211 Minuten – So viele Minuten Fernsehen schauen wir am Tag! 

Das zeigen Statistiken der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Doch nach der Arbeit oder am Wochenende sollten wir nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen und Fernsehen gucken oder Serien suchten. Darauf weisen Forscher immer wieder hin.  

Fernsehen gucken: Das ist der Nachteil

So hat ein US-Forscherteam im Rahmen einer Studie 450 Personen mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren zu ihrem Fernseh- und Sportpensum befragt. Zwei Drittel der Probanden waren Frauen.

Was die Forscher dabei herausfanden? Dass diejenigen, die viel Fernsehen schauen, durchschnittlich dicker sind. 

Ein durchschnittlicher, gesunder Körperfettanteil sollte bei Frauen bei 25,6 bis 29,7 Prozent liegen. Bei Männern hingegen zwischen 20,5 und 22,7 Prozent. Doch bei den Studienteilnehmehmenden lag der Körperfettanteil bei rund 33,2 Prozent. Und: Jede weitere Stunde Fernsehen pro Woche assoziierten die Forscher mit einem Anstieg des Körperfettanteils von einem Prozent. 

Warum die Forscher:innen vor allem Frauen adressieren

Die Forscher:innen fanden zudem heraus, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Körperfett und dem Fernsehkonsum gibt, wenn die Teilnehmer:innen einen aktiven Lebensstil führen und sich regelmäßig bewegen.

Fernsehen gucken
Trash TV Formate wie der Bachelor in Paradise überschwemmen den Markt.

Überraschend: Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass der Zusammenhang zwischen einem inaktiven Lebensstil, der Fernsehdauer und dem Körperfettanteil nur bei Frauen besteht.

Deshalb raten die Forschenden insbesondere den Frauen dazu, viel Sport zu treiben und weniger Fernsehen zu gucken. Denn ein sehr hoher Körperfettanteil wird auch mit vielen Krankheiten wie etwa Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Weitere Gründe, wieso du nicht so viel Fernsehen gucken solltest

Die US-Studie ist nicht die Einzige, die vor zu viel Fernsehkonsum warnt. Auch weitere Untersuchungen haben sich mit dem Binge-Watching beschäftigt und Spannendes herausgefunden:

  • Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass diejenigen, die viele Serien gucken, öfter unter Schlafstörungen und Müdigkeit leiden.
  • Eine Studie von 2019 weist darauf hin, dass mehr als 3,5 Stunden Fernsehen pro Tag unsere kognitiven Fähigkeiten verschlechtert. Die Probanden, die über 50 Jahre alt waren, konnten sich Informationen viel schlechter merken.
  • Hinzukommt, dass wir, wenn wir viel Fernsehen gucken, viel weniger Zeit haben, um unser Gehirn zu trainieren. Aber wir verlieren durch das viele Binge-Watching auch viel Zeit, die uns dann wiederum fehlt, um unsere Freunde zu treffen oder Dinge anzupacken, die uns im Leben voranbringen können.
  • Netflix & Co verbrauchen viel Strom. Zum einen, weil unsere Laptops und Tablets währenddessen an sind und zum anderen werden die Serien als Daten auf Servern gespeichert und verbrauchen laut SWR circa 55 Terrawattstunden pro Jahr. Und dafür braucht man circa zehn Kraftwerke.

Fazit: Wir sollten unseren Netflix- und Fernsehkonsum etwas herunterschrauben

Es spricht nichts dagegen, ab und zu mal ein paar Serien oder Dokus zu suchten. Immerhin können wir dabei auch vieles lernen. Doch wir sollten auch nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher verbringen. Zum einen, um mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die uns wichtig sind und zum anderen, um unsere Gesundheit zu schützen.

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