„Ach, Donald“, will man ihm zurufen! „Mach es dir doch selbst nicht so schwer„, aber nein. Mister President will ja nicht hören und rennt los, rutscht aus, steht wieder auf – und landet mit seinem Hintern doch wieder im Fettnäpfchen. Der mächtigste Mann der Welt hat es geschafft, sich abermals zum Gespött der Leute zu machen. Oder um genau zu sein: Donald Trump ist auf einen Twitter-Fake hereingefallen. wmn erklärt, was dahinter steckt.

Wenn Donald Trump von Liebe spricht

Donald Trump wird kein zweites Mal das Staatsoberhaupt der USA werden. Und dennoch stellt er es so dar, als hätte sein Kontrahent Joe Biden nur mit immensen Betrug die Wahl gewinnen können. Für seinen Verdacht gibt es bislang keine Beweise. Stattdessen aber twittert und spricht Donald Trump unaufhörlich vom Wahlbetrug. Und davon, dass ihm die Wahl gestohlen wurde.

Mittlerweile wirkt es jedoch so, als würde sich Trump selbst in seinem Wahn verlieren. Denn obwohl er eigentlich weiß, dass seine Schwester Elizabeth Trump nicht in der Öffentlichkeit stehen will, glaubte er dennoch, dass sie sich auf Twitter für ihn stark machen und folgende Worte schreiben würde: „Diese Wahl hat mich dazu inspiriert, mein Schweigen zu brechen und für meine Familie einzustehen. Mein Bruder Don hat die Wahl gewonnen und dafür wird er bis zum Ende kämpfen. Unsere Familie bestand schon immer aus Kämpfern. Wir sind so stolz auf ihn und auf den Job, den er für dieses Land gemacht hat. Vier weitere Jahre!“

Das sind Worte, die Donald Trump wie Öl runtergegangen sein dürften. Wohl deswegen kommentierte er sie auch gleich mit: „Danke Elizabeth, LIEBE!“

Donald Trump bedankt sich auf Twitter für die Unterstützung.

Seine Schwester: „Ich bin nicht mal auf Twitter“

Und damit ging die Aufregung um Elizabeth Trump auch schon los. Denn in Wahrheit war es gar nicht sie, die hinter den lieben Worten für Donald Trump steckte. Im Interview mit VICE News stellte die Geschäftsfrau klar: „Ich werde versuchen, das zu löschen. Ich bin nicht mal auf Twitter.“ Sie sei von all dem genervt: „Ich hätte es schon früher richtig gestellt, dass es nur eine Parodie ist, aber ich hätte niemals gedacht, dass Präsident Trump selbst auf diesen Account aufmerksam wird.

Erfahre im Video, wie Donald Trump aufgewachsen ist.

Doch laut Vice gab es mehrere Dinge, die Trump merkwürdig hätten vorkommen müssen. Denn die Beschreibung der Twitter-Seite lautete: „Ich bin die First Sister der USA, aber ihr könnt mich Betty nennen.“ Worte, bei denen selbst Michael Cohen, der frühere Anwalt von Donald Trump, skeptisch gewesen sei. Er sagte dem Magazin, dass niemand  Elizabeth je Betty genannt hätte: „Ich habe immer Elizabeth oder Liz gehört. Betty? Nie.

Da fragt man sich doch glatt: Von allen Menschen da draußen hätte es doch der eigene Bruder am besten wissen müssen, oder? Anscheinend nicht.

Mehr gefällig? Hier erfährst du, mit welcher Rhetorik es Donald Trump schafft, die Massen für sich zu gewinnen.  Außerdem erklären wir dir hier, wieso die USA vor diesem Tag Angst hat & er dennoch immer näher rückt….