Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Im Durchschnitt konsumiert ein:e Deutsche:r im Laufe seines/ihres Lebens etwa 77.000 Tassen Kaffee. Bei einem so hohen Kaffeekonsum stellt sich jedoch auch die Frage, wie lange Kaffee überhaupt haltbar ist. Wie lange du Kaffee aufbewahren kannst, ohne dass er schlecht wird und was die Halbwertszeit von Koffein ist, erfährst du in diesem Artikel.

Das ist die Halbwertszeit von Koffein

Kaffee, beziehungsweise das Koffein, welches im Kaffee enthalten hat, hat eine Halbwertszeit von etwa vier bis fünf Stunden. Die Halbwertszeit ist die Zeit, nach der etwa die Hälfte eines Stoffes abgebaut wurde und bezieht sich in diesem Fall lediglich auf den Abbau von Koffein im menschlichen Körper.

Das bedeutet konkret, dass vier bis fünf Stunden nach dem Kaffeekonsum nur noch die Hälfte des in dieser Tasse Kaffee enthaltenen Koffeins im Körper vorhanden ist. Trinkst du also morgens um 8 Uhr eine Tasse Kaffee mit etwa 90 Milligramm Koffein, so befinden sich um 12 Uhr mittags nur noch 45 Milligramm Koffein in deinem Körper. Um 16 Uhr wären es dann nur noch 22 bis 23 Gramm und so weiter.

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Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten, deinen Kaffee zu lagern. Foto: Pexels via Canva.com

So lange kannst du Kaffee aufbewahren

Über den Abbau von Koffein im Körper gibt es also mittlerweile zahlreiche Forschungsergebnisse. Doch wenn es um den Abbau von Koffein zum Beispiel bei der Lagerung von Kaffee geht, ist die Forschung noch nicht sonderlich weit. Das liegt aber auch daran, dass das im Kaffee enthaltene Koffein eben nicht einfach so zerfällt. Es bleibt in den Kaffeebohnen sogar nahezu ewig enthalten.

Das Problem bei Kaffee liegt also nicht darin, dass das Koffein verloren geht, sondern daran, dass sich das Aroma des Kaffees mit zunehmender Lagerungszeit immer mehr verschlechtert. Kaffee wirkt also immer, nur schmeckt er nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr. Bereits nach gerade einmal 15 Minuten an der frischen Luft verliert der Kaffee schon kleine Mengen seines Aromas.

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, den Kaffee aufzubewahren. Und bei all diesen verschiedenen Aufbewahrungsweisen hält sich der Kaffee beziehungsweise sein Aroma unterschiedlich lange. Damit du dabei nicht den Überblick verlierst, haben wir dir hier die häufigsten Methoden aufgelistet:

  • Direkt nach der Röstung halten sich Kaffeebohnen für etwa zwei bis drei Wochen.
  • Verstaust du deine Kaffeebohnen in einem luftdichten Behälter oder vakuumierst sie, so können sie sich bis zu sechs Monate nach der Röstung halten.
  • Gekaufte geröstete Kaffeebohnen halten sich bei ungeöffneter Verpackung je nach Sorte ein bis zwei Jahre.
  • Frierst du die Kaffeebohnen ein, so können sie sogar bis zu drei Jahre haltbar bleiben.
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Koffein hat eine Halbwertszeit von etwa vier bis fünf Stunden. Foto: IMAGO/Westend61

Fazit: Koffein bleibt und Aroma verschwindet

Sowohl Kaffeebohnen als auch Kaffeepulver kannst du also für eine gewisse Zeit aufbewahren. Das im Kaffee enthaltene Koffein geht dabei natürlich nicht verloren. Allerdings kann es dazu kommen, dass der Kaffee schlecht wird. Das passiert schnell, wenn die Kaffeebohnen feucht werden oder du sie nicht in einem luftdichten Gefäß aufbewahrst.

Wenn du aber all diese Punkte bedenkst, kannst du deinen Kaffee für einige Wochen lagern, ohne dass er groß an Aroma verliert. Mehrere Monate solltest du ihn in einer gewöhnlichen Verpackung aber nicht aufbewahren. Dann schmeckt er nur noch mit sehr viel Zucker und Milch.

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