Brüste
Brustkrebs zu erkennen ist nicht nur Aufgabe deiner Ärzte, sondern sollte auch durch eine Selbstbeobachtung unterstützt werden.

Brustkrebs erkennen – regelmäßiges Abtasten, aber richtig bitte!

Brüste sind etwas Wunderbares. Nicht nur deswegen sollten wir regelmäßig & richtig selbst Hand anlegen, sondern auch, um frühzeitig Brustkrebs zu erkennen.

Das perfide am Brustkrebs: Er bereitet im frühen Stadium oft keine Schmerzen. Viele trifft die Diagnose dann wie ein Schlag, haben sie sich zuvor doch völlig gesund gefühlt. Daher sind nicht nur die regelmäßigen Vorsorgetermine beim Frauenarzt ein absolutes Muss. Auch die Selbstbeobachtung ist unablässig, wenn man frühzeitig Brustkrebs erkennen möchte. Also auf ans regelmäßige Abtasten Ladys! Wie es richtig geht, verraten wir euch hier.

Mandarinen
Nicht jedes Knötchen stellt sich direkt als bösartiger Tumor heraus.

Keine Panik – körperliche Veränderungen sind normal

Wir haben nur einen Körper und unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut. Oder in Instagram-Sprech: Dein Körper ist ein Tempel. Regelmäßige Achtsamkeistübungen und Meditation reichen jedoch nicht aus. Wem sein weiblicher Körper heilig ist, sollte zusätzlich auch auf die regelmäßige Selbstuntersuchung zur Füherkennung von Brustkrebs setzen.

Gleich vorneweg: Nicht hinter jeder körperlichen Auffälligkeit steckt sofort Krebs. Und dennoch ist eine ärztliche Abklärung immer ratsam, denn Fakt ist: Je früher ein Mammakarzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dieser Artikel ersetzt demnach nicht den regelmäßigen Gang zum Vorsorgetermin.

Wer Auffälligkeiten bemerkt, sollte keinem hypochondrischen Schub verfallen. Vor allem der Körper junger Frauen befindet sich im steten Wandel bedingt durch den Monatszyklus: So lassen sich im Brustgewebe häufig Verhärtungen ertasten, die bald schon verschwunden sind oder sich lediglich als Zyste entpuppen.

Brustkrebsschleife
Folgende Anzeichen sollten von einem Arzt abgeklärt.

Anzeichen, die auf Brustkrebs hinweisen

Folgende Anzeichen solltest du im Zweifelsfall von deinem Arzt abklären lassen: 

  • Vorher nicht vorhandene Verhärtungen oder Knoten in der Brust
  • Schwellungen in der Achselhöhle, unterhalb des Schlüsselbeins oder neben dem Brustbein
  • Unterschiede in Form und Größe der Brüste, die zuvor nicht ersichtlich waren
  • Veränderungen der Brustwarze (Einziehen, klare oder blutige Brustwarzenabsonderungen)
  • Veränderungen der Haut (Hautrötungen, Entzündungen, Dellen, Grübchen, vergrößerte Poren)
  • Allgemein Rötungen, Entzündungen oder Schmerzen im Brustbereich

Wann man sich am besten selbst abtastet

Ärzte empfehlen, dass man sich monatlich selbst abtastet, ergänzend zu der Abtastung durch den Frauenarzt. Wir kennen unseren Körper immerhin und bemerken Veränderungen im Zweifel verlässlicher. 

Am besten erfolgt das Abtasten kurz nach dem Ende unserer Periode, beziehungsweise eine Woche nach Beginn, da unser Brustgewebe zu diesem Zeitpunkt am weichsten ist. Wer auf hormonelle Verhütung setzt, auch wenn der Trend immer mehr in Richtung hormonfreie Verhütung geht, sollte sich zu Beginn des neuen Präparats, sei es die Pille oder der Verhütungsring, abtasten.

Frauen nach der Menopause, die keine Regelblutung mehr haben, sollten sich jeden Monat möglichst zur gleichen Zeit abtasten.

Brust abtasten
Nicht zu vernachlässigen sind beim richtigen Abtasten die Achselhöhlen.

Wie man sich am besten abtastet

Bei deinem nächsten Frauenarzttermin solltest du keinesfalls versäumen, danach zu fragen, wie man die Selbstbeobachtung am besten angeht. Bis dahin versorgen wir dich hier mit hilfreichen Tipps zum selbst abtasten:

  1. Optisch: Stelle dich bei hellem Licht vor den Spiegel und heben beide Arme. Begutachte nun Form, Größe und Farbe der Brustwarzen sowohl von vorne als auch von der Seite. Im Übrigen können Veränderungen auch einfach ein gängiges Schwangerschaftsanzeichen sein.
  2. Tasten im Stehen: Wichtig ist hierbei, dass du systematisch vorgehst, also keine Hautstelle aussparst. Lege deine drei mittleren Finger flach auf und führe sie nun entweder spiralförmig, in Bahnen oder strahlenförmig zentriert über deine Haut.

    Abschließend drückst du mit zwei Fingern deine Brustwarze zusammen und achtest darauf, ob Flüssigkeit austritt: Brustwarzenabsonderungen, die ohne Grund (Schwangerschaft oder Überreizung durch Sex) auftreten, gelten als auffällig.
  3. Tasten im Liegen: Nun wiederholst du das Prozedere auch im Liegen. Strecke hier den Arm der zu untersuchenden Seite nach oben. Vor allem der untere Teil der Brust und die Achselhöhle können so besonders gut abgetastet werden. 

Warum Selbstuntersuchung allein nicht genügt

Hast du eine Auffälligkeit bemerkt, solltest du in jedem Fall einen Termin bei deinem Arzt ausmachen. Doch auch darüber hinaus solltest du regelmäßig deine Vorsorgetermine einhalten. Diese sind nicht nur wichtig, um STIs zu erkennen, die zum Teil wie bei Chlamydien symptomfrei verlaufen können, sondern eben auch zur Brustkrebsvorsorge. 

Denn die Sache mit dem Selbstabtasten ist die: Tumore, die ertastet werden können, sind meist schon recht groß. Mammografie oder andere bildgebende Verfahren legen dagegen schon die kleinsten Auffälligkeiten des Gewebes offen. Das ärztliche Abtasten beginnt übrigens mit dem 30. Lebensjahr, die Mammografie ab dem 50. Lebensjahr.

Brüste
Jede Brust ist anfällig für Brustkrebs. Jede achte Frau muss damit rechnen.

Abtasten: der Gesundheit zuliebe

Jede Brust ist anfällig für Brustkrebs, egal wie groß sie ist oder wie sie geformt ist. Überschüssiges Fettgewebe ist allerdings ein zusätzlicher Risikofaktor und verhindert in vielen Fällen, dass Knötchen frühzeitig entdeckt werden. Also: Achtet auf euch, habt keine Angst vorm Frauenarzt und legt regelmäßig Hand an eure Brüste

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