Forscher:innen aus Großbritannien und China erforschten in einer Studie den Zusammenhang von Alkohol und Corona. Dabei stießen sie auf eine Alkoholsorte, die das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, um eine beachtliche Prozentzahl senkt. Finde hier heraus, welcher Alkohol dieses vermeintliche Wundermittel ist.

Dieser Alkohol soll das Risiko einer Corona-Infektion senken

Kuh-Urin, Wurmmittel für Pferde, Desinfektionsmittel oder einfach grüner Tee: Seitdem Covid-19 sich in der Welt ausgebreitet hat, gibt es zahlreiche Versuche von Menschen, das Infektionsrisiko sowie das Risiko eines schweren Verlaufs einzudämmen. Das Problem an diesen angeblichen Wundermitteln ist, dass sie jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren, nicht wirken und zum Teil sogar gefährlich sind.

Hier noch mal der Hinweis: Lasse die Finger von solchen Mitteln. Der einzig verlässliche und wissenschaftlich nachgewiesene Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist eine Impfung. Hier liest du, wie wirksam die einzelnen Vakzine sind und hier kommst du zur aktuellen STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung.

Nichtsdestotrotz stießen britische und chinesische Forscher:innen nun in einer groß angelegten Studie, die im Fachblatt „Frontiers in Nutrition“ erschien, auf ein weiteres vermeintliches Wundermittel: Rotwein. Genaugenommen mehr als fünf Gläser Rotwein pro Woche. Laut WHO entspricht das übrigens einem riskanten Alkoholkonsum.

Die Studie setzte sich das Ziel, mehr über das Zusammenspiel von Alkohol und Corona herauszufinden. Dafür wurden Daten von insgesamt 474.000 Proband:innen aus Großbritannien ausgewertet.

Das Ergebnis der Studie? Menschen, die häufig zum Rotwein greifen, haben ein 17 % geringeres Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Bei Weißwein und Champagner liegt das geringere Risiko bei ca. acht Prozent. Bier- und Cider-Trinker:innen haben dagegen ein 28 % höheres Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Und wer auf harte Spirituosen (Schnaps) zurückgriff, hatte ein ungemein höheres Infektionsrisiko.

Wie kann es sein, dass Rotwein am besten schützt?

Aus diesen Daten lässt sich folgern, dass (Rot-)Wein und Schaumwein zu trinken, das Coronarisiko deutlich schmälert. Die Forscher:innen haben verschiedene Theorien, wie das sein kann:

  1. Wein weist eine hohe Konzentration an phenolischen Verbindungen auf. Die sollen blutdrucksenkend und entzündungshemmend wirken.
  2. Weintrinker:innen haben einen besseren sozio-ökonomischen Status als Biertrinker:innen. Heißt: Wein wird meist von wohlhabenderen Menschen konsumiert, die sich einfacher vor einer Ansteckung schützen können.

Heißt das nun, dass der nächste Besuch im Supermarkt direkt zum Weinregal führen sollte? Nein. Ein Glas in allen Ehren, aber Alkohol steht in Verdacht bis zu 200 Erkrankungen wie beispielsweise Krebs, Leberzirrhosen oder Diabetes zu begünstigen. Sich vor einer Krankheit schützen zu wollen und dafür 200 weitere in Kauf zu nehmen, scheint wenig plausibel.

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