Monatelang waren die Kinos dicht. Und wir hatten auch größere Sorgen, als uns über die verpassten Blockbuster zu ärgern. Doch während wir uns die neuesten Corona-News durchgelesen oder uns über das Homeoffice beschwert haben, hat die Kino-Branche unter dem Virus gelitten. 

Corona: Fluch für die Kinos

So mussten viele Kinobetreiber auf lukrative Blockbuster verzichten, wie etwa den neuen James Bond Film. Die Corona-Krise hat sich für sie vor allem finanziell bemerkbar gemacht. Die Kinos haben im ersten Halbjahr von 2019 noch 430,2 Millionen € eingenommen. Im ersten Halbjahr von 2020 waren es jedoch nur noch 206 Millionen €. Bedeutet also einen Verlust von 50 % der Einnahmen!

Corona Kino
Kino & Corona? Ja!(Photo: antoniodiaz/ shutterstock)

Doch: Wie sieht die Situation nun aus? Jetzt, wo sich der Alltag wieder einschleicht, die Geschäfte wieder geöffnet haben und die Städte wieder voller werden?

Kinos haben wieder geöffnet – aber mit Einschränkungen

Die Kinos haben zwar wieder geöffnet und die Bundesregierung versucht den Kultureinrichtungen finanziell unter die Arme zu greifen. Dennoch sieht es im Kino anders aus, als wir es gewöhnt sind. Denn es müssen bestimmte Regeln eingehalten werden. So tragen die Mitarbeiter Mundschutz, genauso wie die Besucher, wenn sie nicht an ihrem Platz sind. 

Hinzu kommen weitere Hygieneregeln und die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,50 Metern. Popcorn und Nachos werden nur eingeschränkt verkauft oder gar nicht. Die Tickets sollen möglichst online bestellt werden und an den Eingängen stehen Behälter mit Desinfektionsspray bereit.

Wie früher ist es hier also definitiv nicht. Das gilt nicht nur für uns, sondern auch für die Betreiber. Denn aufgrund der Abstandsregeln können die Kinobetreiber ihre Säle nicht komplett besetzen. Und da in manchen Ländern die Corona-Fallzahlen weiter ansteigen, dürfen die Kinos nicht öffnen und die weltweiten Kinostarts werden nicht gegeben. Die Folge: Die deutschen Kinos dürfen die neuen Filme nicht präsentieren und weichen deshalb vermehrt auf Klassiker aus. 

Wer also Lust hat, mal wieder mit seinen Freunden oder dem Partner auszugehen, kann einen Abstecher ins Kino machen und sich coole Filme wie Harry Potter reinziehen. Dabei tun wir nicht nur uns selbst etwas Gutes, sondern unterstützen auch die Branche. Was wir aber auf gar keinen Fall vergessen dürfen? Klar, den Mundschutz!

Und wie sieht es in anderen Ländern aus?

In Frankreich hat man sich auf einen geringeren Sicherheitsabstand geeinigt. Hier beträgt er nur einen Meter. Hinzu kommt, dass Frankreichs Hauptstadt Paris das Kino neu erfindet. Denn hier wurde das Kino einfach aufs  Wasser verlegt. Genauer gesagt auf das Bassin de la Villette, einem großen Wasserbecken, das zwei Kanäle miteinander verbindet.

Am Ufer steht eine 16 x 9 Meter große Leinwand, auf die die Besucher von ihren kleinen Elektrobooten aus gucken. Die oberste Regel? Genügend Sicherheitsabstand zwischen den Booten einhalten.

Wir finden: Eine geile Idee, die für schönes Sommerfeeling sorgt und die trotzdem eine eigene Einnahmequelle für Kultureinrichrtungen darstellt. Wäre doch auch was für Deutschland, oder?

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