Verhütung ist ein riesiges Thema. Und die Auswahl an Verhütungsmethoden, die für Frauen* in Frage kommen, erscheint zunächst sehr groß.

Sie ist schon wieder sehr viel kleiner, wenn frau* auf der Suche nach natürlichen Alternativen ist. Sie wird ebenfalls kleiner, wenn Frauen* sich  aus sozio-ökonomischen Gründen für eine möglichst günstige Alternative entscheiden muss. Und sie wird auch kleiner, je nachdem, wie frau* sich selbst hinsichtlich Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und Lifestyle einschätzt. Denn nicht jede Verhütungsmethode funktioniert auch für jede Frau*

Wir stellen einige Alternativen vor, ordnen diese auch direkt nach Schwierigkeitsgrad der Anwendung bzw. Grad der erforderlichen Verantwortung ein und verraten euch dann noch, warum euer Sternzeichen bei der Wahl der für euch richtigen Methode helfen kann.

Disclaimer: frau*/Frauen* wird hier als Überbegriff für Menschen mit einer Vagina und Vulva verwendet.


Sternzeichen & Verhütung: Für die Faulen & Vergesslichen

Kupferspiralen haben einen Pearl Index von 0,3-06 und sind damit sehr sicher. Credit: Carol Yepes via gettyimages.de Credit: GettyImages/Carol Yepes

Das Femidom

Das Femidom ist praktisch das Kondom für die Frau und wird wie dieses nur einmalig beim Geschlechtsverkehr verwendet. Es wird vaginal eingeführt und nach dem Akt wieder entfernt. Es ist im Übrigen auch das einzige Verhütungsmittel (abgesehen vom Kondom), durch das sich Frauen* selbst gegen eine Infektion mit Geschlechtskrankheiten schützen können. Die Handhabung ist relativ einfach, daher Schwierigkeitsgrad 1.

Pearl Index: 5-25

IUPs

IUPs – zu deutsch Intrauterinpessare – sind sowohl hormonell als auch nicht-hormonell erhältlich. Bekannter sind die nicht-hormonellen IPUS wohl unter den Namen Kupferspirale oder Kupferball. Diese werden für die Dauer von maximalen 5 Jahren (variiert je nach gewählter Methode) vaginal in den Uterus eingeführt und hemmen dort eintreffende Spermien . Da nur ein einmaliger Termin zum Einsetzen notwendig ist, auch hier Schwierigkeitsgrad 1.

Pearl Index: 0,3-0,8

Und für wen eignen sich Verhütungsmittel des Schwierigkeitsgrads eins nun am Besten?

Vermutlich für all jene Sternzeichen, die nicht unbedingt für ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und/oder ein hohes Maß an Selbstdisziplin bekannt sind. Die da wären …

… der Wassermann

Getreu seinem Element der Luft ist der originelle und seine Unabhängigkeit schätzende Wassermann mal hier und mal da. Sein Streben nach Erneuerungen und dem Wegkommen von einer konservativen Gesellschaftsordnung würden ihn fast zum idealen Kandidaten für die schwierigen Verhütungsmethoden machen – wäre da nicht seine Vergesslichkeit. Die Wassermann-Frau verzettelt sich leider sehr häufig, weswegen die obigen Verhütungsmethoden, die vergleichsweise einfach in der Anwendung sind, für sie die sichersten Alternativen darstellen.

… die Fische

Die sensiblen Fische sind sehr intuitiv und handeln eher nach ihren Gefühlen und Bedürfnissen, als aus Pflichtbewusstsein. Diese im Grunde sehr positive Eigenschaft der Nähe zur eigenen Gefühlswelt hat aber leider auch die Kehrseite der mangelnden Selbstdisziplin. Daher täten sich Fische-Frauen* keinen Gefallen, wenn sie Verhütungsmethoden nutzen würden, die schwieriger in der Anwendung sind als jene aus Stufe eins.

… der Krebs

Der launische Krebs ist ein Wasserzeichen und passend dazu von sehr häufigen und starken Stimmungsschwankungen belastet. Diese innere Instabilität begründet auch, warum Krebs-Frauen* die idealen Nutzer:innen der oben aufgeführten Verhütungsmethoden sind, die weder eine routinierte tägliche Einnahme noch besonders viel Pünktlichkeit erfordern.

