereits einen Coregasm hatten, ohne den Begriff dafür zu kennen? 

Egal wie, wer sich mit einem sportlichen Höhepunkt belohnen möchte, der muss in erster Linie seinen Bauch und Beckenboden beim Workout beanspruchen. Denn erst durch den Druck in der Beckenbodenmuskulatur wird genügend Druck auf deine Klitoris ausgeübt. 

Eine gut trainierte Muskulatur ist wohl durchblutet und so besonders empfindsam. Die Bewegungen beim Sport stimulieren das vegetative Nervensystem, die Schwellkörper sowie die An- und Entspannungsnerven. Damit du einen Coregasm erlebst, reichen allerdings keine läppischen 30 Sit-ups. Die effizientesten Bauchmuskelübungen findest du hier. 

Und erst am Ende des Work-outs, wenn deine Muskeln müde und du ordentlich erschöpft bist, ist es so weit. Wer eine ausgeprägte Bauch- und Beckenbodenmuskulatur hat, erhöht seine Chancen besonders. Das heißt für dich: Von nichts kommt nichts. Vor allem DU nicht. Ein Coregasm bedeutet Arbeit.

Frau erschöpft
Ein Coregasm entsteht erst, wenn die Muskeln erschöpft sind. Am besten startest du mit Cardio und endest mit dem Muskelaufbau, um ihn zu erleben.(Photo: istock.com/ warrengoldswain)

Eine Anleitung: How to Coregasm

Du möchtest es ganz genau wissen? Dann zeigen wir dir hier, wie du deinem Coregasm-Ziel immer näher kommst:

  1. Halte deine Erwartungen niedrig: Wer jetzt ins nächstbeste Gym zum Training rennt und denkt, er müsse komme was wolle den Coresgasm erleben, wird vermutlich scheitern. Denn so sehr es beim Orgasmus auch um Muskelkontraktion geht, geht es auch um Entspannung
  2. Starte dein Work-out mit einer längeren Cardioeinheit und powere dich aus. Hier findest du die nötige Motivation fürs Joggen mit Musik.
  3. Weiter geht’s mit Krafttraining: Denke daran, erst wenn deine Muskeln müde werden, kannst du den Coregasm erleben. Viele Wiederholungen einer Übung sind hier da A und O. Vor allem Übungen die Bauch und Beckenboden ansprechen, sind nun gefragt. Den größten Pleausure erleben Frauen übrigens auf dem Captains Chair. Bei diesem Gerät stützt du deine Unterarme ab und liftest deine Beine im 90-Grad-Winkel nach vorne. Die Verbindung aus Bauch- und Beinbewegung ist besonders stimulierend! Doch auch beim Spinning oder einfachem Gewichtheben, kannst du deinen persönlichen Coregasm-Moment erleben. 
  4. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren: Wer nicht gleich auf einer Orgasmuswolke davonschwebt, muss nicht direkt aufgeben. Auch bestimmte Stellungen im Yoga und Pilates können bei dir den nötigen Funken auslösen. Probiere verschiedene Übungen und höre auf dein Körperinneres: Sehr erfolgsversprechend ist zum Beispiel die Brücke (Setu Bandhasana). Wer sich selbst besser kennt, steigert seine Chancen auf einen Coregasm ungemein. 

Du möchtest einen Erfahrungsbericht zum Coregasm lesen? Dann hier entlang.

Frau Yoga
Wir einen Coregasm muss man hart trainieren: Bestimmte Yoga und Pilates Übungen können ihn dann triggern.(Photo: istock.com/Jasmina007)

Auf an den Orgasmus beim Workout!

Nicht jede Frau kann einen Coregasm erleben, doch für die meisten stehen die Chancen sehr gut. Sollte sich dennoch kein sportlicher Höhepunkt einstellen, dann kannst du dich zu Hause der guten alten Selbstbefriedigung widmen. At least werden sich deine Traingseinheiten positiv auf deine Gesundheit und dein Selbstwertgefühl auswirken!

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