Coronavirus: Fitnessstudios legen Plan vor, um wieder zu öffnen
Vielen fehlt das Fitnessstudio

Mit diesem Plan sollen Fitnessstudios wieder öffnen

Experten fordern eine Wiedereröffnung der Fitnessstudios & legen einen 5-Punkte Plan vor, mit dem das gelingen soll.

"Mehr Serien, mehr Essen, mehr Alkohol, mehr Lagerkoller, mehr Übergewicht, mehr Stress, mehr Frust, mehr Schlaganfälle - keine Fitnessstudios."

Mit diesem Slogan macht die Fitnessbranche darauf aufmerksam, dass aufgrund des Coronavirus seit dem 16. März sämtliche Fitnessstudios geschlossen sind. Dabei hat Bewegung nicht nur zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit. 

Sondern Fitness ist auch gerade in dieser Zeit wichtig: "Bewegungsmangel durch Isolation kann beispielsweise Diabetes, Depressionen und Herz-Kreislaufprobleme verursachen", schreiben die Branchenexperten.

Fitnessstudios von Corona besonders betroffen
Experten plädieren für Wiedereröffnung der Fitnesstudios.

Der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit e.V.  appelliert unter dem Hashtag #GesundheitbrauchtFitness an die Bundesregierung, die Bundesländer und ihre Minister, die Fitnessstudios wieder zu eröffnen. 

Um das möglich zu machen, legt die Branche ein Gutachten vor, mit dem eine verantwortungsvolle Wiedereröffnung gelingen soll und gleichzeitig das Infektionsrisiko in den Fitnessstudios reduziert werden kann. 

Das Gutachten wurde gemeinsam mit der TU München und der IST Hochschule Düsseldorf erstellt. Zu den Autoren gehören Sportbiologen, Juristen, Virologen und Betriebsärzte.

Das ist der 5-Punkte Plan, um Fitnessstudios wieder zu eröffnen

Die Experten schlagen in ihrem Gutachten fünf Schritte vor, die Studios befolgen sollen, um wieder öffnen zu können.

1. Die Mitarbeiter der Fitnessstudios sollen geschult werden

So sollen die Mitarbeiter verstehen, wie es zu einer Ansteckung kommt, was ein wirksamer Infektionsschutz bedeutet und wer zur Risikogruppe gehört. Außerdem sollen die Mitarbeiter der Fitnessstudios täglich über die Fallzahlen des Coronavirus informiert werden.

2. Brief an die Mitglieder

Die Mitglieder sollen in einem Informationsschreiben über die ergriffenen Maßnahmen aufgeklärt werden. 

3. Schutzmaßnahmen in den Fitnesstudios

Die Fitnessstudios sollen laut des Gutachtens Schutzmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören Plexiglasscheiben an der Anmeldung, eine Aufstockung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Aber auch eine Einlassbeschränkung und eine neue Raumaufteilung, damit der nötige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Zudem sollen die Studios gut durchlüftet werden und auch das Tragen einer Maske wird empfohlen.

Coronavirus: Fitnessstudios wollen mit Plan wieder eröffnen
Viele steigen als Alternative zum Gym auf Homeworkouts um

Die Geräte sollen nach jeder Nutzung desinfiziert werden. Ausdauersport könnte eingeschränkt werden, weil hier eine höhere Ansteckungsgefahr besteht, "da man teilweise über 100 l/min atmet." 

Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, sollen die Ausdauergeräte so aufgestellt werden, dass seitlich und nach hinten mindestens 1,5 Meter und nach vorne in die Atemrichtung 2 Meter Abstand besteht. Ist die Entfernung nicht einzuhalten, soll der Ausdauerbereich geschlossen werden.

Kraft- und Hanteltraining sowie niedrigintensives und moderates Ausdauertraining sind laut der Gutachter mit Abstand und Oberflächendesinfektion weniger problematisch.

4. Besonderer Schutz von Risikogruppen

Risikogruppen sollen vor einer Infektion mit dem Coronavirus besonders geschützt werden. Dafür schlagen die Autoren vor, eigene Trainingszeiten für sie einzurichten sowie Trainingspläne zu erstellen, die sie auch zu Hause ausführen können.

5. Die richtige Planung

Die Studios sollen einen Plan aufstellen, mit dem sie schnell reagieren können, wenn sich beispielsweise ein Mitglied krank fühlt oder die Sporteinrichtungen von einem bestätigten Fall erfahren.

Mit diesem vorgestellten 5-Punkte Plan wollen die Gutachter dazu beitragen, dass die Fitnessstudios wieder öffnen können. Noch ist allerdings kein genaues Datum bekannt.

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