Sex

Auf der Suche nach dem atemraubenden A-Punkt Orgasmus

Unser Körper ist ein Wunderwerk & hält jede Menge Überraschungen bereit: den A-Punkt zum Beispiel. Wie er dir intensive Orgasmen verschafft, liest du hier.

Vagina
Am G-Punkt vorbei: Auf der tiefen Suche nach dem atemraubenden A-Punkt. (Credit: iStock, Adene Sanchez)

Unserer Lust sind keine Grenzen gesetzt. Schon gar nicht, wenn es darum geht, wie wir unseren Höhepunkt erleben. Denn um den zu erreichen, gibt es viele Wege. Einer davon ist, den sogenannten Deep Spot – auch A-Punkt genannt – zu finden und zu stimulieren. Gleich zu Beginn sei verraten: Leicht zu finden ist er nicht. Doch die Suche nach dieser erogenen Zone lohnt sich, da die Orgasmen, die hier ausgelöst werden, als besonders intensiv erlebt werden.

A Punkt – was soll das sein?

Die sogenannte „Anterior Fornix Erogenous Zone“ ist eine besonders erogene Zone in unserer Vagina, die sich vor dem Gebärmuttermund befindet. Entdeckt wurde die Zone von einem Gynäkologen aus Malaysia namens Chua Chee Ann, der 2003 erstmals darüber auf dem Asian Congress of Sexology berichtete. 

Frauen
Die Suche nach dem Deep Spot lohnt: Intensive Orgasmen & eine erhöhte Lubrikation warten.(Photo: istock, Vizerskaya)

Warum die Suche nach dem A-Punkt sich lohnt

Laut ihm würden ein Drittel der Frauen, durch die Stimulation des A-Punktes in der Lage sein, multiple Orgasmen zu erleben. Eine segensreiche Botschaft, wenn man bedenkt, wie viele Frauen Probleme haben, zum Höhepunkt zu kommen oder gar unter einer Orgasmusstörung leiden. 

Doch auch die Frauen, die ohne Weiteres ihren Klimax erreichen, werden sich jetzt vielleicht fragen: Multiple Orgasmen, wie soll das gehen? Weiß man doch allgemein darum, wie empfindlich man nach dem ersten bereits ist. Anders als bei einem G Punkt-Orgasmus und einem klitoralen Orgasmus wird der A-Punkt allerdings nicht überstimuliert. Zudem ist er sehr viel reizempfindlicher, was Orgasmen umso wahrscheinlicher macht.

Wer darüber hinaus Probleme mit seiner Lubrikation hat, profitiert ebenfalls von der Stimulation des A- Punktes, da hier besonders die Produktion des Vaginalsekrets in Gang gesetzt wird. Vor allem wer durch fehlende Lubrikation Schmerzen beim Sex verspürt, was zum echten Libidokiller werden kann, profitiert von der Suche nach dem Deep Spot

Sex
Für die Suche nach dem A-Punkt braucht es fremde Hände oder passende Toys.(Photo: iStock, Prostock-Studio)

Auf, auf: Lasset die Suche nach dem A Punkt beginnen

Der A-Punkt liegt sehr tief in der Vagina. Grob ist er hinter dem G-Punkt, aber noch vor dem Gebärmuttermund zu finden. Auch er liegt oben, in Richtung der Bauchdecke versteckt und ist in keinem Fall leicht zu finden. 

Wie er am besten stimuliert wird

Ist der A-Punkt erst lokalisiert, braucht es allgemein sanften, gleichmäßigen und manuellen Druck, um am A-Punkt Orgasmen auszulösen. Wir zeigen dir, wie du ihn beim Sex und auch mit Hilfsmitteln stimulieren kannst:

Eigenerkundung & Toys

Dass du mit deinen Händen deinen eigenen A-Punkt stimulieren kannst, ist eher unwahrscheinlich. Allemal unglaublich unbequem. Dafür müsstest du dir also fremde Hände leihen. Lasse die fremden Finger sanft in dich eindringen, bis es weiter nicht geht. Nun sollte leichter Druck Richtung Bauchdecke ausgeübt werden. Spürst du bereits etwas? Ist das nicht der Fall, solltet ihr weiter verschiedene Spots ausprobieren

Scheitern auch die weiteren Versuche, bietet es sich an, ein Toy als Unterstützung hinzuzunehmen. Vor allem solche Sexspielzeuge, die leicht gebogen sind und eine Spitze Form aufweisen, können inklusive der Vibration den Punkt leichter finden. Das Beste am Toy? Es kann auch von dir allein genutzt werden. Immerhin sollten wir uns alle selbst lieben und auch in einer Beziehung selbstbefriedigen.

Sex & Stellungswechsel

Beim Sex ist der A-Punkt gar nicht mal so leicht zu finden. Es bietet sich somit in jedem Fall an, wenn du deinen Deep Spot zuvor schon auf dem Weg der Eigenerkundung gefunden hast. Und dann heißt es Übung, Übung, Übung. Zugegeben: Wir könnten unsere Zeit schlechter verbringen.

Kamasutra
Die besten Stellungen, um einen A-Punkt-Orgasmus zu erfahren.(Photo: iStock, Cerebrate)

A-Punkt Voraussetzungen

Die besten Grundvoraussetzungen, um den A-Punkt zu finden, sind eine hohe Erregung der Frau und das Wissen um Stellungen, die den Mann besonders tief eindringen lassen. Denn wie immer kommt es nicht allein auf die Größe, sondern vor allem auf die Technik an. Stellungen, die sich besonders anbieten, sind alle, die auch für den Sex mit kleinen Penissen geeignet sind. Darunter auch: die Hündchen Stellung, die Reiterstellung sowie die Wiener Auster.

Männer, die über der durchschnittlichen Penisgröße liegen, haben kein leichteres Spiel, auch sie müssen an ihrer Technik feilen, um den A-Punkt-Orgasmus herbeizuführen. Rhythmische Rein-Raus-Bewegungen sollten um kleine Stöße am Ende der Bewegung erweitert werden, um besonders tief einzudringen. 

Bett
Beim Sex geht es darum, dass du Spaß hast. Gehe also immer nur so weit, wie du dich wohl fühlst.(Photo: iStock, Artem Peretiatko)

Nicht für jeden

Achtung: Nicht jede Frau empfindet das als angenehm. Wahre immer deine Grenzen, wie schmutzig es beim Sex zugehen soll und mache nichts, was du nicht möchtest. Empfindest du diese Stellung als unangenehm, dann wechsele in eine, die womöglich auch besser zu seiner Penisform passt. Allgemein solltet ihr verschiedene Winkel ausprobieren, bis ihr den A-Punkt gemeinsam bestens stimulieren könnt.

Übung macht die Meisterin

Nicht verzagen, wenn du deinen A-Punkt noch nicht gefunden hast. Weitere Expeditionen werden ihn dir womöglich offenbaren. Und selbst wenn nicht, dann gibt es noch zahlreiche andere Wege, um zum Ziel zu kommen. Kennst du zum Beispiel schon den Coregasm, der dir beim Sport einen Orgasmus beschert?