Achtsamkeitstraining
Mit Achtsamkeitstraining kommst du entspannt durch die nächsten Monate. (Photo: Unsplash/ Timur Romanov)

Mit Achtsamkeitstraining durch den Corona-Herbst

Wir verraten dir Tipps zum Achtsamkeitstraining, mit denen du entspannt durch den Herbst kommst.

Das Jahr 2020 hat den meisten Menschen mehr Kummer als Freude bereitet. Die Corona-Pandemie zerstört unaufhaltsam Existenzen, Lebensträume- und pläne und zwingt uns in die Einsamkeit. Achtsamkeitstraining kann dir helfen, mit dieser belastenden Situation besser umzugehen.

Warum wir jetzt Achtsamkeitstraining brauchen

Laut einer YouGov-Studie fühlen sich 17% der Deutschen gestresster. Auch die Ergebnisse der Nako-Gesundheitsstudie stützen diese Aussage: Vor allem Deutsche zwischen 20 und 40 Jahren zeigten demnach während des ersten Lockdowns vermehrt Symptome von Depression, Stress und Angst.

Insbesondere Singles fühlen sich seit den Einschränkungen oft einsam. Wenn man sich an die Regeln hält, ist es fast unmöglich, jemand Neues kennenzulernen. Dating Apps sollen helfen, doch laut einer Once-Nutzerumfrage fühlen sich 65 % der deutschen UserInnen auch von Tinder, Once und Co. eher gestresst.

Deshalb solltest du jetzt besonders auf dich aufpassen und nicht vor weiteren Corona-Beschränkungen resignieren. Wir schließen uns dem von Once einberufenen November der Achtsamkeit an und verraten dir Tipps zum Achtsamkeitstraining, mit denen du entspannt durch den Herbst kommst.

Achtsamkeitstraining: Keine Macht dem Winterblues

Clémentine Lalande, CEO von Once, hat sich viel mit den Bedürfnissen von Singles und jungen Paaren beschäftigt und weiß: Nur wer sich selbst kennt und sich den eigenen Bedürfnissen bewusst ist, kann sich vollkommen auf einen anderen Menschen einlassen." 

Dabei soll das Achtsamkeitstraining helfen. Diese Tipps und Challanges lassen sich einfach in deinen Alltag integrieren, ohne dass sie dich einschränken. Es gibt keine strengen Regeln, du hast dein eigenes Tempo und deine eigene Reihenfolge. Los gehts!

Achtsamkeitstraining
Wer morgens schon eine positive Einstellung hat, kommt leichter durch den Tag.(Photo: Unsplash/ Bruce Mars)

1. Starte positiv in den Tag

Wenn der Wecker klingelt und es draußen dunkel, kalt und nass ist, ist das wenig motivierend. Versuche, dich von negativen Gedanken am Morgen freizumachen. 

Stelle den Wecker zehn Minuten früher und nimm dir Zeit für ein morgendliches Achtsamkeitstraining: Worauf freue ich mich heute? Was möchte ich geschafft haben? Und wenn es nur das Lieblingsessen ist, dass du dir vornimmst zu kochen oder dein neuer Pulli, den du heute tragen willst.

2. Sei dankbar

Diese Übung des Achtsamkeitstrainings kostet dich nur ein bis zwei Minuten und kann so oft wiederholt werden, wie du möchtest: Nimm dir einen Zettel und Stift und schreibe dir drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das kann deine Familie sein oder Freunde genauso gut wie "die kleinen DInge des Lebens", wie der Kaffee am Morgen. 

Diese Übung hilft dir, positiver und optimistischer zu denken. Wenn du lernst, in jeder Situation das Gute zu sehen, fühlst du dich langfristig ausgeglichener und zufriedener – auch wenn dir eine Pandemie das Leben schwermacht.

3. Weniger ist mehr

Ziel dieses Achtsamkeitstrainings ist es auch, dir zu zeigen, wie wenig du zum Glücklichsein brauchst. Die Zwangsentschleunigung durch den Lockdown ist eine gute Gelegenheit, dein eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen. 

Miste deinen Kleiderschrank oder gleich die ganze Wohnung mal so richtig aus! Behalte die Dinge, die dir wirklich am Herzen liegen und spende den Rest an Menschen, die sie dringender brauchen als du. Das bringt nicht nur Ordnung in dein Leben und Kleiderschrank, sondern auch einen Haufen Karmapunkte.

