Hattest du eine Ahnung, dass du im Schlaf pupst? Und zwar nicht zu nicht knapp. Statistisch gesehen pupsen die meisten Menschen in ihren Träumen viel mehr als in ihrem wachen Zustand. Denn im Schlaf entspannt sich unser Analtrakt ungemein und Gase, die wir ansonsten zurückhalten würden, können sich ungehindert ihren Weg nach draußen bahnen. Doch wie oft pupsen wir denn eigentlich in der Nacht und wo kommt das Bettpupsen her?

Furzen im Schlaf ist erst einmal kein Grund zur Sorge

Dass du pupsen musst, ist sowasvon normal. Jeder Mensch tut es und bei niemanden duftet es nach Rosenblättern. So viel sollte den meisten Menschen bereits bewusst sein, bevor sie diesen Artikel lesen. Man sollte sich also eigentlich nicht dafür schämen, wenn einem mal der ein oder andere Darmwind entfährt. Und doch sind uns nächtliche Püpse unfassbar unangenehm. Vor allem, weil wir sie oft gar nicht mitbekommen, sondern später von unserem Parter:in darauf hingewiesen werden. „Ist wohl wieder laut geworden unter deiner Decke heute Nacht… haha.“

Eure Beziehung muss auch ein paar Püpse in der Nacht aushalten. Credit: Pexels/ Ron Lach

Woher kommen Püpse eigentlich?

Was aus dem Darm herauskommt, musst du ihm in anderer Form zuvor zugeführt haben. Es geht hier nämlich um den Verdauungsapparat. In der Nacht ist dein Dünndarm dabei, das Gegessene zu verdauen. Wenn die Darmbakterien die Kohlenhydrate verdauen, die du zuvor zu dir genommen hast, entstehen Gase. Diese kommen entweder als Rülps oder als Pups aus deinem Körper heraus. Das ist auch ganz wichtig und richtig so, denn überschüssiges Gas, das sich in deinem Körper lagert, kann langfristig zu Bauchschmerzen und anderen Beschwerden kommen.

Viel pupsen musst du vor allem bei ballaststoffhaltiger Kost wie Bohnen, Obst, Gemüse, Haferflocken und Vollkornprodukten. Außerdem können sehr ungesunde Essgewohnheiten dazu führen, dass du mehr im Schlaf pupsen musst. Kohlensäurehaltige Getränke wie Cola und Bier können zu mehr Pupsen führen. Wenn du zu schnell zu viel isst und dabei Luft schluckst, entsteht ebenfalls Gas. Auch wenn man sich mit gasproduzierenden Zusatzstoffen vollstopft, wirst du nachts aus dem Pupsen nicht mehr herauskommen.

Wie oft pupse ich im Schlaf?

Und nun zur Gretchenfrage: Wie oft pupse ich denn nun im Schlaf wirklich? Das ist natürlich nicht für alle Personen mit einer einfachen Antwort zu beantworten. Allerdings wissen wir, dass die Durchschnittsperson gut 5 bis 15 Mal am Tag pupst. Zwei Püpse davon passieren mindestens im Schlaf. Ob du jemand bist, der eher viel oder eher wenig pupst, liegt unter anderem an deinen Essgewohnheiten. Es kann aber auch sein, dass du einen sehr nervösen Magen hast, dir gerade auf der Arbeit viel Stress aufgebürdet wird oder sogar an einer Krankheit. Solltest du viel mehr pupsen müssen als hier beschrieben, solltest du dich mal zur Ärztin begeben.

Eine kleine Übung zum Pupsen

Achte doch mal darauf, wie viel du den Tag über pupsen musst. Beobachte dein Pupsverhalten bei der Arbeit, beim Sport, beim Toilettengang und natürlich im Schlaf. Danach weißt du ganz genau, ob du noch im (Pups-)Rahmen liegst oder nicht.

Übrigens: Du glaubst, dass du deine nächtlichen Püpse nicht tracken kannst? Du brauchst dafür keinen Partner, der deine Schlafpüpse mitzählt. Alles, was du brauchst, ist dein Handy und eine App, mit der du deinen Schlaf überwachen kannst. Diese App wird auch deine Püpse überwachen und aufnehmen.