Donald Trump Wahlwerbung
Facebook löscht Wahlwerbung von Donald Trump (Photo: imago images / UPI Photo) Source: imago

Facebook löscht Wahlwerbung von Donald Trump

Facebook hat einen Post von Donald Trump gelöscht & schärfere Regeln für die Wahlkampfwerbung angekündigt. Fraglich ist, wie hart das Trump treffen wird.

US-Präsident Donald Trump ist eigentlich für seine Tweets bekannt. 

Doch neben Twitter setzt Trump auch vermehrt auf das Online-Netzwerk Facebook. Zum Beispiel für seine Wahlkampfwerbung. Dort hatte er zuletzt eine Werbung veröffentlicht, die der Konzern nun gelöscht hat. Facebook kündigte nun schärfere Regeln für Posts an, die die Wahlkampfwerbung betreffen.

Facebook duldet Trumps Wahlkampfwerbung nicht

In dem mittlerweile gelöschten Post hatte sich Donald Trump kritisch über seinen Konkurrenten Joe Biden und Flüchtlinge geäußert. In einem Spot hieß es, dass Biden eine Gefahr für Amerika darstelle, weil er mehr Flüchtlinge ins Land lassen würde. Diese würden aus "Terror-Krisenherden" kommen. Im selben Atemzug wurde auf die Corona-Krise verwiesen. Damit, so Facebook, habe Donald Trump den Eindruck erweckt, dass Flüchtlinge ein Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für die USA darstellen. 

In einer Erklärung von Facebook heißt es, dass das Online-Netzwerk es nicht erlaubt, dass Menschen wegen ihrer Herkunft oder Einwanderung als Bedrohung für die Sicherheit, Gesundheit und das Leben anderer dargestellt werden.

Donald Trump
Donald Trump gerät immer wieder in die Kritik. Wegen Falschaussagen, rassistischen Äußerungen und zuletzt wegen seiner Steuererklärung.(Photo: imago images/ZUMA Wire)

Facebook kündigt härtere Regeln an

Damit jedoch nicht genug. Auch in Zukunft könnte Facebook Donald Trump einen Strich durch die Rechnung machen. Denn der Konzern kündigte an, Regelungen für die Wahlkampfwerbung zu verschärfen, die den Ausgang und den Ablauf der Wahl betreffen.

Demnach sollen auch keine Anzeigen mehr erlaubt sein, die vorzeitig den Sieger der Wahl ausrufen, den Wahlausgang in Zweifel ziehen oder eine Wahlmethode als betrugsanfällig darstellen. 

Der US-Präsident behauptet schon seit längerem, dass bei den Briefwahlen betrogen wird. Zudem sind sich Experten auch nicht sicher, ob er eine Wahlkampfniederlage akzeptieren wird. 

Bei der letzten Wahl hat Donald Trump massiv auf Werbebotschaften bei Facebook gesetzt und so vor allem die Wähler gewonnen, die ihm seine Präsidentschaft gesichert haben. Aber auch in diesem Wahlkampf spielen die sozialen Netzwerke eine große Rolle. 

Feststeht, dass der Konzern immer wieder in der Kritik stand, zu lasch auf Falschbehauptungen zu reagieren. Und auch Facebooks Tochter Instagram soll Donald Trump mehrmals besser behandelt haben, als seinen Konkurrenten Joe Biden. So wurden in der Vergangenheit bei der Suche nach dem Hashtag #DonaldTrump vor allem positive Posts ausgespielt. Während der Hashtag #JoeBiden vor allem Kritik zeigte.

Wie sich der Konzern in den nächsten Wochen im US-Wahlkampf weiter verhalten wird, bleibt daher mit Spannung abzuwarten.

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Von Journalisten wurde Donald Trump darum gebeten, Stellung zu dem Urteil im Fall Breonna Taylor zu nehmen. Doch was macht der Präsident stattdessen? Er verlässt einfach den Raum. Verwunderlich ist das nicht. Denn Donald Trump hat nachweislich mehrmals im Wahlkampf gelogen. Wir haben deshalb mal eine kleine Lügen-Chronik erstellt.


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