Während einer Panikattacke kann man sich schon sehr hilflos fühlen, zudem gibt es nicht allzu viel, was einem währenddessen helfen kann. So geht es vielen Menschen, auch auf Social Media. Auf TikTok macht sich ein Trend breit, der vielen hilft, Panikattacken zu bekämpfen. Wir erklären dir, wie der Trick funktioniert.

Panikattacken bekämpfen: Kann kaltes Wasser dagegen helfen?

Seit Anfang dieses Jahres findet man auf der Social-Media Plattform TikTok immer wieder Videos von Menschen, die während einer Panikattacke ihren Kopf in eine Schüssel voll mit eiskaltem Wasser stecken. Viele User:innen sind von dem einfachen Trick begeistert, weswegen die Videos tausende von Aufrufen haben.

Den Trick wurde jedoch nicht von TikTok-Creator:innen erfunden, er ist schon etwas älter. Er beruht auf der Wim-Hof-Methode, dabei geht es hauptsächlich darum, die Kälte eines Eisbades mithilfe von Atemtechniken zu ertragen. Die Methode des niederländischen Extremsportlers hat jedoch derzeit wenige Studien, die die Wirksamkeit der Methode belegen können.

Eine der Studien aus dem Jahr 2020 besagt, dass Eisbaden einen positiven Effekt auf unsere Psyche hat. Die Studienteilnehmer:innen fühlten sich nach regelmäßigen Eisbaden allgemein besser und glücklicher. Eine andere Studie aus dem Jahr 2018 zeigt, wie eine Frau mit Angstzuständen und Depressionen nach dem regelmäßigen Eisbaden keine Medikation mehr brauchte. In einem Punkt sind sich Forscher:innen sicher: Eisbaden und der Zusammenhang zur Psyche muss weiter erforscht werden, weswegen größere Studien im Gange sind.

So funktioniert der Trick

Auch wenn die Methode im Nachhinein nicht funktioniert, ist es immerhin einen Versuch wert. Schließlich haben die meisten von uns Wasser, Eis und eine Schüssel zu Hause. Fülle für den Trick eine große Schüssel mit Wasser und Eis und lege dir ein Handtuch bereit. Dann steckst du deinen Kopf für mehrere Sekunden unter Wasser. Wiederhole den Vorgang ein paar mal, bis es dir besser geht.

Das kannst du tun, wenn dir Eiswasser im Gesicht nicht hilft

Generell kannst du bei einer Panikattacke versuchen, dich abzulenken. Das empfehlen auch Psycholog:innen. Das kann für jeden etwas anderes bedeuten. Zum Beispiel kannst du versuchen, auf sauren Gummibärchen herumzukauen. Das liefert ähnlich wie bei dem kalten Wasser Reize, die dich von der Panikattacke ablenken.

Wenn du regelmäßig an Panikattacken und Angstzuständen leidest, solltest du dich um einen Psychotherapie-Platz bemühen. Wenn du akut Hilfe benötigst, kannst du dich zu jeder Tages- und Nachtzeit an die Telefonseelsorge 0800 1110111 wenden.

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