Nachdem viele Fans der Percy Jackson-Buchreihe die Filme kritisiert haben (und diese aufgrund schlechter Einspielzahlen auch keine weiteren Verfilmungen bekamen), gibt es jetzt tolle Neuigkeiten. Die beliebte Fantasy meets griechische Mythologie-Reihe wird mit einer Disney+-Serie in neuem Glanz aufgelegt! Autor Rick Riordan überwacht die Percy Jackson-Serie persönlich und gibt den Fans Hoffnung auf die Verfilmung, welche das Buch verdient hat. Nach der Cast-Ankündigung kamen bei vielen allerdings Zweifel auf – und sehr harte Kritik gegenüber den Schauspieler:innen. Wir wissen, warum aber gerade diese Besetzung so wichtig und richtig ist!

Die neue Percy Jackson-Serie: Das steckt hinter dem Projekt

Nachdem vor fast zehn Jahren die Filme mit Logan Lerman als Percy Jackson über die Leinwand rollten, ist das Trio rund um Percy, Annabeth und Grover endlich wieder zurück. Mit Disney+ hat die Geschichte rund um die Halbgötter ein neues Zuhause gefunden und wurde mit frischen (und vor allem jungen) Gesichtern neu besetzt.

Laut IMDb soll die erste Staffel der Percy Jackson-Serie im Jahr 2023 starten, Fans müssen sich also noch etwas gedulden. Allerdings lohnt es sich. Denn die Serie führt nicht die vorherigen Filme fort, sondern erzählt die komplette Handlung rund um Percy Jackson noch mal (romangetreu) neu. Wer also die Bücher kennt und liebt, wird sich in der Serie sicherlich pudelwohl fühlen.

Walker Scobell
Das ist der neue Percy Jackson. Foto: IMAGO Images / NurPhoto

Das Casting der Percy Jackson-Serie: Zwischen Rassismus und Freude

Der erste ankündigte Schauspieler rund um das Halbgötter-Trio ist Walker Scobell, der die Titelrolle höchstpersönlich verkörpern soll. Bekannt ist er aus The Adam Project, wo Zuschauer:innen ihn schon als aufsteigenden Stern des Hollywood-Himmels sahen. Nach ihm folgte die Ankündigung, wer seinen besten Freund Grover und seine beste Freundin Annabeth spielen soll.

Während die Fans von Walker Schobells Casting begeistert waren, wurden hier auf einmal böse Stimmen laut. Denn die 12-jährige Schauspielerin Leah Sava Jeffries ist dunkelhäutig – und steht damit im Konflikt zur ‚Roman-Annabeth“, welche weiß und blond ist.

Sicherlich kann man sich nun vorstellen, wie die Reaktion einiger in den sozialen Netzwerken aussah. Rassismus und Beleidigungen waren für Leah Sava Jeffries nach der Castingankündigungen an der Tagesordnung. Aufgrund dessen und dem Unmut über dieses ‚falsche Casting‘ wurde Leahs TikTok-Account sogar verwarnt und gelöscht.

So spricht sich der Autor der Percy Jackson-Bücher gegen Rassismus und für seine Casting-Entscheidung aus

Rick Riordan, Autor der Bücher und ausführender Produzent der Disney+-Serie spricht sich in einem langen Blogpost gegen den Rassismus der angeblichen Fans aus und verteidigt seine Casting-Entscheidung: „Ich habe mich klar ausgedrückt, dass ich als Autor nach der bestmöglichen Schauspielerin suche, die die Persönlichkeiten der Charaktere zum Leben bringen können. Das physische Aussehen war zweitrangig für mich.“

„Wir haben genau das getan“, schreibt er weiter, „Wir haben ein Jahr für diesen Prozess gebraucht und die besten der Besten gefunden. Dieses Trio ist das Beste. Leah Jeffries ist Annabeth Chase.“ Weiterhin spricht er davon, dass ihm, dem Autor, der die Bücher geschrieben hat, nicht geglaubt wird, wenn er sagt, dass er die perfekten Schauspieler:innen gefunden hat.

„Ihr beurteilt ihre Angemessenheit für diese Rolle nur und ausschließlich basierend auf ihrem Aussehen. Sie ist ein schwarzes Mädchen, welches den Charakter eines weißen Mädchens spielt. Freunde, das ist Rassismus.“

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Darum ist das Casting der Percy Jackson-Serie trotz allem so wichtig

Wo viele ein Problem damit haben, dass die weiße Annabeth Chase von einer POC verkörpert wird, ist für viele dieses Casting all das, was sie sich immer gewünscht haben. Vor allem dunkelhäutige Menschen erzählen auf Social Media von ihren Geschichten rund um das erstmalige Lesen der Bücher und dass sie sie zwar geliebt haben, sich aber unter all den ‚weißen Charakteren‘ nie repräsentiert gefühlt haben.

Und genau das ändert sich durch Leah Jeffries. Sie ist die Verkörperung von Repräsentation, die sich so viele POC-Leser:innen in der Percy Jackson-Reihe gewünscht haben. Auch Rick Riordan spricht in diesem Zusammenhang die Kernaussage der Geschichte rund um Percy an:

„Die Kernaussage von Percy Jackson war schon immer, dass man aus dem anders sein seine Stärken zieht. Es liegt Kraft in Pluralitäten. Die Dinge, die uns von anderen abheben, sind oft die, die unsere individuelle Stärke und Größe ausmachen. […] Jeder kann ein Held sein. Und wenn du das nicht verstehst und noch immer sauer wegen des Castings dieses perfekten Trios bist, dann zählt es nicht, wie oft du die Bücher gelesen hast. Du hast nichts von ihnen gelernt.“

Rick Riordan
Der Autor und ausführende Produzent der Percy Jackson-Serie spricht sich gegen Rassismus und für seinen Cast aus. Foto: IMAGO Images / ZUMA Wire

Leah Jeffries versucht trotz allem positiv zu bleiben. Denn sie weiß, dass sie vor allem von der POC-Community den Rückhalt hat, den sie sich gewünscht hat und den sie auch verdient. In einem Instagram-Live sagt sie deshalb: „An all diejenigen, die haten – hört auf damit. Ich weiß, dass ihr denkt, dass es mir wehtun wird. Das ist nicht der Fall. Ihr verschwendet nur eure Zeit.“

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