Camp Moria Flüchtlinge
Die Flüchtlinge hausen unter unmenschlichen Bedingungen auf der Insel Lesbos (Photo: imago images/ZUMA Wire) Source: imago images/ZUMA Wire

Neues Moria-Lager auf Lesbos: Entsteht gerade ein Gefängnis?

Die Zustände auf der Insel Lesbos sind unerträglich. Nach dem Großbrand des Flüchtlingslagers Moria sind Tausende Menschen obdachlos geworden und schlafen nun auf einem Lidl-Parkplatz.

Nach dem verheerenden Großbrand im Flüchtlingscamp Moria wünschen sich die Flüchtlinge ein Leben in Freiheit. Doch dieser Traum wird wohl nicht in Erfüllung gehen.

Warum es noch immer keine Lösung für die Flüchtlinge gibt

Zwar hat Deutschland angekündigt, dass das Land neben den angekündigten Minderjährigen zusätzlich noch 1553 Flüchtlinge aufnehmen will. Doch Griechenland stellt sich dem in den Weg und will die Flüchtlinge nicht ausreisen lassen.

So hat Kyriakos Mitsotakis, der griechische Ministerpräsident, klar gemacht, dass nur anerkannte Flüchtlinge in andere EU-Staaten ausreisen dürfen. Das Problem dabei ist jedoch, dass die meisten Menschen, die im Camp Moria gelebt haben, keine anerkannten Flüchtlinge sind. 

Stattdessen will Griechenland Menschen, die bereits Asyl bekommen haben und in der Hauptstadt Athen leben, ausreisen lassen. An den unhumanen Zuständen auf Lesbos würde das leider gar nichts ändern!

Obwohl sich Deutschland Unterstützung von seinen europäischen Partnern wünscht, ist es auffällig still bei den europäischen Nachbarn. Dem deutschen Beispiel folgen? Das macht bislang noch kein anderes Land. 

Österreich hat sich deutlich positioniert, sagt, dass es keine Flüchtlinge aufnehmen will. Finnland konnte sich auf lediglich elf unbegleitete Minderjährige einigen. Und auch in anderen Ländern wie Dänemark oder der Niederlande stößt man derweil auf taube Ohren.

Ein neues Lager soll entstehen: Wird es schlimmer als das Alte?

Tausende Menschen sind durch den Brand obdachlos geworden. Mit ihren wenigen Habseligkeiten campieren sie auf der Straße oder wie Aufnahmen zeigen vor einem Lidl-Parkplatz. Das Bild des Supermarktes, der für frische Lebensmittel steht, während draußen die bitterarmen Menschen hausen, ist grotesk.

Die Menschen wohnen jetzt vor dem Supermarkt.

Griechenland plant die Flüchtlinge in Zukunft in einem neuen Camp unterzubringen. Doch die Flüchtlinge haben Angst vor diesem Schritt. Sie selbst beschreiben das Camp gegenüber der Zeit als Gefängnis. Denn im Gegensatz zu Moria soll es nicht offen, sondern geschlossen sein. 

Menschen wollen nicht in ein Camp zurück. Sie wollen ein Leben.

Ein Flüchtling erklärt, dass er vor dem Betritt des Lagers sein Handy und seine Schnürsenkel abgeben musste. Dass er über den Zaun klettern musste, um das neue Lager wieder zu verlassen. Diese Aussage schockiert, lässt sich aber bislang noch nicht überprüfen.

Trotz der schrecklichen Lage veruschen sie ihre Menschlichkeit zu behalten.

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In den Sozialen Medien fordern Tausende Menschen, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen soll. Dafür wurde sogar eine Petition ins Leben gerufen.

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