Die Impfung gegen Corona ist gerade das Streitthema Nummer eins. Wer sollte sich impfen lassen, wann sollte man sich gar nicht impfen lassen, reichen die ersten beiden Impfungen oder sollte man sich nun auch für den Booster entscheiden?

Mehrere Studien aus Österreich, die vom Nationalen Impfgremium (NIG) und der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) lassen jedoch nun auf eine eindeutige Antwort auf die Impffrage schließen: Ja, man sollte sich impfen lassen. Eine recht neue Erkenntnis: Auch Schwangere tun sich und ihrem Ungeborenen keinen Gefallen, wenn sie sich gegen eine Impfung entscheiden.

Wir zeigen dir, warum es für Schwangere, die sich nicht impfen lassen, genauso schlimm sein kann, wie zwei Schachteln Zigaretten am Tag zu rauchen.

Österreich hat eine Impfpflicht beschlossen, aber nicht für Schwangere

Ab Februar gilt in Österreich offiziell die Impfpflicht. Alle Personen über 18 müssen sich dann gegen das Coronavirus impfen, es sei denn sie sind schwanger, oder haben eine entsprechende Vorerkrankung. Sollten sie dies nicht tun, drohen Strafen.

Der Grund dafür, dass der Impfstoff für Schwangere noch nicht zugelassen ist, sind fehlende Zulassungsstudien, so berichtete der Standard.

Mehrere Studien haben aber nun ergeben, dass selbst Schwangere sich impfen lassen sollten. Der Grund ist, dass eine Coronaerkrankung bei Ungeimpften nicht nur der schwangeren Person schadet, sondern auch dem Baby.

Der Standard berichtet allerdings, dass die Studienlage sich immer weiter verdichtet und man somit Aussagen über die Gefahr der Impfung für Schwangere besser abschätzen könne. Das Ergebnis: Ungeimpfte Schwangere haben schwerere Verläufe und sie verlieren ihre Babys häufiger nach der Geburt.

Impfpflicht
Veganer:innen müssen sich in Großbritannien nicht impfen lassen.

Sich nicht impfen lassen so schlimm wie rauchen

Das zeigt eine Studie aus Schottland. Dieser Studie zufolge haben Frauen, die vier Wochen nach ihrer Corona-Erkrankung ein Kind zur Welt bringen, die größten Komplikationen bei der Geburt. Die Zahl der Totgeburten steigt rapide an und auch die Zahl der Babys, die innerhalb des ersten Monats sterben, steigt: Bei 130.875 untersuchten Frauen kam es pro 1.000 Frauen zu 22,6 Todesfällen.

Waren die Schwangeren allerdings gegen Corona geimpft, gab es keine Totgeburten. Diese Zahlen sind alarmierend. Der Standard zitiert hier den Forscher Brian Cleary, der die Höhe der Totgeburten mit dem Risiko vergleicht, das starke Raucher:innen bei einer Schwangerschaft haben. Zu einer so hohen Zahl von Totgeburten kommt es bei Menschen, die gut 40 Zigaretten (zwei Schachteln) am Tag innerhalb der Schwangerschaft rauchen.

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