Noch ist angesichts der angespannten Corona-Lage noch nicht einmal klar, ob wir Weihnachten mit unseren Lieben verbringen können – da wird schon über eine Beschränkung eines weiteren Jahreshöhepunkts diskutiert. 

So forderte unter anderem Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek ein Verbot von Feuerwerk zu Silvester. Mit dieser Entscheidung wäre Deutschland nicht allein. In den Niederlanden wurde jetzt ein landesweites Böllerverbot ausgesprochen. Wie realistisch ist solch eine Entscheidung hierzulande? wmn klärt auf.

Das steckt hinter dem Böllerverbot an Silvester

Als Grund für ihren Vorschlag gibt Antje Kapek die drohende Mehrbelastung der Krankenhäuser an. Viele arbeiten schon jetzt an der Belastungsgrenze. Kommen dann noch Feuerwerksverletzungen hinzu, kann eine ausreichende medizinische Versorgung schlimmenstenfalls nicht mehr gewährleistet werden.

Das war auch bei unseren Nachbarn, den Niederlanden, die Argumentation der Ärzte und Polizei. Zusätzlich monierten diese, dass Sicherheitskräfte die Corona-Regeln bei großen Menschenansammlungen nicht einhalten können.

Party Spiele an Silvester
Anstoßen an Silvester wird es wohl in diesem Jahr nur in einer sehr kleinen Runde geben.

Großstädte diskutieren Böllerverbot

Gerade in den Großstädten versammeln sich zur Silvesternacht viele Menschen auf öffentlichen Plätzen. In Zeiten von Corona sind genau solche Menschenansammlungen trotz Maske aber ein Infektionsrisiko. Ganz unabhängig von Verletzungen durch Feuerwerkskörper ist also allein dies schon ein möglicher Grund, ein Böllerverbot durchzusetzen.

Und so wird gerade in fast allen Metropolen darüber diskutiert, Feuerwerk gänzlich zu verbieten. Bisher haben sich aber weder München, Köln, Berlin noch Hamburg klar zu dem Vorschlag des Böllerverbots positioniert.

Allerdings: Bereits im letzten Jahr hatte es wegen der „konkreten Gefährdungslage“ einzelne Verbotszonen für Feuerwerk in manchen Großstädten gegeben. Diese wird es wohl auch in diesem Jahr geben. 

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Indizien sprechen für ein ruhiges Silvester

Möglich wäre nun, dass diese Verbotszonen ausgeweitet werden, wie Benjamin Jendro, der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei gegenüber dem Tagesspiegel erklärte. Von einem bundesweiten Böllerverbot spricht bisher aber niemand.

Klar ist aber: Für Gruppenfeiern mit Alkohol und wenig Abstand sieht es momentan schlecht aus. Und auch die ersten Bau- und Supermärkte haben reagiert und wollen in diesem Jahr keine Feuerwerkskörper anbieten. Wir sollten uns also alle auf ein ruhiges Silvester einstellen …

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