… der Widder

Der feurige Widder ist nicht dafür bekannt, lange zu fackeln, bevor er spricht oder handelt. Diese Impulsivität ist der Grund, weshalb Widder-Frauen* sich eher an Verhütungsmethoden der Schwierigkeitsstufe eins handeln sollten, die nur ein sehr geringes Maß an Planung und Routine erfordern.

Sternzeichen & Verhütung: Für die Gelegenheits-Disziplinierten

Sieht auf den ersten Blick befremdlich aus, zählt aber zu den am wenigsten invasiven Verhütungsmöglichkeiten: Das Diaphragma
Credit: jenjen42 via gettyimages.de Credit: GettyImages/jenjen42

Das Diaphragma

Das Diaphragma ist ein mit Silikon überspannter Federring, der zusammen mit der Nutzung einer spermienvernichtenden Creme (Spermizid) zur Verhütung genutzt werden kann. Es wird unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr vaginal eingeführt und hinterher wieder entfernt. Da das Diaphragma allein nicht ausreichend schützt und es daher eines weiteren Mittels (Spermizid) bedarf und auch, weil die Handgriffe zur Benutzung erst noch geübt werden müssen, hier Schwierigkeitsstufe 2.

Pearl Index: 1-20

Und für wen ist dieses Verhütungsmittel der Schwierigkeitsstufe 2 wohl am besten geeignet?

Für all jene Sternzeichen, die durchaus ein gewisses Maß an Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen, die aber gleichzeitig auch eine gelegentlich etwas zu schludrige Art haben, als dass sie Verhütungsunfälle bei Nutzung der Methoden aus Stufe drei vermeiden könnten. Welche Sternzeichen das sind? Here goes …

… die Waage

Die ruhige Waage handelt stets sehr bedächtig, alle ihre Schritte und Handlungen sind wohlüberlegt. Für Impulsivität ist dieses Sternzeichen nicht bekannt. Deswegen eignet sich die oben aufgeführte Verhütungsmethode mit Schwierigkeitsgrad zwei auch gerade für die in sich ruhende Waage-Frau besonders gut.

… die Zwillinge

Zwillinge sind keine Freund:innen von Routinen und langweiligem Alltagstrott. Deswegen sind sie auch häufig in Berufen anzutreffen, die ein häufiges Reisen voraussetzen. Obwohl Zwilling-Frauen* also durchaus pflichtbewusst und diszipliniert sind (und damit ja theoretisch auch für Verhütungsmethoden der Stufe drei in Frage kämen), sind sie in Anbetracht ihrer variierenden Wohnorte und dem damit verbundenen (Reise-)Stress mit Methoden der Stufe zwei am besten bedient.

… der Schütze

Der freiheitsliebende Schütze neigt zwar durchaus zur Nachdenklichkeit – macht sich also Gedanken über sein Tun – schlussendlich aktiv wird er aber eher aus einem Impuls als aus einer wohl durchdachten Überlegung heraus. Daher eignet sich für Schütze-Frauen* die oben genannte Methode (oder eine mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad) am besten.

Vaginalringe sind mit einem Pearl Index von 0,4-0,65 ziemlich sicher, verlangen aber eine Menge Fingerspitzengefühl in der Anwendung.
Credit: Irina Chetverikova via gettyimages.de Credit: GettyImages/Irina Chetverikova

Sternzeichen & Verhütung: Für die Pflichtbewussten

Die letzte Schwierigkeitsstufe 3 ist nichts für Schludrige – diese Methoden haben es in sich und verlangen besonders viel Fingerspitzengefühl und Disziplin!

Der Vaginalring

Der Vaginalring ist ein mit Hormonen ausgestatteter Verhütungsring, wird vaginal eingeführt und für die Dauer von ca. 3 Wochen im Körper gelassen. Danach wird er für eine Woche entfernt (hier kommt es dann häufig zur vermeintlichen „Regelblutung“, ähnlich wie bei der Pillenpause) und durch einen neuen Ring ersetzt. Viel Vorsicht und kalendarische Zuverlässigkeit sind hier geboten. Daher Schwierigkeitsgrad 3.

Pearl Index: 0,4-0,65

Die Pille

Die allseits bekannte Pille muss täglich zur selben Zeit eingenommen werden. Ihre Nutzung verlangt folglich viel Verantwortungsbewusstsein und Disziplin. Daher Schwierigkeitsstufe 3.

