Es gibt auf der Welt gefühlt nur zwei Arten von Menschen: Katzen- und Hundemenschen. Hundemenschen beschweren sich oft über Katzenmenschen und andersherum. Wenn du Hunde jedoch aus den folgenden Gründen präferierst, dann könnten Menschen, die Katzen lieber mögen, denken, dass du sexistisch bist.

Was genau hat Katzen-Hass mit Sexismus zu tun?

Katzen und Femininität wurden schon vor Jahren in der Literatur miteinander assoziiert. Gerade wenn es zum Beispiel um Hexen und Katzen geht.

Das Klischee besagt: Frauen, die Katzen lieben und haben, sind „Crazy Cat Ladies“ und der geliebte Hund eines Mannes ist „des Mannes bester Freund“. Alleine an den Klischees kann man sehen, dass hierbei ein Ungleichgewicht herrscht.

Die Geschichte zeigt zudem viele Parallelen beim Hass gegenüber Frauen und dem Hass gegenüber Katzen. Genauso wie bei Frauen wurden Katzen damals zu einer hohen Rate missbraucht. Auch heute noch ist der Katzen-Hass im Gegensatz zum Hund weit verbreitet.

1. Katzen lassen sich im Gegensatz zu Hunden nicht immer kuscheln

Sein Haustier zu kuscheln, bringt einem selbst und auch dem Tier eine Menge Serotonin, wenn beide das wollen. Genau da liegt auch der entscheidende Knackpunkt: Einige Katzen lieben es zu kuscheln, andere mögen es gar nicht. Selbst wenn sie es mögen, haben sie nicht immer Lust dazu. Das wissen auch Menschen, die dieses Argument für ihren Katzen-Hass nehmen.

Dabei wollen manche Katzen, genauso wie Menschen und übrigens auch Hunde nun mal nicht immer kuscheln. Vielleicht vertrauen sie dir noch nicht genug oder empfinden Körperkontakt als unangenehm. Daher solltest du die Grenzen des Tiers einfach respektieren. Meist wendet es sich von dir ab, wenn es keine Lust auf Streicheleinheiten hat.

Na, erkennst du schon, worauf das hinausgeht? Die Situation ist nämlich vergleichbar mit denen von Frauen, deren Grenzen nicht respektiert werden. Daher vermuten Katzenbesitzer:innen, dass du ihre Grenzen nicht respektierst, wenn du das bei Katzen ebenfalls nicht tust und somit sexistisch bist.

2. Katzen haben ihren eigenen Kopf und machen, was sie wollen

Katzen werden in der Regel als sehr eigenständige Tiere gesehen. Schließlich gehen Freigänger-Katzen raus, wann auch immer sie wollen. Zudem machen sie oft auch zu Hause, was sie wollen. Hunde folgen laut Stereotyp ihren Besitzer:innen wo auch immer sie hingehen. Mit der Eigenständigkeit der Katzen haben viele Katzen-Hasser:innen ein Problem.

Wenn man dieses Verhalten wieder auf Personen überträgt, kommt wieder der Sexismus-Gedanke bei Katzen-Befürworter:innen auf. Schließlich wollen viele Menschen Frauen ebenfalls in ihrem Handeln kontrollieren, zum Beispiel wenn es darum geht, wer mit den Kindern zu Hause bleibt oder was eine Frau zu tun und lassen hat.

3. Es ist kein Zeichen von Männlichkeit, Hunde lieber zu mögen

Hunde werden von einigen als „die stärkeren Tiere“ angesehen. Schließlich werden sie als Wachhunde benutzt, viele Rassen sind größer als Katzen und sie werden auch zu Jagd-Zwecken ausgebildet. Das zieht Katzenbesitzer:innen zufolge sexistische Personen regelrecht an Hunde. Das liegt daran, dass auch viele sexistische Personen Männer als „das stärkere Geschlecht“ sehen. Wenn du Hunde also als stärker und männlicher siehst, sehen dich andere eventuell als sexistisch.

Fazit: Wenn du also aus diesen Gründen Katzen lieber als Hunde magst, solltest du vielleicht deine eigenen Verhaltensweisen reflektieren und sie überdenken.

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