Impfgegner
Studie zeigt, wo die meisten Impfgegner leben (Photo: bombuscreative/ istock) Source: bombuscreative/ istock

Studie: Hier leben die meisten Imfpgegner

Bald könnte es losgehen mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Doch: Nicht jeder möchte sich impfen lassen. Eine Umfrage zeigt nun, in welchen Regionen besonders viele Impfgegner leben.

Die Nachricht, dass wir bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus haben könnten, schlug ein wie eine Bombe. Und tatsächlich sind die Hoffnungen groß, dass noch in diesem Jahr die ersten Impfungen stattfinden könnten. Doch: Wie viele Menschen wären eigentlich bereit dazu, sich impfen zu lassen? Eine Studie der Hamburger Universität zeigt auf, wo die meisten Impfgegner leben und wo die Impfbereitschaft in Deutschland am höchsten ist.

Gibt es in Deutschland mehr Impfgegner?

Zuallererst vorneweg: Im Gegensatz zu den anderen europäischen Ländern ist die Impfbereitschaft in Deutschland gering. Denn nur 57 % der Bundesbürger würden sich impfen lassen. In Dänemark liegt der Wert wesentlich höher, nämlich bei 71 % und auch in Großbritannien ist er mit 69 % höher als hier. Große Ausnahme ist jedoch Frankreich. Hier würden sich lediglich 46 % der Menschen impfen lassen.

Doch auch hier in Deutschland variiert die Impfbereitschaft je nach Region. So würden sich in den nördlichen Bundesländern 63 % der Bürger impfen lassen. Im Osten hingegen ist der Wert etwas tiefer, er liegt nämlich bei 52 %. Im Westen wären es 57 % und im Süden wären es 55 %, die sich impfen lassen würden.

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Besonders spannend: Im Osten leben die meisten Impfgegner (23 %). Danach folgt der Westen mit 20 %, dann der Süden mit 18% und zuletzt folgt der Norden mit 15 %.

Aus diesen Gründen würden sich die Menschen impfen lassen

Die Umfrage zeigt jedoch nicht nur, wo die meisten Impfgegner leben, sondern auch, wieso sich die Menschen für oder gegen einen Impfschutz entscheiden. Demnach würden sich die Menschen impfen lassen, weil sie vor allem sich selbst (18%) oder Familienmitglieder (16%) vor einer Ansteckung schützen wollen. 

Erst danach folgt die Hoffnung, mit einer Impfung die aktuellen Corona-Einschränkungen wieder loszuwerden (13 %). Wer sich jedoch nicht impfen lassen will oder unsicher ist, gab an, dass vor allem nicht aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen zu tun.

Für die Umfrage wurden mehr als 7.000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien zwischen dem 6. bis 16. November befragt.

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