Es knattert, rasselt oder brummt in den Schlafzimmern. Denn mittlerweile schnarcht jede/r zweite Deutsche. Die lauten Geräusche stören nicht nur den oder die Partner:in sondern auch häufig einen selbst. Nur was sind die Ursachen für das Schnarchen und was hilft? wmn klärt auf.

Schnarchen: Das sind die Ursachen

Wenn wir schlafen, entspannt sich unser ganzer Körper, während Zunge und Gaumenzäpfchen leicht angespannt bleiben.

Wenn aber diese Muskeln schlaff werden, verengen sich die oberen Luftwege. Und wir müssen stärker ein- und wieder ausatmen. Die Folge: Die Luft hat viel mehr Druck und bringt unseren Gaumen, das Zäpfchen und die Zunge zum vibrieren. Kurzum: Wir schnarchen.

Schnarchen
Chronisches Schnarchen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Credit: Getty Images/ Yevgen Timashov

Aber es gibt einige Faktoren, die das Schnarchen begünstigen können:

  • eine schiefe Nasenscheidewand
  • Allergien
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Erkältungen
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • ein langes Zäpfchen

Wer öfter schon mal einen über den Durst getrunken hat, kennt das Phänomen: Obwohl wir normalerweise kein/e Schnarcher:in sind, führt Alkohol dazu, dass wir dazu werden. Einbildung ist das nicht. Denn Alkohol oder Medikamente wie Antidepressiva, Schlafmittel und Neuroleptika können dazu führen, dass sich die Muskeln entspannen und die Personen schnarchen.

Übrigens: Auch ein voller Magen vor dem Zubettgehen kann Schnarchen begünstigen.

Das hilft gegen das Schnarchen

Übergewicht ist einer der Hauptauslöser für das Schnarchen, weshalb genug Bewegeung und eine gesunde Ernährung auf dem Plan stehen sollten. Aber auch der Verzicht auf ein schweres Abendessen, Alkohol und Zigaretten können helfen. Denn Rauchen irritiert unsere Schleimhäute, wodurch die anschwellen und das Atmen schwerer fällt.

Aber ihr solltet nicht nur auf Alkohol verzichten, sondern auch auf zu viel Flüssigkeit am Abend generell. Denn durch dieses schwillt das Gewebe an. Wer auch noch Medikamente wie Kortison einnimmt, riskiert Wassereinlagerungen, die das Schnarchen befeuern. 

Wer normalerweise gerne auf dem Rücken schläft, kann ausprobieren, auf der Seite zu schlafen oder den Oberkörper mit einem Kissen aufzurichten. Denn im unteren Körper sammelt sich tagsüber viel Flüssigkeit. Nachts verteilt sie sich wieder und kann den Hals anschwellen lassen, wodurch man schwerer atmet. Aber in der Rückenlage fällt die Zunge auch stärker zurück und erhöht so das Risiko, zu Schnarchen.

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Zudem können Betroffene ein Instrument lernen, wie etwa Flöte, Saxophon oder Klarinette. Denn wer die Musikinstrumente spielt, trainiert seine Muskeln im Rachenbereich. Diese helfen dabei, die oberen Atemwege offen zu halten und die Vibrationen stoppen.

Überraschend: Bodybuilder mit starkem Nacken haben in 40 % der Fälle ein sogenanntes Schlafapnoesyndrom, also eine Schlafstörung, bei der sehr viele schnarchen. Durch das Gewichtheben wird der Nacken stärker und die Atemwege können verengen.

Produkte gegen das Schnarchen

Wer sein Schnarchen endlich stoppen will, kann es aber auch einmal mit diesen Produkte probieren:

  • Nasenpflaster: Es wird einfach auf die Nase geklebt und soll die Naseneingänge erweitern, sodass wir besser Luft bekommen
  • Nackenstützkissen: Es soll uns dabei helfen, auf der Seite und nicht auf dem Rücken zu schlafen
  • Unterkieferschiene: Sie soll den Kiefer nach vorne bringen, sodass die Zunge nicht nach hinten rutscht.
  • Schlafweste: Sie kann ebenfalls dabei helfen, in Seiten- und nicht in Rückenlage zu schlafen.

So wirkt sich Schnarchen auf unsere Gesundheit aus

Schnarchen an sich ist nicht gesundheitsschädlich. Doch auf Dauer kann der laute Geräuschpegel nicht nur den oder die Partner:in extrem stören. Sondern auch bei den Betroffenen zu unangenehmen Symptomen führen, wie zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Schwindel
  • Atempausen während des Schlafens

Wenn die Familie schon völlig genervt von dem Schnarchen ist, dann solltet ihr die Einwände nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn Studien zeigen, dass die Gefahr, einen Schlaganfall zu bekommen, bei Schnarcher:innen mehr als doppelt so hoch ist. Das liegt daran, dass der Luftfluss beim Schlafen eingeschränkt ist. Hinzukommt, dass Betroffene häufiger Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck haben und am nächsten Tag oftmals unausgeruhter sind, wie eine Studie nachweisen konnte. Und damit steigt auch die Gefahr für einen Unfall, da die Betroffenen so müde sind, dass sie schneller am Lenkrad einschlafen.

Fazit: Testet selbst aus, was gegen das Schnarchen hilft

Ihr könnt die oben genannten Vorschläge ausprobieren und schauen, ob sich das Schnarchen verbessert. Sinnvoll ist es aber, auch noch einmal mit einem Arzt oder einer Ärztin über die Ursachen und die möglichen Behandlungsmöglichkeiten, wie etwa eine Operation zu sprechen.

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