KIZ – ein Phänomen der deutschen Musikszene. Niemand versteht so richtig, was uns die drei Berliner Jungs mit ihren Songs eigentlich sagen wollen. Auf ihrem neuen Album sehen wir mal wieder, in welche Richtungen Kunst so driften kann. Wir haben uns das neue Album von KIZ angehört und vor allem ein Song ist uns besonders ins Auge gestochen: „Unterfickt und geistig behindert.“ Was wollen KIZ uns damit eigentlich sagen?

Unterfickt & geistig behindert – Dieser Song hat (k)eine Message

Der Song mit dem doch sehr kontroversen Titel sendet eine Message an das Publikum. Nur ist diese Message eine ganz andere als man vielleicht meinen würde. Denn KIZ singt hier eigentlich nur davon, wie bescheuert sie selbst sind. Sie kommen in ihrem Song als Hohlköpfe und Vollidioten rüber.

Ich bin ein unter- (Ah) -fickter Hohlkopp
Würd für ’n Blowjob (Ja) töten wie O-Dog (Bang-bang)

KIZ

Maxim und Nico singen hier über eine legendäre Partynacht, die – natürlich – im absoluten Drogenrausch endet. Erst bedienen sie sich reichlich am Koks, danach probieren sie es mit Ecstasy.


Mit Kokain geh‘ ich um wie mit Pizzamehl

KIZ

KIZ haben einmal über sich selbst gesagt, sie würden ihre eigenen Alben niemals kaufen. In ihrem Song Unterfickt und geistig behindert kann man nachvollziehen, was sie meinen. Denn sie sind so selbstironisch und selbstkritisch wie man als Band nur sein kann. Der Song geht weiter und die beiden Jungs Nico und Maxim kommen immer nur noch schlechter dabei weg.

Denn ich hab‘ ja leider kein Telefon
Aber dafür hab‘ ich grad ’n Halbsteifen
Doch das kann schnell vorbei sein, Schatz, du musst am Ball bleiben

„Ey, ey, ey, ey, lass, lass zum DJ geh’n, lass zum DJ geh’n und ihn fragen, ob er ihn auflegt“
„Digga, wir sind gar nicht reingekommen in‘ Club“

Disclaimer: Wir von wmn finden die Selbstironie, die man in den Texten von KIZ immer mitliest, sehr unterhaltsam und ehrlich. Allerdings ist die Wortwahl der Künstler doch mit Vorsicht zu genießen.

Wofür steht KIZ denn eigentlich?

So richtig weiß man nicht, was KIZ eigentlich heißt. So hat die Kult-Band heute viele Namen: Kannibalen in ZivilKünstler in ZwangsjackenKriegsverbrecher im ZuchthausKarotten Ingwer und Zwiebel oder Kreuzritter in Zentralasien sind nur einige davon.