Pearl Index: 0,1-0,9

NFP

Methoden der Natürlichen Familienplanung (NFP) gibt es viele, der Fokus soll heute auf der zugehörigen Temperaturmethode liegen. Hierbei wird täglich nach dem Aufstehen die Körpertemperatur gemessen, um so den Zeitpunkt des Eisprungs und damit auch der fruchtbaren Tage zu ermitteln (die Körpertemperatur der Frau steigt nämlich nach dem Eisprung um 0,2-0,5 Grad an). Dadurch kann entschieden werden, an welchen Tagen es einer Nutzung von Verhütungsmitteln bedarf und an welchen ganz auf sie verzichtet werden kann.

Aufgrund der Schwierigkeit der Methode, die nur bei korrekter Ausführung wirklich erfolgreich ist, handelt es sich hierbei eindeutig um eine Methode der Stufe 3.

Pearl Index: 0,4-1,8

Der Podcast „Wein & Weiber“ klärt über Verhütungsmythen auf.

Und welche Sternzeichen kommen nun mit den kompliziertesten Verhütungsmethoden zurecht?

Das sind all jene, die für ihr ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und ein hohes Maß an Selbstdisziplin bekannt sind. Diese Sternzeichen sind aufgrund ihres sie auszeichnenden Verantwortungsbewusstseins der erfolgreichen Anwendung der obigen Methoden gewachsen. Und diese Sternzeichen sind …

… der Löwe

Der feurige Löwe ist eins der verantwortungsbewusstesten Sternzeichen und für sein hohes Maß an Selbstdisziplin bekannt. Löwe-Frauen* haben daher die freie Wahl, was die verschiedenen Verhütungsmethoden angeht – sie sind allen drei Schwierigkeitsgraden gewachsen.

… der Stier

Der Stier ist ein ruhiges und geduldiges Erdzeichen, das sehr darauf bedacht ist, seinen eigenen (Bio-)Rhythmus im Leben zu finden. Er strebt nach Sicherheit und ist sehr naturverbunden. Diese Naturverbundenheit und auch das grundsätzliche Streben nach Natürlichkeit sind der Grund, weshalb Stier-Frauen* sich für die diversen NFP-Methoden (Temperaturmethode, Zervixschleimmethode, Verhütungsmonitor u.ä.) entscheiden können.

… die Jungfrau

Die Jungfrau hat einen Blick fürs Detail und eine sehr analytische Denkweise. Sie besitzt außerdem ein ausgezeichnetes Gedächtnis und ist für ihre Zuverlässigkeit und ihr ausgeprägtes Pflichtbewusstsein bekannt. Jung-Frauen* sind daher die idealen Nutzer:innen der Verhütungsmethoden mit Schwierigkeitsgrad drei.

… der Skorpion

Der eigenwillige Skorpion liebt Herausforderungen und ist sehr individualistisch veranlagt. Verhütungsmethoden der Schwierigkeitsstufe drei, die viel Raum für die Auseinandersetzung mit dem eigenen natürlichen Zyklus lassen, sind daher für Skorpion-Frauen* perfekt geeignet.

… der Steinbock

Der Steinbock steht im Zeichen der Erde und ist dementsprechend sehr bedächtig, ausdauernd und zäh veranlagt. Er handelt stets wohlüberlegt und ist überaus pflichtbewusst und diszipliniert. Damit kommen Steinbock-Frauen* mit Verhütungsmethoden der Schwierigkeitsstufe drei problemlos zurecht.

Fazit zur Verhütung der Sternzeichen: Was ist mit den Männern?

Die obigen Ausführungen zeigen, dass es mittlerweile glücklicherweise durchaus auch natürliche Alternativen zur Verhütung gibt, derer sich Frauen* bedienen können – auch wenn diese Methoden noch viel bekannter sein könnten (und müssten). Aber der Ruf nach mehr natürlichen Alternativen, nach mehr Forschung, nach besserem Zugang für alle Menschen und gerade auch nach einer fairen Verteilung der Verhütungsverantwortung, indem endlich auch männliche Verhütungsmöglichkeiten stärker in den Fokus der Forschung genommen werden, sind nichts neues. Sie werden lauter. Und sie werden hoffentlich bald erfolgreich.

Und bis dahin ist frau* mit den hier aufgeführten Methoden immerhin gut bedient – und muss nicht aufgrund von Empfängnispanik auf den Spaßfaktor Schlafzimmer verzichten.

Den Sternen sei Dank!

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