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Ich habe den perfekten Namen für meine Vagina gefunden. Du auch?

„Nenne deine Vagina beim Namen!“ Heißt es immer. Aber bei welchem Namen? Wir zeigen, welcher zu dir passen könnte.

Vulfa-Form: Ms. Horseshoe
Wie schmeckst du eigentlich beim Lecken? Gute Frage.... Foto: wmn.de /

“Nenne deine Vagina beim Namen.” so heißt es landauf, landab. Um ein wirklich gutes Verhältnis mit deiner Vagina pflegen zu können, raten ExpertInnen wie die Sexologin Jana Welch dazu, sich mit ihr zu beschäftigen und der Vagina einen Namen zu geben. Nur dann, so ExpertInnen, kann man damit beginnen, seine Vagina wirklich zu lieben.

Warum ist der Name für die eigene Vagina ein solches Problem?

Um etwas zu lieben, muss man es in- und auswendig kennen. Das ist die These der Sexologin Jana Welch. Im dem Podcast Heart to Heart by Amorelie erklärt sie, warum es aber noch immer in der heutigen Gesellschaft so schwierig ist, seine eigene Vagina kennenzulernen. 

Jedenfalls im Gegensatz zum Penis. Die einfachsten Gründe dafür sind, dass der Penis außen liegt, während die Scheide zum allergrößten Teil innen stattfindet. Ein visuelles Erforschen der eigenen Vagina ist so schonmal viel schwieriger als es für Männer ist, ihren Penis zu kennen.

Es liegt aber noch an etwas anderem: Der Repräsentation der Vagina in der Gesellschaft. In vielen Schulbüchern wurde sie noch bis vor kurzer Zeit falsch oder gar nicht dargestellt. Wörter wie Schlitz, da unten oder Spalte tragen zudem nicht dazu bei, der Vagina in allen ihren Facetten und ihrer Schönheit gerecht zu werden. Hinzu kommen Klischées wie beispielsweise Fischgeruch. Über die Vagina bestehen also bereits bevor man sie genau kennt einige Vorurteile.

Auch in unserem Podcast „Wein & Weiber“ haben wir uns die Frage nach der besten Bezeichnung der Vagina gestellt.

Und wie sieht es bei der Selbstbefriedigung aus? 

Jana Welch erklärt, warum Masturbation der beste Weg ist, um sich selbst und seine Vorlieben kennenzulernen. Sie weiß, dass jede Vagina eine andere Zuneigung braucht und anders penetriert oder eben gar nicht penetriert werden muss, um zum Orgasmus zu kommen. 

Interessant ist dabei, dass viele Frauen das aber über ihre eigene Vagina nicht zu wissen scheinen. Die Expertin spricht davon, dass Frauen ihren Partnern oft zusprechen, “genau zu wissen”, was sie will. Mit der Zunge oder mit dem Finger. Sie selbst könnten allerdings nicht benennen, wie sie sich am besten (ohne Spielzeug) zum Orgasmus bringen können.

Was ist der ideale Name für deine Vagina?

Kann der richtige Name für die Vagina die Lösung sein, um sich besser kennen und lieben zu lernen? Ja und nein. Natürlich ist es nicht damit getan, sich einen für sich passenden Vagina-Namen auszusuchen, aber es kann einen Anfang darstellen.

Eine andere mindestens genauso wichtige Herangehensweise ist die Selbstbefriedigung und das Gefühl, dass die eigenen Geschlechtsteile schön sind wie sie sind. 

Es ist gar nicht so einfach, allen gerecht zu werden, wenn du nach dem idealen Namen für deine Vagina suchst. Im öffentlichen Raum wird sie oft einfach Vagina oder Scheide genannt. Geht man etwas differenzierter, kommt auch das Wort Vulva oft zur Sprache.

Wo der Unterschied zwischen der Vulva und der Vagina liegt, erfährst du hier.

Das sind vollkommen gute Bezeichnungen. Jeder weiß, was gemeint ist, wenn wir über Vaginas oder Scheiden sprechen. Aber reicht es aus, um, wie die Sexologin Jana Welch rät, die eigene Vagina lieben zu können? 

Für manche vielleicht ja, für andere vielleicht nicht. Es gibt natürlich hunderte Bezeichnungen für Vaginas, die alle mehr oder weniger süß oder sexy klingen. Hier ein paar beispiele für Kosenamen einer Vagina: 

  • Huhu
  • Schmuckkästchen (weil Perle drin)
  • die Schöne
  • Juwel
  • Muschel
  • Mumu
  • Amuse-bouche (frz: Mund-Beglücken)
  • Drive-in
  • Emanzipationsspalte
  • Heißer Magnet
  • Gletscherspalte
  • Lustgrotte
  • Hotspot
  • Königinnenhäppchen
  • Lockenkopf

Klitoris uterus scheide vagina vulva
So sieht deine Vagina übrigens von innen aus. Hübsch, oder?(Photo: istock.com/ilbusca)

Ich persönlich halte die Bezeichnung “Spalte” für schrecklich, andere finden sie vielleicht schön. Und genau darum geht es: Seine ganz persönliche Lieblingsbezeichnung für seine eigene Vagina zu finden. Wenn du beim Sex mit einem Partner oder auch beim Gespräch mit FreundInnen genau weißt, wie du dein Geschlecht betiteln willst, dann wird es dir leichter fallen und mehr Spaß machen.

Meine Vagina? Heißt Mumu. 

Und deine?