Als ich gehört habe, dass Heartstopper auf Netflix kommen wird, war ich absolut aus dem Häuschen. Schließlich habe ich die Graphic Novels schon vor mehreren Jahren gelesen und geliebt und komme immer wieder gerne zu ihnen zurück. Nachdem dann endlich der Tag kam, an welchem Heartstopper seine Premiere auf dem Streaming-Anbieter hatte, wurde ich keineswegs enttäuscht – das Gegenteil war eher der Fall!

Ich verbrachte einen Tag damit, die Serie zu bingewatchen und war überrascht, wie extrem nahe die Serie an den Büchern waren, inklusive übernommene Graphic-Elemente aus der Geschichte rund um Charlie und Nick. Wenn du die Serie auch geliebt hast, möchte ich dich jetzt davon überzeugen, auch noch die Buchvorlage selbst zu lesen!

Heartstopper: Darum ist queere Repräsentation in Büchern so wichtig

Sagen wir es, wie es ist: Im Deutschsprachigen Raum lassen queere Bücher leider noch immer auf sich warten. Allerdings zeigt sich seit letztem Jahr eine Entwicklung in der New Adult-Szene, wo immer mehr LGBTQ-Bücher das Licht der Buchwelt erblicken – und das ist auch absolut richtig und nötig so!

Heartstopper
„Heartstopper“ zelebriert die Liebe in all ihren Formen. Foto: Netflix Mediacenter

Denn queere Repräsentation wird nicht nur in Serien wie Heartstopper gebraucht, sondern auch in Büchern an sich. Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass der queeren Community eine genauso große Bühne geboten wird wie für alle heterosexuellen Paare und Geschichten. Heartstopper ist vor allem deshalb so wichtig, weil es in einer besonderen Art und Weise, dem Comic-Stil, eine Geschichte rund um das Herausfinden der Sexualität und dem Coming-Out bietet, die so viele schon vor Jahren gebraucht hätten.

Heterosexuelle Menschen fühlen sich in jedem zweiten Buch gesehen und verstanden. Und warum? Weil das noch immer die ’sexuelle Norm‘ ist. Und genau dagegen wollen Bücher und Serien wie Heartstopper vorgehen. Denn wer definiert schon was Normal ist?

Heartstopper von Alice Oseman: Coming-Out in einer ganz lockeren Form

Viele queere Menschen sagen immer wieder, dass sie sich ein Leben lang outen müssen. Und auch das ist ein internalisiertes Problem, was wir gemeinsam als Gesellschaft angehen müssen. Auch Charlie hatte in Heartstopper sein Coming-Out in seiner Highschool und musste mit Mobbing und Co. seinen Alltag bestreiten – und all das nur, weil er zu sich selbst stand.

Doch sein Leben ändert sich drastisch, als er Nick kennenlernt. Nick, welcher ein Rugby-Profi und der heterosexuellste Mensch ist, den Charlie je gesehen hat – zumindest sagen das auch seine Freund:innen. Doch so heterosexuell, wie Charlie denkt, ist Nick gar nicht. Und Nick muss sich nun überlegen, ob er für Charlie nur Freundschaft empfindet oder etwas völlig anderes…

3 Gründe, warum du Heartstopper noch heute lesen solltest

Na? Konnte ich dich schon davon überzeugen, auch zu der Buchvorlage des Netflix-Erfolges zu greifen? Wenn du noch immer zweifelst, habe ich hier für dich noch drei Gründe herausgesucht, warum du Heartstopper noch heute lesen (und durchsuchten) solltest.

1. Heartstopper ist eine Graphic Novel

Du fragst dich jetzt vielleicht, warum das ein ausschlaggebender Grund sein sollte, dieses Buch zu lesen. Doch genau das hat mich damals so an dieser Geschichte fasziniert und angezogen. Die wunderschöne und beinahe naive Illustration, die Liebe, die in den Geschichten und durch die Zeichnungen auf mich als Leserin übertragen wurde…

Ich hätte persönlich nicht gedacht, dass mich ein Buch im Comic-Stil so begeistern und berühren könnte, doch genau das hat Heartstopper geschafft! Gerade durch die visuelle Repräsentation hat man das Gefühl, mit Charlie und Nick selbst die Abenteuer des Alltags zu bewältigen.

Heartstopper Szene
Viele Graphic Elemente aus den Büchern finden sich auch in der Serie wider. Foto: Netflix Mediacenter

2. Es ist Pride Month

Dieser Grund mag einigen vielleicht banal erscheinen, doch gerade in dieser Zeit sollten wir uns vermehrt queeren Büchern widmen und mit der queeren Community auseinandersetzen, die so viel mehr Rampenlicht verdient, als sie es jetzt bekommt. Hier ein Vorschlag: Wir sollten jeden Monat zum Pride Month machen! Doch fürs erste, ist genau jetzt die perfekte Zeit, um sich die vier Graphic Novels zu Gemüte zu führen.

3. Die Geschichte von Charlie und Nick ist unglaublich authentisch

Queere Geschichten müssen nicht immer mit Einhornstaub und tausenden von Regenbogenflaggen daher kommen (obwohl dies natürlich auch schön ist!). Die Story von Nick und Charlie ist unglaublich authentisch, weil sie genau so im echten Leben auch passieren könnte: Junge trifft Junge, Junge verliebt sich in Jungen. Fertig ist die perfekte, queere Coming-Out-Story. Es ist einfach nur schön, diese Liebe und die wachsende Zuneigung zwischen den beiden Teenies zu sehen, die gerade in einer Phase in ihrem Leben sind, wo alles sich verändern könnte.

Charlie und Nick
In der Heartstopper-Serie werden dir viele Shots aus den Büchern bekannt vorkommen. Foto: Netflix Mediacenter

Graphic Novel goes Queer: Heartstopper ist ein Must-Read

Und? Bist du jetzt überzeugt und schon drauf und dran, in den nächsten Buchladen zu rennen? Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich dich überzeugen konnte, dass die Heartstopper-Bücher genauso gut sind wie die Serie an sich. Sicherlich wirst du beim Lesen der Bücher auch viele Parallelen und die gleichen Kamerashots vorfinden, wie du es als Illustration im Buch siehst. In diesem Sinne: Happy Pride Month und viel Spaß beim Lesen!

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