Ostereier
Wir fragen uns: Was hat es mit der Ostereiersuche auf sich?

Ostereiersuche – warum verstecken wir bunte Eier?

Die Ostereiersuche ist nicht wegzudenken beim Familienfest mit Kindern. Doch warum verstecken wir eigentlich bunte Eier an Ostern für die Kinder?

Bald schon reihen sich wieder Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag aneinander. Was für viele einfach jede Menge Freizeit bedeutet, hat für andere eine tief verwurzelte religiöse Bedeutung. 

Immerhin ist das Osterfest im christlichen Glauben das wichtigste Fest, bei dem das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz gedacht wird und nicht zuletzt seine Auferstehung gefeiert wird. Der Sohn Gottes hat den Tod überwunden – ziemlich harter Tobak, aber was hat das jetzt mit den bunten Eiern bei der Ostereiersuche zu tun?

Osterhase
Wie jetzt, der Osterhase bringt die Eier gar nicht?

Das ursprüngliche Ei

Heute suchen Kinder nach Schokohasen oder gefüllten Schokoeiern, die erst für Bauchschmerzen und später für Karies sorgen. Früher – und hier meinen wir wirklich ganz weit zurück auf der Zeittafel, schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus – wurden tatsächlich noch richtige Hühnereier verschenkt

Diese waren zunächst ausschließlich rot eingefärbt und versinnbildlichten das Blut Jesu Christi, wohingegen das Ei der Inbegriff neuen Lebens darstellte. So ein Osterei war ursprünglich demnach das Sinnbild der Auferstehung.

Wieso wurden die Eier plötzlich bunt?

Traditionell wurden die rot eingefärbten Ostereier dann bei der Ostermesse geweiht und an besondere Menschen verschenkt. Später nahmen die Eier auch andere Farben an, aus ganz praktischen Gründen: Aufgrund des Fastengebotes, welches über sechs Wochen den Verzicht von tierischen Produkten vorschreibt, mussten die im Frühjahr sehr üppig gelegten Hühnereier länger haltbar gemacht werden. Also wurden sie hart gekocht und je nach Frische verschieden eingefärbt. Damals wussten die Leute noch nichts von der Planetary Diet und dass man vor allem um des Planeten Willen fasten sollten. 

Korb Ostereier
Aus dem symbolhaften roten Ei wurden später bunter Eier, aus ganz pragmatischen Gründen.

Wie aus dem Geschenk das Versteck wurde

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Belege, dass vor allem protestantische Familien die Ostereier nun für die Kinder versteckten, anstatt sie zu überreichen. Der Grund hierfür liegt einer Theorie nach dem heidnischen Brauch zugrunde, bei dem die Eier zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara verschenkt wurden. 

Dieser Göttin der Fruchtbarkeit und des Lebens zuliebe wurden seit dem 16. Jahrhundert Eier überreicht, bis die Kirche sich dann entschied, den Brauch zu verbieten. Was die Menschen natürlich nicht von ihrem Brauchtum abhielt, nur dass die Eier ab dann im Heimlichen überreicht, also versteckt wurden.

Ostern ist Anlass für Geschenke im kleinen Maß

Ganz gleich, ob man Ostern nun aufgrund seines religiösen Wertes oder wegen der Freizeit schätzt: Eines können wir uns bei der Tradition der Ostereiersuche mit Sicherheit abschauen: Jemand Besonderem ein Geschenk zu machen ist niemals falsch und kommt an Ostern besonders gut. Da muss es kein rotes Ei sein, der Anruf bei Oma oder ein Kompliment an gute Freunde tun es ebenfalls. Reicht dir das nicht, haben wir auch noch coole Last Minute DIY-Geschenke für dich!


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