Jetzt kommt es dicke für den Einzelhandel! Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel haben nicht nur beschlossen, den Lockdwon light bis zum 20. Dezember zu verlängern. Sie haben zusätzlich noch härtere Corona-Regeln für Supermärkte, Einkaufszentren, Kaufhäuser und andere zahlreiche Händler verhängt. Das dürfte uns nicht nur viele Nerven kosten, sondern könnte auch auf Kosten der Gesundheit gehen, warnt der Einzelhandelsverband. 

Das sind die verschärften Corona-Regeln in Supermärkten 

In dem neuen Beschluss wurde festgelegt, dass in Geschäften ab einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern ab dem 1. Dezember nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt ist. Bisher war ein Kunde auf zehn Quadratmetern gestattet. Für kleinere Geschäfte bleibt die ursprüngliche Regel bestehen.

Doch der Einzelhandelsverband bewertet die Corona-Regeln trotzdem als kontraproduktiv. „Es gibt keinen sachlichen Grund, unterschiedliche Regelungen für Verkaufsflächen über und unter 800 Quadratmetern zu erlassen. Die Hygienekonzepte im Einzelhandel haben sich sowohl in kleinen wie auch in den größeren Räumlichkeiten von Geschäften, Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren bewährt“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einer Mitteilung.

Außerdem stünden solche Maßnahmen auch juristisch auf sehr unsicherem Boden. Das haben laut HDE die Erfahrungen nach Ende des ersten Lockdowns gezeigt. Damals durften zunächst nur Händler mit weniger als 800 Quadratmetern öffnen. Diese Regelung wurde anschließend von Gerichten gekippt.

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Was die neuen Maßnahmen im Einzelhandel auslösen

Die neuen Corona-Maßnahmen bergen laut Stefan Genth auch noch deutliche Risiken: „Mit dieser Regelung werden wir Warteschlangen vor den Supermärkten, Modegeschäften und Kaufhäusern erleben. Das schafft neue Gelegenheiten für Ansteckungen“, so der HDE-Chef weiter.

Und damit nicht genug. Die anstehenden Kunden könnten das Gefühl bei den Verbrauchern auslösen, dass die Waren knapp werden könnten. Die Folge wären erneut verstärkte Hamsterkäufe im Lebensmittelhandel.

Eine Google-Analyse verschiedener Supermärkte zeigt, dass vor allem an Freitagen und Samstagen besonders viele Lebensmittel eingekauft werden. Dies belegt auch eine Statista-Studie aus dem Jahr 2017. Demnach kaufen 42 % der Deutschen vor allem am Ende der Woche im Supermarkt ein. Genau zu diesen Stoßzeiten könnte es je nach Ort tatsächlich zu langen Warteschlangen kommen

So entgehst du den Schlangen vor dem Supermarkt

Ein paar Tage gilt noch die alte ein-Kunde-auf-zehn Quadratmetern-Regelung. Ab Dezember solltest du dich auf längere Wartezeiten vor dem Supermarkt einstellen – es sei denn, du verlegst deinen Einkaufstag auf den Anfang bzw. die Mitte der Woche. Dann könntest du dem Trubel ausweichen. 

Doch: Wie hoch ist das Risiko eigentlich, sich im Supermarkt mit dem Coronavirus anzustecken? Experten klären auf. Und: Nicht alle Infizierten fühlen sich krank. Wusstest du, dass 85 % der Corona-Infizierten symptomfrei sind? Plus: Angeblich gibt es in diesen Ländern kein Corona – wir erklären, ob das stimmen kann.

crlnmyr