Vor mehr als 20 Jahren wurden sie zur erfolgreichsten Girlband Deutschlands – zum Jubiläum feierten die No Angels im Februar 2021 ihr großes Comeback. Mit dabei waren Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls. Nur eine entschied sich gegen eine Wiedervereinigung: Vanessa Petruo. Warum das ehemalige No Angels Mitglied Vanessa Petruo wohl nie wieder dabei sein wird, erfährst du in diesem Artikel.

Ob Vanessa Petruo vielleicht später doch noch zu den Engeln stößt?

2021 kochten die No Angels gegen Steffen Henssler in dessen Vox-Show Grill den Henssler. Einige Fans dürften zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch ein Fünkchen Hoffnung gehabt haben, dass Vanessa Petruo dort doch auftauchen könnte.

Doch die Engel schwangen nur zu viert den Kochlöffel – und zeigten sich begeistert, wie erfolgreich die Band auch nach 20 Jahren noch ist. „Wir haben uns tatsächlich vom Herzen her entschieden, das jetzt noch mal zu machen. Keiner von uns hätte das erwartet, dass das so rund läuft,“ so Jessica in der Sendung. Tatsächlich stieg ihr Album „20“ im Juni 2021 auf Platz 1 der Charts ein.

Zu Vanessa finden Nadja, Sandy, Lucy und Jessica nur warme Worte. Dass die Fünfte im Bunde nicht dabei ist, haben sie akzeptiert. „Das nehme ich auch gar nicht übel“, so Sandy. „Sie ist in den Staaten in Los Angeles an der Uni und doziert dort Psychologie und macht da eine großartige Karriere, also Chapeau.“

No Angels
Die vier No Angels unternehmen immer noch viel zusammen. Foto: imago images/Future Image

Sie war schon bei der ersten Reunion nicht dabei

Rückblick: Die No Angels waren eine der ersten deutschen Casting-Stars überhaupt. Millionen Zuschauer:innen schauten Nadja, Lucy, Sandy, Jessica und Vanessa dabei zu, wie sie durch die RTL2-Show Popstars wurden. Als No Angels brachen sie schnell jede Menge Rekorde. Ihre Debütsingle Daylight in Your Eyes und ihr Album Elle’ments landete auf Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt verkauften die No Angels fünf Millionen Tonträger. Bis heute sind sie die erfolgreichste Girlgroup Kontinentaleuropas.

Doch 2003 war Schluss. Die Musikerinnen trennten sich. Vier Jahre später starteten sie einen erneuten Anlauf, doch eine wollte bei der Reunion nicht dabei sei: Vanessa Petruo. Sie hatte in der Zwischenzeit Pläne, sich als Solokünstlerin zu verwirklichen. 2005 veröffentlichte sie ihr eigenes Album, das sich aber nicht in den Charts platzieren konnte. Auch als Schauspielerin und Synchronsprecherin war Vanessa aktiv. So war sie unter anderem in der Komödie Wo ist Fred? zu sehen.

Vanessa Petruo
Vanessa Petruo bei einem ihrer seltenen Auftritte im Jahr 2013 auf einer Filmpremiere in Berlin.(Photo: Getty Images/Sean Gallup for Paramount Pictures)

Vanessa ist jetzt promovierte Psychologin

Doch das Ex-No Angels Mitglied schwor dem Leben im Scheinwerferlicht immer mehr ab. So arbeitete sie nach ihrem abgeschlossenen Fernstudium der Psychologie als wissenschaftliche Hilfskraft am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

Während sich die No Angels 2014 endgültig auflösten, zog Vanessa ein Jahr später für das Masterstudium der kognitiven Neurowissenschaften nach Dresden und schloss dort ihr Studium 2018 mit der Auszeichnung Magna cum laude ab. Danach arbeitete sie an der Uniklinik Dresden im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Heute ist die gebürtige Berlinerin 41 Jahre alt und lebt zurückgezogen in den USA. Seit 2019 arbeitet sie als Postdoktorantin an der University of Southern California. Mit dem Leben in der Öffentlichkeit hat Vanessa schon lange abgeschlossen.

Vanessa Petruo kehrt den No Angels den Rücken

Bereits 2014 erklärte sie in einem Interview nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten zu wollen. Das bekräftigte sie Ende 2020 noch einmal via Instagram. Dort teilte das ehemalige No Angels Mitglied mit: „Ich freue mich, dass ihr nach so vielen Jahren noch an mich denkt und trage die No Angels in meinem Herzen.“

Mittlerweile ist dieser Account jedoch auf privat gestellt. Auf ein Comeback mit allen fünf Bandmitgliedern können die Fans nach dieser klaren Ansage wohl leider nicht hoffen. 

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