Mundschutz: Nicht nur in Bus und Bahn ist er seit Corona allgegenwärtig.
Mundschutz: Nicht nur in Bus und Bahn ist er seit Corona allgegenwärtig. (Photo: iStock)

"Super-Spreader": Das sind die absoluten Corona-Hotspots

Dass große Menschenansammlungen die Verbreitung von Corona fördern, ist bekannt. Eine neue Studie gibt Auskunft, welche Orte besonders gefährlich sind.

Chorproben, Fitnesskurse und Konferenzen sind laut einer neuen Studie echte Corona-Hotspots. Sie sind besonders prädestiniert dafür, den Coronavirus zu verbreiten.

Das geht aus einer neuen Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine hervor, über die jetzt die Daily Mail berichtete. Demnach sind 80% der Coronavirus-Infektionen auf solche Menschenansammlungen zurückzuführen. Sie gelten als absolute Corona-Hotspots.

Bei Chorproben verbreitet sich der Corona-Virus besonders stark.
Bei Chorproben verbreitet sich der Corona-Virus besonders stark.(Photo: iStock)

1. Corona-Hotspot: Chorprobe

Einer der Corona-Hotspots ist laut den Wissenschaftlern die Chorprobe. Das wird besonders an dem Beispiel von eines Singvereins im US-Bundesstaat Washington deutlich, bei dem 52 der 61 Sänger an Covid19 erkrankten.

Dabei gab es 32 bestätigte Fälle und 20 wahrscheinliche. Zwei Menschen starben.

Fitness-Kurse wie Spinning zählen zu den Corona-Super-Spreadern.
Fitness-Kurse wie Spinning zählen zu den Corona-Super-Spreadern.(Photo: iStock)

2. Corona-Hotspot: Fitnessstudio

Auch Fitnessstudio-Kurse werden von den Forschern als Corona-Hotspots angesehen. Dafür analysierten die Forscher einen Tanzkurs in Südkorea, der mit 112 Fällen von Covid-19 in Verbindung gebracht wird. 27 Trainer hatten an einem Workshop teilgenommen.

12 von ihnen wurden später positiv getestet. Bevor sie von ihrer Erkrankung wussten, gaben sie das Virus an 54 Personen weiter, die wiederum Freunde und Familienmitglieder ansteckten.

Auch Konferenzen gelten als großer Corona-Hotspot.
Auch Konferenzen gelten als großer Corona-Hotspot.(Photo: iStock)

3. Corona-Hotspot: Konferenz

Und auch Geschäftskonferenzen gelten als Super Spreader. So führte eine Biotech-Konferenz im Februar in Boston zu einer Verbreitung des Coronavirus von Massachusetts nach Indiana, Tennessee, North Carolina und sogar nach Europa.

Von 175 Teilnehmern wurden 99 krank, 10 starben.

Überraschende Erkenntnisse

Die Wissenschaftler nehmen an, dass diese Ausbrüche in den meisten Fällen auf eine einzige hochinfektiöse Person zurückzuführen sind.

Laut den Forschern ist ungefähr jeder zehnte Infizierte hochinfektiös, weil er das Coronavirus an besonders viele Menschen weitergibt. Diese Personen werden als "Superspreader" bezeichnet. Ihre sogenannte attack rate ist höher als bei anderen. 80% der untersuchten Fälle wurden von dieser kleinen Gruppe hochinfektiöser Menschen verursacht.

Der Schwerpunkt der Bekämpfung der Pandemie sollte laut der London School of Hygiene and Tropical Medicine darauf liegen, solche Super-Spreader-Events zu begrenzen.

In Deutschland dürfen nun wieder erste Fitnessstudios öffnen - mit begrenzter Teilnehmerzahl und natürlich auch mit dem obligatorischen Mindestabstand. Große Menschenansammlungen wie Konferenzen oder auch Chorproben sind noch immer nicht erlaubt

Das könnte dich auch interessieren:

Absolut flexibel: Dieser Urlaub ist Corona-sicher.

Das Coronavirus lässt den Planeten aufblühen.


Lifestyle