Ashwagandha Pulver
Wir erklären die Wirkung von Ashwagandha (Photo: Shutterstock/ Eskymaks)

Gegen Stress & Schlafstörungen - die Wirkung von Ashwagandha

Bessere Verdauung, weniger Stress & Schlafstörungen. Wir erklären, was an den Gerüchten um die Wirkung von dem Adaptogen Ashwagandha dran ist.

Ashwagandha: Die Wirkung der kleinen, roten Beere, die zu den Nachtschattengewächsen gehört, soll bombastisch sein! So berichten zahlreiche Anwender von positiven Effekten auf Körper und Geist.

Was ist Ashwagandha überhaupt?

Ashwagandha wird auch als Winterkirsche oder indischer Ginseng bezeichnet. Die Pflanze wächst vorwiegend in Indien, Pakistan und Afghanistan und wird seit Tausenden von Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda eingesetzt

Und auch hierzulande steht die Pflanze immer häufiger als Nahrungsergänzungsmittel im Regal. Die Präparate enthalten nicht nur die Beeren an sich, sondern auch die Blätter, Blüten, Stängel, Samen, die Rinde und vor allem die Wurzel.

Ashwagandha: Wirkung & Ursache 

Die Wirkung von Ashwagandha umfasst ein breites Feld: Die Pflanze soll bei Stress und Schlafstörungen helfen. Und da sich Stress auch auf die Verdauung niederschlagen kann, soll Ashwagandha auch hierauf einen positiven Einfluss haben. Zudem wird der indische Ginseng verwendet, um Ängste zu reduzieren und die Gedächtnisleistung zu verbessern.

Die Pflanze soll das Immunsystem stärken und Unruhe mindern. Selbst bei Potenzproblemen soll Ashwagandha wirken.

Pulver
Insbesondere die Wurzel der Winterkirsche wird häufig in den Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.(Photo: Shutterstock/ Eskymaks)

Da die Winterkirsche die Testosteronwerte erhöhen soll, nehmen auch Bodybuilder die Pflanze ein, weil diese den Muskelaufbau verbessern und positiv auf Muskelkater wirken soll.  Auch für Ausdauersportler könnte die Pflanze interessant sein. Denn in einer Tierstudie hat Ashwagandha die Ausdauer von Ratten erhöht. Die positive Wirkung von Ashwagandha könnte theoretisch auch beim Menschen eintreten, allerdings ist das mit dieser Tierstudie natürlich noch nicht wissenschaftlich belegt. 

Die Beere ist vor allem auch deshalb so beliebt, weil die Wirkung von Ashwagandha so umfassend ist. So soll die Pflanze zum Beispiel beruhigend, aber gleichzeitig auch stärkend wirken. Ashwagandha wird als natürliches Schlafmittel eingesetzt - soll aber nicht müde machen. Ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Schlafmitteln.

Doch woher soll diese krasse Wirkung der Asgwagandha kommen? Die Antwort darauf: Ashwagandha ist ein sogenanntes Adaptogen. 

Die Pflanze ist ein Adaptogen

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet, sich "anzupassen". Auf die Wirkung von Ashwagandha bezogen, bedeutet dies, dass darin enthaltene Pflanzenstoffe den Körper dabei unterstützen, sich anzupassen. Indem sie zum Beispiel den pH-Wert, die Hormone oder die Körpertemperatur anpassen.

Der Vorteil von Adaptogenen ist, dass sie nicht nur kurzzeitig deine Leistung verbessern - und diese dann wieder einbricht, so wie das beispielsweise bei Koffein und Nikotin der Fall ist. Sondern sie wirken langfristig. Sprich: Wenn du Stress hast und Ashwaghanda einnimst, normalisiert sich dein Körper durch die Anpassung des Hormonhaushaltes.

Ashwaganda Beere
Viele schwören auf die Wirkung von Ashwagandha bei Schlafstörungen.(Photo: Shutterstock/ Herrn Stock)

Die Wirkung von Ashwagandha überzeugt dich? Dann müssen wir dich leider darauf hinweisen, dass es bisher keine klinischen Studien zu dem Nachtschattengewächs gibt. Und die Untersuchungen, die spannende Ergebnisse vorweisen, basieren oftmals auf Tierversuchen. Sodass wir nicht genau wissen, ob die Pflanze beim Menschen genau so wirkt wie bei Tieren. 

Für dich bedeutet das: Wenn du zu denjenigen gehörst, die Ashwagandha ausprobieren wollen, musst du dich auf Erfahrungswerte anderer beschränken beziehungsweise einen Arzt fragen, der sich mit der tradtionellen chinesischen Medizin auskennt.

Ashwagandha: Einnahme & Dosierung 

Es wird empfohlen, nicht mehr als 300 bis 500 mg Extrakt von Ashwagandha pro Tag einzunehmen. Da es die Pflanze aber nicht nur in Pulverform sondern auch als Tabletten zu kaufen gibt, ist die Dosierung in dieser Form sehr einfach. Die Einnahme von Tabletten bietet sich aber auch deshalb an, weil die sogenannte Winterkirsche einen bitteren Geschmack hat.

Ashwagandha kannst du auch überdosieren. Dann musst du mit Nebenwirkungen, wie etwa Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall rechnen. 

Fazit

Wer mit Schlafstörungen und mangelnder Konzentration zu kämpfen hat, kann die Ashwagandha-Wirkung selbst austesten. Die Präparate findet ihr in zahlreichen Online-Shops. Aber: Es bietet sich natürlich an, einen Experten dafür zu Rate zu ziehen.

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