Achtsamkeitstraining
Rausgehen und deine Umwelt aktiv wahrnehmen, kann dir diesen Herbst besonders helfen.(Photo: Pexels/ Tobi)

4. Gehe raus & nehme deine Umwelt wahr

Vor allem in Großstädten scheint es, als wären alle immer spät dran. Man hetzt durch die Straßen, zur U-Bahn, ins Büro, zum Date .... Nimm dir nach Feierabend oder am Wochenende Zeit für einen Spaziergang – ohne Zeitdruck und ja, ohne Handy! 

Kein Podcast und kein Fotografieren für Instagram soll dich davon ablenken, deine Umgebung bewusst wahrzunehmen: Wie riecht die Luft? Wie sehen die Bäume auf dem Weg aus? Wohin gehen die Menschen wohl, die dir entgegenkommen? 

5. Mach Pausen

Im Homeoffice verschwimmen schnell die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Deshalb rät Clémentine Lalande zum Achtsamkeitstraining: “Die Auszeit sollte sowohl vom Arbeits-, aber auch vom Freizeitstress sein. Finde heraus, was für dich am besten funktioniert: viele kurze Pausen über den Tag verteilt oder weniger längere Pausen.” 

6. Nein zu Multitasking

Ziel des Achtsamkeitstrainings ist es auch, dass du durch einen strukturierteren Alltag zu mehr Ruhe kommst und dich dadurch entspannst. Fokussiere dich also immer nur auf eine Aktivität und stelle die nächste hinten an. 

Du beendest also erst deine beruflichen Aufgaben und machst dann die Wäsche. Und du schaust erst einen kitischigen Weihnachtsfilm und guckst dir dann Insta-Stories an. So behältst du den Überblick über deine ToDos und schaffst dir nach getaner Arbeit ein richtiges Feierabendfeeling.

Erfahre im Video, welche 5 Tipps dir gegen Einsamkeit in der Corona-Zeit helfen.

7. Kommuniziere deine Gefühle

Es ist völlig okay, wenn es dir mal nicht so gut geht. Nutze die Zeit der geschlossenen Bars für dein Achtsamkeitstraining, indem du deine Gedanken nicht mit FreundInnen weg-trinkst, sondern dich ihnen aktiv stellst. 

Werde dir über die Gründe deiner Traurigkeit oder Unzufriedenheit klar und überlege, was du tun kannst, damit es dir langfristig besser geht. Was hilft dir am besten aus einem Tief? Vielleicht ist es ein Gespräch mit einem guten Freund, vielleicht aber auch ein bestimmter Film oder eine Pizza mit Extrakäse? 

Achtsamkeitstraining
Den ganzen Tag im Bett rumliegen ist nicht, auch nicht im Lockdown.(Photo: Unsplash/ Maddi Bazzocco)

8. Sei kreativ

Der Lockdown ist eine tolle Gelegenheit im Rahmen deines Achtsamkeitstrainings kreativ zu werden. Beschäftigungen, die zu einem sichtbaren Ergebnis führen, tun deiner Psyche gut, weil sie dir ein Gefühl von Produktivität vermitteln. 

Vielleicht schreibst du gern, wolltest schon immer mal Zeichnen lernen, mal wieder ausgefallener kochen oder sogar Töpfern? Online gibt es für fast alles Kurse und du hast eine Beschäftigung nur für dich, die dir Spaß und ein gutes Gefühl bringt.

9. Lasse dich auf Neues ein

Clémentine Lalande sagt: “Manchmal hilft auch ein Perspektivwechsel, um wieder bewusster wahrzunehmen und uns selbst noch besser kennenzulernen." 

Probiere also Neues aus. Entdecke beim Spazierengehen neue Stadtteile, lerne endlich Italienisch oder mach eine Fahrradtour ins Grüne. Es ist wichtig, dass du nicht das Gefühl bekommst, auf der Stelle zu treten während des Herbstes. Nutze deine Zeit, entdecke Neues und schaff dir Erinnerungen, auch wenn es welche sind, die du nur mit dir selbst teilst.  

Fazit: Achtsamkeitstraining hilft dir nicht nur während Corona

All diese Tipps und Übungen sind natürlich nicht nur auf die kommenden Herbst- und Wintermonate anwendbar. Achtsamkeitstraining ist etwas, das du immer dann für dich tun solltest, wenn du merkst, dass es dir nicht so gut geht, dich gehetzt, ausgelaugt oder gestresst fühlst. Nimm dir immer wieder mal Momente für dich und fokussiere dich auf das Wesentliche: dich selbst.

Pilates ist ein toller Sport für jeden, der im Achtsamkeitstraining etwas fitter werden will.

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