Superfoods, Detox-Suppen, Grünkohl oder Reis aus Blumenkohl – In den letzten Jahren sind viele Food-Trends aus den USA nach Deutschland geschwappt. Nun ist noch ein neuer Trend hinzugekommen, der die Massen begeistert und unsere Neugierde weckt. Nämlich: Kaffeemehl. wmn hat sich deshalb angeschaut, wie dieser Trend entstanden ist, wieso das Lebensmittel so beliebt ist und wo wir das Kaffeemehl kaufen können.

Kaffeemehl: Das ist die Idee dahinter!

Unser Kaffee kommt aus Gebieten wie Lateinamerika, Asien oder Afrika. Dort ernten Kaffeebäuer:innen die braunen Bohnen als Früchte vom Baum und verarbeiten sie aufwendig – bis daraus unser Kaffee entsteht. Doch dabei bildet sich viel Abfall. Denn es werden lediglich 20 % der Kaffeekirsche verwendet, die restlichen 80 % der Frucht landen im Müll oder auf dem Kompost.

Was für eine Verschwendung! Denn aus den Fruchtabfällen könnten auch andere Lebensmittel entstehen. Zum Beispiel Kaffeemehl.

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Bis der Kaffee in deiner Tasse landet, hat er einen langen Weg vor sich. Credit: IMAGO / Imaginechina-Tuchong

Was ist Kaffeemehl?

So wird Kaffeemehl aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kaffeekirsche hergestellt. Und obwohl das Pulver so aussieht wie gemahlener Kaffee, wird das Kaffeemehl ganz anders eingesetzt. Zum Beispiel zum Backen und Kochen.

Der Vorteil: Es lässt sich genauso gut verarbeiten wie normales Mehl, hat aber einen fruchtig-blumigen Geschmack mit einer malzigen Note. Darüber hinaus enthält Kaffeemehl aber auch viele Nährstoffe und Antioxidantien, trumpft mit einem hohen Protein- und Eisengehalt sowie vielen Ballaststoffe auf. Außerdem ist es glutenfrei.

Für welche Rezepte sich das Kaffeemehl besonders gut eignet

Da das Kaffeemehl etwas dunkler ist als Weizenmehl, eignet es sich perfekt für dunklere und süßere Backwaren wie Schokoladenkuchen oder Brownies sowie für Brote. Aber bevor du dich jetzt in die Küche stellst und loslegen willst, solltest du wissen, dass es hierzulande kaum Shops gibt, die das Kaffeemehl anbieten. Doch keine Sorge: Wie bei den meisten Food-Trends aus Übersee dürfte es nicht mehr so lange dauern, bis dieser auch in Deutschland angekommen ist. Und diese Entwicklung dürfte sich nicht nur für uns lohnen. Sondern auch für die Kaffeebäuer:innen. Denn mit diesem Produkt haben sie eine Möglichkeit, zusätzliches Geld zu verdienen. Und das, ohne auf den Anbau von anderen Lebensmitteln setzen zu müssen.

Übrigens: Erst kürzlich haben wir bei wmn darüber berichtet, wie schlecht es den Bäuer:innen geht und wie sich der Klimawandel auf den Kaffeeanbau auswirkt.